Michael Cole schildert dramatischen Bergunfall: Nur wenige Zentimeter fehlten zur Katastrophe

Michael Cole steht mit dem Mikrofon der WWE im Ring
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Michael Cole ist seit Jahrzehnten als Stimme zahlreicher WWE-Shows bekannt, doch abseits des Kommentatorenpults erlebte der 57-Jährige einen Moment, der sein Leben beinahe schlagartig beendet hätte. Im „What’s Your Story?“ Podcast mit Stephanie McMahon berichtete Cole ausführlich von einem schweren Bergunfall am Grand Teton. Während des Abstiegs kam er nach einem Sturz nur wenige Zentimeter vor einem rund 600 Meter tiefen Abgrund zum Stillstand.

Der Grand Teton im US-Bundesstaat Wyoming erreicht eine Höhe von etwa 4.200 Metern und stellt Bergsteiger besonders im Bereich des Gipfels vor anspruchsvolle technische Passagen. Cole hatte bereits einen früheren Versuch abbrechen müssen, bevor ihm bei seinem zweiten Anlauf der Aufstieg bis zum Gipfel gelang. Von dort konnte er sogar per FaceTime Kontakt zu seiner Ehefrau aufnehmen.

Die Freude über den erfolgreichen Aufstieg währte jedoch nur kurz. Sein Bergführer machte der Gruppe deutlich, dass der gefährlichste Teil der Tour noch bevorstand. Gerade beim Abstieg lasse die Konzentration häufig nach, weil Bergsteiger nach dem Erreichen des Gipfels glaubten, die größte Herausforderung bereits überstanden zu haben. Tatsächlich sei der Weg zurück ins Tal jedoch oftmals schwieriger und riskanter als der Aufstieg.

Ein Ausrutscher führte zum lebensgefährlichen Sturz

Auf dem Rückweg musste sich die Gruppe zunächst rund 26 Meter an einer Felswand abseilen. Cole ging als Erster hinunter und erreichte die vorgesehene Landefläche. Dort wollte er das Seil von seinem Klettergurt lösen, damit es für die weiteren Teilnehmer wieder nach oben gezogen werden konnte.

Weil die Verbindung ungewöhnlich fest saß, versuchte Cole, das Seil mit größerem Kraftaufwand zu lösen. In diesem Moment rutschte sein Stiefel auf einem vereisten Stein weg. Der WWE-Kommentator verlor den Halt und überschlug sich nach eigener Darstellung rund 17 bis 18 Meter den Berg hinunter.

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Erst unmittelbar vor einer tiefen Felskante kam Cole zum Stillstand. Hinter ihm befand sich ein Abgrund von ungefähr 2.000 Fuß, was mehr als 600 Metern entspricht. Cole schilderte, dass ihn nur wenige Zentimeter von einem tödlichen Absturz trennten. Obwohl er einen Helm getragen hatte, war er nach dem Sturz zunächst benommen und stand unter Schock.

Hinzu kamen starke Schmerzen im Knöchel. Cole ging zunächst davon aus, dass er sich bei dem Unfall einen Bruch zugezogen hatte. Während er am Boden saß, wurde ihm zugleich bewusst, wie knapp er dem Tod entgangen war und welche Nachricht seine Familie bei einem anderen Ausgang der Situation erreicht hätte.

Michael Cole musste trotz seiner Verletzung weitergehen

Der Bergführer untersuchte Coles Fuß und erklärte ihm die verfügbaren Möglichkeiten. Eine Rettung per Hubschrauber wäre kostspielig gewesen und hätte wegen der schwierigen Wetterbedingungen möglicherweise bis zu zwei Tage auf sich warten lassen. Die Alternative bestand darin, den langen Abstieg trotz der Verletzung aus eigener Kraft fortzusetzen.

Cole entschied sich für den beschwerlichen Rückweg zum Basislager. Die größte Gefahr war damit jedoch noch nicht überwunden. Auf dem weiteren Weg musste er gemeinsam mit einem Begleiter eine schmale Passage an einer steilen Felswand überqueren. Der Bergführer befand sich oberhalb der beiden Männer und hatte das Sicherungsseil um einen großen Felsen gelegt.

Aufgrund seines verletzten Knöchels konnte Cole sein Gewicht kaum auf das linke Bein verlagern. Ein erneuter Ausrutscher hätte deshalb nicht nur ihn selbst gefährdet. Durch die gemeinsame Sicherung bestand das Risiko, dass er seinen Begleiter und möglicherweise auch den Bergführer mit in die Tiefe gezogen hätte. Cole bezeichnete diese rund 20 Minuten als die intensivste Phase seines Lebens.

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Nachdem die gefährliche Passage überwunden war, setzte Cole den langen Abstieg fort. Da er seinen verletzten Fuß kaum noch belasten oder richtig anheben konnte, zog er ihn beim Gehen teilweise über den Boden. Im Basislager wurde der Knöchel schließlich stabilisiert und verbunden. Später stellte sich heraus, dass kein Knochen gebrochen war. Cole hatte jedoch eine schwere Verstauchung erlitten, die seine Bewegungsfähigkeit deutlich einschränkte.

Der genaue Zeitpunkt des Unfalls bleibt offen

Im Gespräch verriet Cole nicht, wann sich der Zwischenfall ereignete. Es handelt sich jedoch um ein zurückliegendes Erlebnis und nicht um einen kürzlich geschehenen Unfall. Bereits Jahre zuvor hatte der WWE-Kommentator öffentlich über seine Begeisterung für das Bergsteigen und einen gescheiterten ersten Versuch am Grand Teton gesprochen.

Für Michael Cole blieb die Besteigung damit nicht nur wegen des erreichten Gipfels in Erinnerung. Er kehrte auch mit dem Bewusstsein zurück, nur um wenige Zentimeter einer Katastrophe entgangen zu sein.

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