Nur wenige Tage nach AEW All In London liegen weitere Zahlen zum wirtschaftlichen Abschneiden der Großveranstaltung im Wembley-Stadion vor. Dabei zeigt sich einmal mehr, wie unterschiedlich Zuschauerangaben im Wrestling ausfallen können, je nachdem, welche Messgröße zugrunde gelegt wird.
Brent Council bestätigt 41.102 registrierte Eintritte bei AEW All In
AEW All In London fand am Sonntag, den 30. August 2026, erneut im Wembley-Stadion statt. Wie Brandon Thurston von POST Wrestling nun berichtet, wurden bei der Veranstaltung insgesamt 41.102 Eintritte über die Drehkreuze des Stadions registriert. Die Information stammt vom Brent Council, der lokalen Regierungsbehörde des London Borough of Brent, in dem sich das Wembley-Stadion befindet.
Ein Mitarbeiter des Brent Council bestätigte gegenüber POST Wrestling, dass die Zahl von 41.102 den tatsächlich an den Drehkreuzen registrierten Eintritten entspricht. Sie bildet damit nicht die Gesamtzahl der verkauften oder ausgegebenen Tickets ab und berücksichtigt ebenso wenig Eintrittskarten, die letztlich nicht genutzt wurden.
Bei der sogenannten Turnstile Count, die auch als Scan Count oder Drop Count bezeichnet wird, werden ausschließlich Tickets erfasst, die beim Eintritt tatsächlich gescannt wurden. Diese Zahl fällt bei Wrestling-Veranstaltungen üblicherweise niedriger aus als die Anzahl der verkauften oder insgesamt verteilten Eintrittskarten.
WrestleTix hatte für All In London zuletzt geschätzt, dass insgesamt 46.987 Tickets verteilt worden waren. Diese Angabe umfasst sowohl verkaufte als auch kostenlos ausgegebene Eintrittskarten. Zwischen dieser Schätzung und den tatsächlich registrierten Eintritten liegt somit eine Differenz von 5.885 Tickets. Rund 87,5 Prozent der geschätzt verteilten Tickets wurden demnach tatsächlich an den Drehkreuzen erfasst.
Bemerkenswert ist, dass dieses Verhältnis keineswegs ungewöhnlich für die bisherigen All-In-Veranstaltungen im Wembley-Stadion ist. Auch 2023 und 2024 bewegte sich die Zahl der registrierten Eintritte bei ungefähr 86 bis 87 Prozent der von WrestleTix geschätzten Ticketverteilung.
Tony Khan sprach nach der Show von fast 50.000 Zuschauern
Die nun bekannt gewordene Zahl fällt niedriger aus als die erste Einschätzung, die AEW-Präsident Tony Khan unmittelbar nach der Veranstaltung abgegeben hatte. Während der Pressekonferenz nach All In erklärte Khan auf Nachfrage von POST Wrestling, die Zuschauerzahl habe bei „fast 50.000“ gelegen.
Gleichzeitig bezifferte Khan die Ticketeinnahmen der Veranstaltung auf rund sechs Millionen US-Dollar. Dabei handelt es sich allerdings um eine Angabe des AEW-Präsidenten selbst. Eine unabhängig bestätigte endgültige Gate-Zahl wurde bislang nicht veröffentlicht.
Die unterschiedlichen Angaben müssen deshalb im jeweiligen Zusammenhang betrachtet werden. Khans Aussage bezog sich nicht ausdrücklich auf die später vom Brent Council veröffentlichte Zahl der gescannten Tickets. Die von WrestleTix geschätzten 46.987 verteilten Eintrittskarten liegen tatsächlich vergleichsweise nahe an seiner Formulierung von fast 50.000 Zuschauern, während die tatsächliche Turnstile Count mit 41.102 deutlich darunter liegt.
Damit bietet die Behördenangabe nun einen präziseren Einblick darin, wie viele Besucher am 30. August tatsächlich über die kontrollierten Eingänge des Wembley-Stadions erfasst wurden.
All In bleibt unter den beiden vorherigen Wembley-Ausgaben
Im direkten Vergleich mit den vorherigen All-In-Veranstaltungen in London zeigt sich dennoch ein deutlicher Rückgang. Die erste Ausgabe im Wembley-Stadion im Jahr 2023 stellte weiterhin den Höhepunkt dar. Damals verkündete AEW eine bezahlte Zuschauerzahl von 81.035, während WrestleTix insgesamt 83.131 verteilte Tickets schätzte. Der Brent Council registrierte später 72.265 Eintritte über die Drehkreuze. Tony Khan bezifferte die Ticketeinnahmen dieser Veranstaltung seinerzeit auf rund zehn Millionen US-Dollar.
