Von geheimer WWE-Tarnung bis zum „Samoan Werewolf“: Jacob Fatu erzählt die Geschichten dahinter

Jacob Fat ist sichtlich bereit für sein Match
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Jacob Fatu hat sich bei WWE längst eine unverwechselbare Präsenz aufgebaut. Seine explosive Art im Ring, seine Erscheinung und sein ungewöhnlicher Spitzname gehören inzwischen fest zu seiner Präsentation.

Doch hinter einigen dieser Elemente stecken Geschichten, die deutlich anders entstanden sind, als viele Zuschauer vermutlich vermuten würden. In seinem ausführlichen Gespräch bei „What’s Your Story? with Stephanie McMahon“ blickte Fatu auf seine Anfänge zurück und verriet dabei mehrere ungewöhnliche Details aus seiner bisherigen Laufbahn.

WWE wollte Jacob Fatus Debüt möglichst lange geheim halten

Jacob Fatu feierte seinen ersten WWE-TV-Auftritt in der SmackDown-Ausgabe vom 21. Juni 2024, als er überraschend auftauchte und unmittelbar in die Geschehnisse rund um Solo Sikoa und die neue Formation der Bloodline eingebunden wurde. Hinter den Kulissen versuchte die WWE offenbar mit verschiedenen Mitteln, Fatus Anwesenheit vor der Show geheim zu halten. Wie er Stephanie McMahon erzählte, spielte Michael Hayes dabei eine wichtige Rolle.

Während der Proben sollte Fatu demnach eine Skimaske tragen. Auf diese Weise wollte Hayes verhindern, dass Personen in der Halle oder andere Anwesende den damals noch nicht offiziell bei WWE aufgetretenen Wrestler erkannten und die geplante Überraschung somit vorzeitig bekannt wurde.

Triple H hielt die Tarnung für wenig überzeugend

Lange funktionierte dieser Plan allerdings nicht. Während der Proben begegnete Fatu Triple H, der ihn mit der Maske sah und ihm kurzerhand erklärte, dass er sie abnehmen könne. Fatu verwies zunächst darauf, dass Michael Hayes ihm die Anweisung gegeben habe. Triple H wandte sich daraufhin direkt an Hayes und wollte wissen, weshalb Fatu überhaupt mit einer Skimaske herumlaufe. Hayes erklärte, dass dessen Anwesenheit geheim bleiben solle.

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Triple H überzeugte das offenbar nicht. Nach Fatus Erinnerung machte der WWE Chief Content Officer deutlich, dass seine auffällige Statur ohnehin kaum zu verbergen sei und vermutlich jeder erkennen könne, wer sich unter der Maske befinde. Fatu erhielt deshalb die klare Anweisung, sie abzunehmen.

Wichtig ist dabei, dass die Skimaske offenbar ausschließlich dazu diente, Fatu während der Vorbereitungen zu verstecken. Es gab nach seiner Schilderung keinen Plan, ihn bei seinem eigentlichen TV-Debüt maskiert auftreten zu lassen.

Die Begegnung mit Triple H hatte für Fatu eine tiefere Bedeutung

Für Fatu blieb die Situation dennoch aus einem anderen Grund besonders in Erinnerung. Triple H war schließlich derselbe Mann, der ihm zuvor eine zweite Möglichkeit bei WWE eingeräumt hatte, nachdem seine Verpflichtung aufgrund persönlicher Probleme zeitweise auf der Kippe gestanden hatte.

Deshalb sei bereits die erste direkte Begegnung während der Vorbereitungen seines Debüts etwas Besonderes gewesen. Fatu hatte zu diesem Zeitpunkt einen langen Weg hinter sich und wusste, wie knapp seine WWE-Karriere zuvor beinahe gescheitert wäre.

Das eigentliche Debüt entwickelte sich schließlich zu einem entscheidenden Moment seiner Karriere. WWE präsentierte ihn unmittelbar als enorme Bedrohung und machte deutlich, dass Fatu nicht langsam an das Main Roster herangeführt werden sollte.

Der „Samoan Werewolf“ entstand aus einer unerwarteten Inspiration

Noch ungewöhnlicher ist die Geschichte hinter Fatus bekanntem Spitznamen „The Samoan Werewolf“. Wer dabei eine tief verwurzelte samoanische Legende oder eine ausgearbeitete Wrestling-Idee vermutet, liegt überraschend weit daneben. Fatu erklärte im Podcast, dass der Ursprung tatsächlich mit der Filmreihe „Twilight“ zusammenhängt. Die Idee entstand zu Beginn seiner Wrestling-Karriere, als er unter anderem gemeinsam mit Gangrel arbeitete.

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Dabei legte Fatu Wert darauf, die Rolle von Gangrel in seiner Ausbildung hervorzuheben. Neben seinem Onkel Rikishi, seinem Vater und weiteren Familienmitgliedern habe auch Gangrel einen erheblichen Anteil daran gehabt, dass er die Grundlagen des Wrestling-Geschäfts erlernte.

Gangrels Vampir-Gimmick brachte Fatu auf die entscheidende Idee

Gangrel war Wrestling-Fans über viele Jahre durch seine Vampir-Figur bekannt. Genau daraus entwickelte sich für den jungen Fatu eine einfache Verbindung: Wenn Gangrel der Vampir sei, brauche es passend dazu einen Werwolf. Die damals äußerst populäre „Twilight“-Reihe machte die Rivalität zwischen Vampiren und Werwölfen zu einem weltweiten Popkultur-Thema. Aus dieser Verbindung entstand schließlich die Idee, Fatu als Werwolf zu präsentieren.

Dazu kam ein passender Zufall. Einer der bekanntesten Werwolf-Charaktere aus „Twilight“ heißt Jacob Black und wird von Taylor Lautner dargestellt. Fatu scherzte im Gespräch darüber, dass der andere Jacob zu dieser Zeit allerdings den deutlich besseren Körper gehabt habe. Aus der Kombination von Gangrels Vampir-Charakter, „Twilight“, seinem eigenen Vornamen und seiner samoanischen Herkunft entwickelte sich letztlich die Bezeichnung „The Samoan Werewolf“.

Ein alter Spitzname wurde später zu einem wichtigen Teil seiner WWE-Identität

Was ursprünglich während Fatus frühen Wrestling-Jahren entstand, erwies sich langfristig als erstaunlich langlebig. Der Spitzname begleitete ihn durch seine Independent-Karriere und wurde besonders während seiner erfolgreichen Zeit bei MLW zu einem festen Bestandteil seiner Identität.

Auch nach seinem Wechsel zur WWE blieb die Verbindung bestehen. Fatus aggressive Ringweise, seine enorme Explosivität und die Mischung aus Kraft und Geschwindigkeit passen inzwischen so gut zu „The Samoan Werewolf“, dass dieser Name für viele Fans untrennbar mit ihm verbunden ist.

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