Hinter den Kulissen hat sich bei Tyler Breeze offenbar mehr verändert, als zuletzt öffentlich bekannt war. Neue Aussagen des ehemaligen WWE-Stars bringen nun über seine aktuelle Situation Licht ins Dunkel und eröffnen zugleich spannende Perspektiven für seine weitere Karriere.
Tyler Breeze bestätigt Ende seines WWE-Vertrags
Tyler Breeze steht nicht länger bei WWE unter Vertrag. Der 38-Jährige stellte seinen aktuellen Status am 1. September 2026 in den sozialen Medien klar, nachdem ein Fan behauptet hatte, Breeze sei weiterhin an das Unternehmen gebunden. Zunächst widersprach er dieser Darstellung knapp, ehe er wenig später noch eindeutiger erklärte, dass er zuvor tatsächlich einen Vertrag mit WWE besessen habe, dies inzwischen jedoch nicht mehr der Fall sei.
Damit endet zumindest vorerst eine ungewöhnliche zweite Phase seiner Zusammenarbeit mit WWE. Breeze war im Juni 2021 im Zuge damaliger Entlassungen aus seinem ursprünglichen Wrestlervertrag entlassen worden, blieb dem Unternehmen jedoch weiterhin verbunden. Später arbeitete er unter anderem als Gasttrainer im WWE Performance Center und kehrte zu UpUpDownDown zurück, dem von Austin Creed, bei WWE besser bekannt als Xavier Woods, aufgebauten Gaming-Kanal.
Seine spätere Tätigkeit ging allerdings deutlich über einzelne Auftritte hinaus. Breeze erklärte Anfang 2026 selbst, dass er bei WWE verschiedene Aufgaben übernommen habe. Neben UpUpDownDown gehörten dazu WWE-2K-Promotion, Fanatics-Livestreams und zeitweise auch kreative Arbeiten für NXT. POST Wrestling berichtet zudem, dass Breeze 2025 als Writer für die Entwicklungsbrand tätig war. Sein damaliger Vertrag war somit kein klassischer Vollzeit-Wrestlervertrag.
Auch im Ring tauchte Breeze während dieser Zeit noch einmal bei WWE auf. Bei NXT Homecoming im September 2025 kehrte „Prince Pretty“ überraschend ins WWE-TV zurück und forderte Ethan Page um die NXT North American Championship heraus. Das Match blieb bislang sein einziger WWE-Kampf während dieser zweiten Zusammenarbeit.
Breeze äußert offen Interesse an AEW
Besonders interessant wurde die Diskussion, als Breeze anschließend gefragt wurde, ob für ihn ein Wechsel zu AEW infrage komme. Seine Antwort ließ kaum Raum für Zweifel an seinem grundsätzlichen Interesse. Er erklärte, dass er gerne Teil von AEW wäre.
Dabei handelt es sich bislang ausschließlich um eine öffentliche Interessenbekundung. Es gibt derzeit keine belastbaren Hinweise darauf, dass Breeze bereits mit AEW verhandelt, Tony Khan ihm ein Vertragsangebot unterbreitet hat oder ein Debüt vorbereitet wird. Seine Aussagen zeigen jedoch erstmals eindeutig, dass er einem Engagement bei der Konkurrenz von WWE offen gegenübersteht.
Der Zeitpunkt fällt dabei besonders auf. Nur wenige Tage zuvor feierten Austin Creed und Kofi bei AEW All In London ihr Debüt als The New Level. Im Zuge der Reaktionen auf Creeds Wechsel wurde in den sozialen Medien auch über eine mögliche Wiedervereinigung von „Da Party“ gesprochen, jener bei Wrestling-Fans beliebten Gaming-Gruppe aus Austin Creed, Tyler Breeze, Adam Cole und Claudio Castagnoli.
Genau diese Diskussion führte letztlich auch zu Fragen nach Breezes WWE‑Vertragsstatus. Mit Creed, Cole und Castagnoli befinden sich inzwischen mehrere seiner langjährigen Weggefährten bei AEW.
Eine weitere Besonderheit betrifft seinen Ringnamen. Im Rahmen der Diskussion machte Breeze ebenfalls deutlich, dass die WWE die Rechte am Namen „Tyler Breeze“ besitzt. Sollte er tatsächlich irgendwann zu AEW wechseln, müsste deshalb zunächst geklärt werden, unter welchem Namen er dort auftreten könnte.
Seine Haltung zur eigenen Wrestling-Zukunft hat sich nicht geändert
Breeze hatte bereits Ende 2025 deutlich gemacht, dass seine aktive Wrestling-Karriere keineswegs beendet sei. In einem Interview erklärte er damals, für eine umfangreichere WWE-Rückkehr offen zu sein, sofern das Unternehmen mit einer passenden Idee auf ihn zukommen sollte. Er betonte gleichzeitig, weiterhin aktiv im Ring zu stehen und außerhalb von WWE‑Matches zu bestreiten.
Auch Anfang 2026 beschrieb er seine damalige Position bei WWE als vielseitig und ließ erkennen, dass er gerne weitere Matches für NXT bestritten hätte. Aus heutiger Sicht zeigt sich allerdings, dass sich die Voraussetzungen inzwischen grundlegend verändert haben. Während eine größere WWE-In-Ring-Rolle damals noch eine realistische Möglichkeit innerhalb seines bestehenden Vertragsverhältnisses darstellte, ist Breeze heute Free Agent und kann seine nächsten Schritte unabhängig planen.
Der frühere NXT-Star ist weiterhin in der Independent-Szene aktiv und trat zuletzt unter anderem für Promotions wie MCW, AIW und A1 an. Gleichzeitig betreibt er gemeinsam mit dem aktuellen WWE-NXT-Star Shawn Spears die Flatbacks Wrestling School in Florida und arbeitet dort an der Ausbildung neuer Talente.
Damit unterscheidet sich Breezes Situation deutlich von einem klassischen Karriereende. Er steht weiterhin im Ring, arbeitet als Trainer und besitzt nach vielen Jahren bei WWE einen bekannten Namen innerhalb der Wrestling-Szene. Seine jüngsten Aussagen machen deutlich, dass er sich dabei keineswegs ausschließlich eine Rückkehr zu seinem früheren Arbeitgeber vorstellen kann.
AEW wäre für Breeze heute eine ganz andere Option als noch vor einigen Jahren
Bemerkenswert ist zudem, wie sehr sich Breezes Haltung gegenüber AEW im Laufe der Zeit verändert hat. Bereits 2021 war er nach seiner WWE-Entlassung auf einen möglichen Wechsel angesprochen worden. Damals erklärte er noch, dass für ihn nicht der richtige Zeitpunkt gekommen sei, sich AEW anzuschließen. Fünf Jahre später fällt seine Antwort wesentlich eindeutiger aus.

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