Im „Insight“-Podcast gewährte Finn Bálor abseits der großen Schlagzeilen spannende Einblicke in seine Karriere. Er sprach über eine unvergessliche Demon-Panne, ein nie verwirklichtes Wunschmatch gegen Bray Wyatt und verriet, warum er sich mit 44 Jahren in besserer körperlicher Verfassung sieht als in seinen 30ern.
Die Demon-Schminke, eine Hochzeit und der fehlende Entferner
Wer Finn Bálor schon einmal als Demon gesehen hat, weiß, wie aufwendig die Körperbemalung ist. Was viele allerdings nicht wissen: Die spezielle, alkoholbasierte Farbe lässt sich nicht einfach mit Wasser oder Seife entfernen, sondern benötigt einen speziellen Entferner. Genau das wurde Bálor während seiner Zeit bei NXT auf unangenehme Weise bewusst.
Damals stand im WWE Performance Center in Florida ein Fotoshooting an. Das Make-up-Team bemalte ihn von Kopf bis Fuß als Demon, das Shooting verlief planmäßig und anschließend reiste das Team wieder ab. Dabei wurde jedoch der spezielle Entferner für die Schminke vergessen. Bálor stand komplett bemalt vor dem Spiegel und hatte keine Möglichkeit, die Farbe vollständig zu entfernen.
Unter normalen Umständen wäre das lediglich ein ärgerliches Missgeschick gewesen. An diesem Tag kam jedoch erschwerend hinzu, dass Bálor direkt nach Irland fliegen musste, weil seine Schwester heiratete. Er versuchte alles, um die Schminke zu entfernen, doch trotz aller Bemühungen blieben deutliche Reste der Demon-Bemalung in seinem Gesicht sichtbar.
So trat er schließlich die Reise zur Hochzeit seiner Schwester mit den verbliebenen Farbresten an. Was als professionelles Fotoshooting begonnen hatte, wurde am Ende zu einer unvergesslichen Familiengeschichte.
Das Match gegen Bray Wyatt, das nie stattfand
Laut eigener Aussage gibt es von allen großen Matches, die Bálor in seiner Karriere bestritten hat, genau eines, das ihm bis heute fehlt. Geplant war ein Duell zwischen seinem Demon-Charakter und Bray Wyatt, der damals als Sister Abigail in Erscheinung treten sollte. Damit hätten sich zwei übernatürlich inszenierte Figuren gegenübergestanden. Kurz vor der geplanten Umsetzung erkrankte Wyatt jedoch, sodass das Match abgesagt und durch eine andere Begegnung ersetzt werden musste.
Rückblickend beschreibt Bálor seine Karriere dennoch als sehr erfüllend. Er habe nahezu alle Matches bestreiten können, die er sich jemals gewünscht habe. Das geplante Demon gegen Sister Abigail Match sei jedoch die große Ausnahme geblieben. Für ihn wäre es ein perfektes Duell zweier außergewöhnlicher Charaktere gewesen, weshalb ihn der Gedanke daran bis heute begleitet.
CM Punk wollte das Match in Belfast
Ein weiteres interessantes Detail aus dem Interview betrifft das Match zwischen Finn Bálor und CM Punk, das Anfang 2026 in Belfast, Nordirland, stattfand. Nach Bálors Einschätzung war es vermutlich CM Punk selbst, der die Idee hatte, das Match ausgerechnet in Belfast auszutragen.
Da Belfast Bálors Heimatstadt ist, hatte dieser Auftritt für ihn eine ganz besondere emotionale Bedeutung. Dass Punk sich offenbar dafür eingesetzt hatte, das Match dort stattfinden zu lassen, machte diesen Moment für Bálor noch besonderer.
Mit 44 Jahren fitter als mit 30
Besonders überraschend fiel Bálors Einschätzung seiner aktuellen körperlichen Verfassung aus. Mit inzwischen 44 Jahren fühle er sich besser als in seinen 30ern. Dabei, so betonte er, handle es sich keineswegs um eine beschönigende Selbsteinschätzung, sondern um seine ehrliche Überzeugung.
Den Wendepunkt führt Bálor auf eine Veränderung seiner Ernährung zurück. Zwischen 2010 und 2022 ernährte er sich nahezu vollständig ohne Kohlenhydrate und folgte damit über viele Jahre einer fast ketogenen Ernährungsweise. Zu diesem Schritt hatte ihm einst ein Freund aus seiner Zeit bei New Japan Pro Wrestling geraten.
Erst auf Empfehlung seines engen Freundes Chad Gable änderte er seine Ernährung wieder und nahm Kohlenhydrate bewusst in seinen Speiseplan auf. Die positiven Auswirkungen auf seine Energie, seine Regeneration und seine allgemeine Leistungsfähigkeit hätten ihn selbst überrascht.
Gleichzeitig habe sich auch seine Einstellung zum Wrestling verändert. Während er in jüngeren Jahren häufig das Gefühl gehabt habe, gegen seinen eigenen Körper anzukämpfen, gehe er heute deutlich bewusster mit Training, Ernährung und Erholung um. Dadurch falle ihm vieles leichter als früher.

Demon vs fiend wär geil geworden ja. Ein weiteres Bret Hart vs Kurt Angle oder beast Lesnar vs animal Batista