Bei AEW All In London standen für die Young Bucks nicht nur ein großes Titelmatch und das Wembley-Stadion im Mittelpunkt. Einige Momente rund um die Veranstaltung bekamen für Matt und Nick Jackson offenbar eine Bedeutung, die weit über das unmittelbare Geschehen im Ring hinausging.
Young Bucks sprechen offen über ihre verbleibende Zeit im Wrestling
Nur wenige Tage nach AEW All In hat Matt Jackson ungewöhnlich offen über die Zukunft der Young Bucks gesprochen. In einem Interview mit Justin Barrasso für Mat Mania wurde er darauf angesprochen, wie lange er und sein Bruder Nick noch gemeinsam im Ring stehen wollen. Eine konkrete Antwort darauf konnte oder wollte der 41-Jährige nicht geben.
Für die kommenden Monate freue man sich zunächst auf zahlreiche anspruchsvolle Matches in einer Tag Team Division, die Matt aktuell als eine der stärksten überhaupt betrachtet. Wie lange die gemeinsame Karriere darüber hinaus noch weitergehen werde, wisse er allerdings selbst nicht. Deshalb wollten die Young Bucks an einem Grundsatz festhalten, den sie schon lange verfolgen: Jedes Match so anzugehen, als könnte es ihr letztes sein.
Das Thema hatte bereits vor All In für Aufmerksamkeit gesorgt. Dave Meltzer hatte berichtet, dass die derzeitigen AEW-Verträge möglicherweise die letzten der Young Bucks sein könnten. Später stellte er allerdings klar, mit Matt und Nick Jackson nicht aktuell darüber gesprochen zu haben, ob sie nach Ablauf ihrer bestehenden Verträge tatsächlich ihre Karrieren beenden wollen.
Besonderer Moment mit Kenny Omega hinter dem Vorhang
Wie präsent die Vergänglichkeit ihrer gemeinsamen Karriere mittlerweile ist, zeigte sich offenbar auch unmittelbar vor dem Main Event von All In. Kenny Omega traf dort auf Will Ospreay, während Matt und Nick Jackson ihren langjährigen Weggefährten zum Ring begleiteten.
Matt erinnerte sich daran, dass die drei Männer vor Omegas Entrance gemeinsam hinter dem Vorhang standen und ganz bewusst versuchten, diesen Moment aufzusaugen. Ihnen sei klar geworden, dass dies möglicherweise eines der letzten Male sein könnte, dass sie gemeinsam in einem großen Stadion vor den Kameras stehen.
Für die Bucks habe sich die Situation wie eine Erinnerung an ihre gemeinsame Zeit in Japan angefühlt. Seit rund 18 Jahren verbindet sie mit Omega weit mehr als nur eine berufliche Beziehung. Gemeinsame Flüge, Hotelaufenthalte und lange Reisen durch Japan hätten über die Jahre eine außergewöhnlich enge Verbindung entstehen lassen.
Vor Omegas Match versuchten Matt und Nick, ihren Freund noch einmal zusätzlich aufzubauen. Sie erinnerten ihn daran, wie stark er gerade in großen Stadion-Matches sei und dass die Zuschauer an diesem Abend gekommen seien, um ihn und Ospreay zu sehen.
Omega hatte die Bucks bereits einige Tage zuvor darum gebeten, ihn beim Entrance zu begleiten. Brandon Cutler wurde dagegen erst unmittelbar vor dem Auftritt gefragt, ob er ebenfalls mitkommen wolle. Für Matt war auch das passend, schließlich seien sie und Cutler bei zahlreichen großen Omega-Matches aus nächster Nähe dabei gewesen.
Matt Jackson spricht über Selbstzweifel vor großen Matches
Auch sein eigenes Match bei All In beschäftigte Matt Jackson stärker, als es nach außen zunächst den Eindruck machte. Gemeinsam mit Nick versuchte er, Adam Copeland und Christian Cage die AEW World Tag Team Championship abzunehmen.
