Jim Ross spricht offen über seinen aktuellen Gesundheitszustand und seinen Weg zurück. Gleichzeitig äußert sich der WWE Hall of Famer zu mehreren Themen, die derzeit im Wrestling für Gesprächsstoff sorgen.
Zwei gebrochene Zehen bremsen die Physiotherapie
In der Ausgabe von „Grilling JR“ vom 10. September erklärte Ross, dass er sich insgesamt deutlich besser fühle. Die beiden gebrochenen Zehen an seinem linken Fuß seien jedoch noch immer ein erhebliches Hindernis. Sie beeinträchtigten sein Gleichgewicht und verhinderten derzeit einen Teil der Übungen, die für seine weitere Rehabilitation vorgesehen seien. Vor allem Belastungen und längere Wege müsse er deshalb weiterhin vorsichtig angehen.
Die Verletzungen entstanden nach früheren Angaben durch einen Sturz am Morgen seiner Gehirnoperation. Erst bei einer Untersuchung im Krankenhaus stellte sich heraus, dass zwei Zehen gebrochen waren. Seitdem kam es zu einem weiteren Sturz. Ross betonte daher, dass er kein unnötiges Risiko eingehen dürfe. Sobald der Fuß vollständig verheilt sei, wolle er seine Physiotherapie entschlossen fortsetzen und wieder „in den Sattel“ steigen. Einen konkreten Termin für eine Rückkehr zu AEW nannte er nicht.
Alte Wunde wird weiterhin zu Hause behandelt
Neben den Verletzungen am Fuß beschäftigt Ross weiterhin eine Wunde an seinem linken Knöchel. Sie geht auf seine Hautkrebserkrankung und insgesamt 22 Bestrahlungen zurück. Obwohl diese Behandlung bereits Jahre zurückliegt, ist die betroffene Stelle noch immer nicht vollständig verheilt. Zweimal pro Woche kommen Pflegekräfte zu ihm nach Hause, versorgen die Wunde und kontrollieren dabei unter anderem seinen Blutdruck und seinen Blutzucker.
Ross erkennt nach eigener Aussage eine Verbesserung, möchte den Zustand aber nicht beschönigen. Von einer vollständigen Heilung könne noch keine Rede sein. Gerade in Verbindung mit den Gleichgewichtsproblemen erklärt dies, weshalb er bei seinen nächsten Schritten vorsichtig bleibt. Einen persönlichen Erfolg konnte er dennoch feiern: Er besuchte erstmals seit längerer Zeit wieder ein Spiel der Oklahoma Sooners. Der Ausflug erfüllte ihm einen großen Wunsch, zeigte ihm aber auch, dass er seine Kräfte weiterhin genau einteilen muss.
Ross hat mehr als 50 Pfund Gewicht verloren
Auch sein Körpergewicht hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verändert. Im Vergleich zu seinem höchsten Stand während seiner Zeit bei WWE habe Ross mehr als 50 Pfund (ca. 23 Kilogramm) verloren. Zuletzt habe sein Gewicht je nach Zeitpunkt zwischen ungefähr 185 und 208 Pfund (ca. 94 Kilogramm) gelegen. Er versuche deshalb, seine Ernährung stärker zu ordnen, seine Portionen zu kontrollieren und am späten Abend nichts mehr zu essen.
Besonders wichtig sei ihm dabei die Kontrolle seines Blutzuckers. Die regelmäßigen Besuche der Pflegekräfte helfen ihm, mehrere gesundheitliche Werte im Blick zu behalten. Ross vermittelte im Podcast insgesamt Zuversicht, machte zugleich aber deutlich, dass seine Genesung aus mehreren Baustellen besteht. Die gebrochenen Zehen sind daher nicht das einzige Problem, das vor einer dauerhaften Rückkehr in den Arbeitsalltag gelöst werden muss.
Jim Ross widerspricht Bret Harts Kritik an heutigen Bookern
Im selben Podcast ging Ross auf Bret Harts Ansicht ein, wonach erfolgreiche Booker selbst als Wrestler im Ring gestanden haben müssten. Dieser pauschalen Einschätzung widersprach er. Ein guter Booker benötigt vor allem umfassende Produktkenntnis und ein klares Verständnis dafür, wie Geschichten aufgebaut und über einen längeren Zeitraum entwickelt werden.
Sobald eine kreative Idee in ein konkretes Match übertragen werde, sollten nach Ross‘ Überzeugung allerdings erfahrene Wrestler entscheidend an der Ausarbeitung beteiligt sein. Sie könnten beurteilen, ob ein geplanter Ablauf im Ring funktioniere und wie sich die gewünschte Geschichte körperlich umsetzen lasse. Damit weist Ross die Vorstellung zurück, dass nur ehemalige Wrestler kreative Verantwortung übernehmen könnten, betont aber zugleich den Wert praktischer Ringerfahrung bei der Gestaltung eines Matches.
Bayley wäre für AEW eine große Verstärkung
Ross äußerte sich außerdem zu Bayley und bezeichnete die ehemalige WWE Women’s Championesse als mögliche große Verstärkung für AEW. Sollte sie eines Tages verfügbar sein, würde sie dem Kader aus seiner Sicht Erfahrung, Bekanntheit und sportliche Qualität hinzufügen.
Für eine unmittelbar bevorstehende Trennung von der WWE gibt es derzeit aber keine belastbaren Anzeichen. Laut Berichten soll Bayleys aktueller Vertrag noch längere Zeit laufen – wir berichteten

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