Ein Jahr später fiel All In bereits kleiner aus. WrestleTix kam für die Veranstaltung 2024 auf 53.922 verteilte Tickets, während offiziell 46.476 Eintritte registriert wurden. Khan sprach damals von Ticketeinnahmen in Höhe von ungefähr sechs Millionen US-Dollar.
Mit 41.102 registrierten Eintritten liegt „All In 2026” somit 5.374 Besucher bzw. rund 11,6 Prozent unter der Ausgabe von „All In 2024” im Wembley-Stadion. Gegenüber der historischen Premierenausgabe von „All In 2023” fällt der Abstand naturgemäß noch deutlich größer aus.
2025 hatte AEW All In erstmals aus London in die Vereinigten Staaten verlegt. Die Veranstaltung fand im Globe Life Field in Arlington, Texas, statt. WrestleTix schätzte dort letztlich 27.245 verteilte Eintrittskarten. Später veröffentlichte Regierungsunterlagen wiesen eine zertifizierte Gesamtanwesenheit von 23.759 Personen aus, darunter 21.973 Zuschauer mit gescannten Tickets. Tony Khan hatte nach der Veranstaltung von einer Zuschauerzahl nahe 29.000 und Ticketeinnahmen von mehr als drei Millionen US-Dollar gesprochen.
Die Rückkehr nach London sorgte 2026 somit für einen deutlichen Zuschaueranstieg gegenüber Texas, erreichte jedoch nicht mehr das Niveau der beiden vorherigen Wembley-Veranstaltungen.
All In zählt trotzdem zu den größten Wrestling-Shows des Jahres
Trotz des Rückgangs bleibt die Größenordnung der Veranstaltung bemerkenswert. Legt man für einen möglichst einheitlichen Vergleich die WrestleTix-Schätzungen der verteilten Tickets zugrunde, ist All In London mit 46.987 Tickets weiterhin die drittgrößte Wrestling-Veranstaltung des bisherigen Jahres 2026.
Lediglich die beiden Abende von WWE WrestleMania in Las Vegas lagen mit geschätzten 50.081 bzw. 52.011 verkauften Tickets darüber. Die beiden SummerSlam-Abende im August kamen hingegen nur auf etwa 35.654 bzw. 34.216 Tickets und lagen damit deutlich unter „All In”.

Das Problem ist das Stadion selbst. Man hat nach den Jahren gesehen, dass man als Zuschauer auf 90% der Plätze nichts sehen kann. Außer man guckt ständig auf den Bildschirm. Egal wo ich im Wembley saß, von allen besuchten Shows war es meine schlechteste Sicht gewesen und das schreckt ab. Von daher kommt bitte in die O2 Arena!
Man könnte auch Länder nehmen, die nicht unbedingt USA, Amerika oder Kanada heißen. All-in im Signal Iduna Park in Dortmund hätte was. Oder im Stadion in Barcelona oder Mailand.
Äh… dies war doch hier der Fall. Das Wembley Stadion ist seit jeher in England. Und England ist weder USA, Amerika oder Kanada!
Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien…
Hat denn jemand, außer Extremfans, wirklich geglaubt, dass die Zuschauerzahlen so hoch wie am Anfang bleiben?
Manche Venues verstehe ich sowieso nicht. Warum fixiert man sich auf so ein riesiges Stadion, wenn im Vorfeld klar ist, dass man es nicht mal ansatzweise voll bekommt? Ähnlich ist es bei WWE und WM zwei Jahre in Folge in Las Vegas. Ist doch klar, dass die Menschen, die in der Nähe von Las Vegas leben sich bei den Preisen keine WM zwei mal „gönnen“. Klar, WWE und AEW kriegen ein ordentliches Handgeld, damit die Veranstaltungen da stattfinden, aber bei all dem Geld schadet es dem Ansehen doch enorm, wenn die Stadien nur halb voll sind. Am Ende rächt sich das.
Stimmung im Stadion war super und freie Plätze waren tatsächlich die ganzen oberen Ränge. Unten war es voll und das hat auch die Stimmung ausgemacht. 90k ist eh utopisch, weil man dann den Kamera Bereich freiräumen müsste und die Stage verkleinern. usw
Mir als ZUuschauerin war es egal, ob 41k oder 45 oder 30k oder gar 50k. Die Stimmung und das Erlebnis war einmalig.
so siehts aus. Gibt leider immer Leute die Stimmung machen wollen. zu viel Chips zu wenig Sport. ^^ Einfach ignorieren. Denke mal 2027 wird man was in den USA machen, bestimmt New York oder so und 2028 evtl. wieder Wembley. 40k+ würden es wohl wieder werden.