Matt räumte ein, keineswegs vor jedem großen Auftritt ausschließlich voller Selbstvertrauen zu sein. Gelegentlich zweifle er an sich selbst und frage sich, warum gerade ihm diese Karriere ermöglicht worden sei und ob er all die Erfolge überhaupt verdient habe. Negative Gedanken versuche er zwar bewusst zu verdrängen, vollständig verhindern könne er sie jedoch nicht.
Vor All In kam hinzu, dass Matt in der Nacht vor der Veranstaltung kaum Schlaf gefunden hatte. Neben dem bevorstehenden Match beschäftigte ihn eine persönliche Situation innerhalb seiner Familie. Einer seiner Neffen durchlaufe derzeit eine schwierige Phase, die ihm sehr nahegehe.
Sportlich habe die Vorbereitung zu diesem Zeitpunkt längst hinter ihm gelegen. Training, Ernährung und die Ideen für das Match seien über Wochen und teilweise Monate vorbereitet worden. Trotzdem habe er bis zum Entrance eine gewisse Anspannung verspürt.
Diese verschwand nach Matts Darstellung in dem Moment, als die Young Bucks die Arena betraten und er seine Familie am Ring sah. Plötzlich habe sich eine unerwartete Ruhe eingestellt. Er scherzte sogar mit seinem Sohn und erklärte seiner Frau Dana am Ring, wie entspannt er sich in diesem Moment fühle.
All-In-Auftritt wurde zur Reise durch die Karriere der Young Bucks
Auch die Inszenierung des Matches gegen Copeland und Christian war bewusst von der Vergangenheit der Young Bucks geprägt. Vor ihrem Entrance zeigte AEW ein Video, das auf wichtige Stationen ihrer Karriere zurückblickte. Gleichzeitig trugen Matt und Nick spezielle Ringkleidung, auf der zahlreiche Personen, Promotions und Erlebnisse gewürdigt wurden, die ihren Weg geprägt haben.
Zu den Anspielungen gehörten unter anderem Pro Wrestling Guerrilla, New Japan Pro-Wrestling, Bullet Club, Chikara und ihre frühen Jahre im Wrestling. Auch langjährige Weggefährten wie Kevin Owens, Adam Cole und AJ Styles wurden auf unterschiedliche Weise gewürdigt. Einige der verwendeten Spikes waren zudem ein Geschenk von Brandon Cutler und dessen Frau.
Für Matt hatten sowohl das Video als auch die Kleidung deshalb einen besonderen Stellenwert. Der All-In-Auftritt wurde damit gewissermaßen zu einer Reise durch mehr als zwei Jahrzehnte gemeinsamer Wrestling-Geschichte.

Älter werden ist anstrengend. Matt Jackson ist als Mensch wahrscheinlich zu sehr gereift, um so locker ans Wrestling zu gehen, wie er es gerne würde.
Jo älter werden ist nix für Schwächlinge.
Andere können auch noch mit 50 glaubhaft in den Wrestlingring steigen… aber das kostet auch. Der Körper fordert seinen Tribut. Was ein AJ Styles noch mit 48 im Ring machte war schon außergewöhnlich, doch er stieß klar an seine Grenzen und musste immer weiter „zurückstecken“.
Das wird auch bei den Young Bucks nicht anders sein, die eben diesen spektakulären Stil haben. Den werden sie stück für stück verändern müssen wenn es noch länger weiter gehen soll. Die Frage ist eben ob sie dazu bereit sind. Matt ist 41 und muss schon klar etwas „kürzer“ treten, sein Bruder Nick ist ja 4 Jahre jünger… er ist eigentlich aktuell noch voll auf seinem Zenit. Da sie ein Tag Team sind kann Matt sicher etwas „Bodenständiger“ agieren während Nick dann überwiegend die ganz verrückten Sachen macht, so könnte die Karriere noch länger auf diesem Niveau andauern. Beim Finisher ist es ja ansich schon so das nur noch Nick diesen ausführt während Matt den Kontrahenten hält. Früher war das mal so oder so.
wie auch immer, das wichtigste ist das sie von schweren Verletzungen verschont bleiben… sie sind jetzt seit ner Weile einigermaßen Verletzungsfrei, hoffe das bleibt lange so.