Ric Flair sorgt auch Jahre nach seinem letzten regulären WWE-Auftritt immer wieder für Schlagzeilen. Dieses Mal entwickelte sich innerhalb weniger Tage eine Geschichte, die zunächst nach einer überraschenden Annäherung an seinen früheren Arbeitgeber aussah und schließlich eine ganz andere Erklärung bekam.
Alte Ric-Flair-Aussagen lösen neues WWE-Gerücht aus
Ausgangspunkt war eine Sonderausgabe von Booker Ts Podcast „Hall of Fame“, die mehrere frühere Gespräche enthielt. In einem Ausschnitt daraus erklärte Ric Flair, dass er sich mit Triple H ausgesprochen habe und die beiden sich nach früheren Differenzen wieder umarmt hätten. Flair führte weiter aus, dass man ihn künftig häufiger sehen werde und er beim Royal Rumble dabei sein werde. Besonders seine Formulierung, er sei bei WWE wieder „back in“, ließ schnell den Eindruck entstehen, dass sich seine Beziehung zum Unternehmen grundlegend verändert habe.
Mehrere Wrestling-Portale griffen die Aussagen als aktuelle Entwicklung auf. Dadurch entstand innerhalb kurzer Zeit das Gerücht, Flair könne vor einer Rückkehr zur WWE stehen und womöglich sogar beim kommenden Royal Rumble auftreten. Eine solche Entwicklung wäre bemerkenswert, denn Flair war seit Jahren nicht mehr regelmäßig im WWE-TV zu sehen und steht seit November 2023 bei AEW unter Vertrag. Damals wurde er bei Dynamite überraschend als Geschenk von Tony Khan an Sting präsentiert. Anschließend gab AEW einen mehrjährigen Vertrag mit dem Nature Boy bekannt.
Ric Flair widerspricht Berichten über WWE-Rückkehr
Flair selbst reagierte schließlich auf X und stellte klar, dass die Berichte über eine Rückkehr zu WWE nicht zutreffen. Er bezeichnete die daraus entstandenen Meldungen als falsch und respektlos gegenüber seiner aktuellen Situation. An seiner persönlichen Beziehung zu Triple H habe sich dadurch nichts geändert. Flair betonte, dass zwischen beiden weiterhin Freundschaft und gegenseitiger Respekt bestünden. Ebenso unterstützte er selbstverständlich seine Tochter Charlotte Flair und deren Karriere bei WWE.
Eine Tätigkeit für das Unternehmen sei für ihn derzeit jedoch nicht möglich. Flair verwies ausdrücklich darauf, dass er bei AEW unter Vertrag stehe und Tony Khan gegenüber loyal sei. Dabei hob er auch hervor, welche Freiheiten ihm Khan außerhalb des Wrestlings ermögliche. Flair verfolgt weiterhin verschiedene geschäftliche Projekte, darunter seine Spirituosen- und Energydrink-Marken, zahlreiche Signing-Termine und weitere Engagements außerhalb des Rings. Khan sei für ihn nicht nur Geschäftspartner, sondern auch ein persönlicher Freund. Flair machte deshalb deutlich, dass er dessen Vertrauen nicht durch einen unangekündigten Wechsel oder eine Zusammenarbeit mit WWE verletzen wolle.
I Am Seeing All The Rumors Online About Me Being Back With @WWE. Number One, It Is Disrespectful. Number Two, It Is Not True. I Have Always Been Friends With Hunter. Nothing Has Changed With Our Friendship. We Both Have Mutual Respect For Each Other. My Daughter @MsCharlotteWWE… pic.twitter.com/vn8yuDNQdO
— Ric Flair® (@RicFlairNatrBoy) September 13, 2026
Die entscheidenden Aussagen stammen tatsächlich aus dem Jahr 2023
Kurz darauf wurde auch geklärt, wie das Missverständnis überhaupt entstehen konnte. Das betreffende Gespräch mit Booker T war nicht aktuell, sondern stammte aus dem Jahr 2023. Booker Ts Labor-Day-Sonderausgabe enthielt mehrere ältere Gespräche, ohne bei allen Ausschnitten unmittelbar deutlich zu machen, wann diese ursprünglich geführt worden waren. Dadurch wirkten Flairs Aussagen über WWE und den Royal Rumble wie ein aktuelles Update.
Seine damalige Bemerkung über einen bevorstehenden Royal Rumble bezog sich entsprechend nicht auf die Ausgabe von 2027. Auch die Aussage, dass er bei WWE wieder stärker eingebunden sei, beschreibt eine Situation von vor mehreren Jahren und nicht seinen aktuellen Vertragsstatus. Einige US-Portale räumten inzwischen offen ein, die Passage zunächst falsch eingeordnet zu haben. Damit entstand das gesamte Comeback-Gerücht letztlich aus einem alten Interview, das durch seine erneute Veröffentlichung wie neues Material wirkte.
Flairs Verhältnis zu WWE sorgte zuletzt mehrfach für Schlagzeilen
Dass eine mögliche Versöhnung zunächst glaubwürdig erschien, hat auch mit den vergangenen Monaten zu tun. Flair hatte sich zeitweise ausgesprochen kritisch über WWE und einzelne Situationen rund um das Unternehmen geäußert. Im Frühjahr berichtete er unter anderem über einen Konflikt mit Ludwig Kaiser im Zusammenhang mit der WrestleMania-Fehde zwischen Charlotte Flair und Tiffany Stratton. Flair erklärte damals sogar, Kaiser telefonisch bedroht zu haben. Später entschuldigte er sich öffentlich für sein Verhalten – wir berichteten

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