Cody Rhodes hat im Gespräch mit Ariel Helwani einen bislang unbekannten Vorfall aus der Zeit vor WrestleMania 42 geschildert. Der Undisputed WWE Champion gab offen zu, dass er hinter den Kulissen kurzzeitig die Beherrschung verlor.
Gleichzeitig erklärte er, warum ihn dieser Moment zum Nachdenken brachte, welche Lehren er daraus zog und weshalb ihn eine kreative Führungsrolle innerhalb der WWE eines Tages reizen würde.
Cody Rhodes blickt stolz auf WrestleMania 42 zurück
Zunächst sprach Rhodes darüber, wie zufrieden er mit seinem eigenen Auftreten am Abend von WrestleMania 42 gewesen sei. Trotz des enormen Drucks habe er sich so ruhig gefühlt wie nie zuvor bei einer WrestleMania. Obwohl zahlreiche neue Herausforderungen auf ihn gewartet hätten, habe er sich während des gesamten Abends voll auf seine Aufgabe konzentriert.
Rhodes erklärte, dass er dabei immer wieder an seinen Vater Dusty Rhodes und an Triple H gedacht habe. Er habe sich gefragt, wie beide in einer solchen Situation gehandelt hätten. Im Main Event stand er Randy Orton gegenüber, mit dem ihn inzwischen fast 20 Jahre gemeinsamer Wrestling-Geschichte verbinden. Gleichzeitig gehörten mit Pat McAfee und Musikstar Jelly Roll weitere prominente Persönlichkeiten zur Veranstaltung. Für Rhodes sei es das wichtigste Ziel gewesen, gemeinsam mit allen Beteiligten die bestmögliche Show auf die Beine zu stellen.
Backstage verlor Rhodes kurzzeitig die Beherrschung
Ganz anders verlief jedoch die Zeit in den Wochen vor WrestleMania 42. Auf Nachfrage von Ariel Helwani verriet Rhodes erstmals, dass er hinter den Kulissen einmal die Beherrschung verloren habe. Er zeigte sich selbst überrascht, dass dieser Vorfall nie an die Öffentlichkeit gelangte, obwohl Ereignisse aus dem WWE-Backstagebereich häufig schnell bekannt werden.
Rhodes stellte jedoch klar, dass sein Wutausbruch vergleichsweise harmlos gewesen sei. Er habe laut geflucht, sich über die Situation geärgert und einige Wasserflaschen umgeworfen. Körperlich sei er dabei niemandem gegenüber geworden.
Ein ruhiger Moment brachte ihn zum Umdenken
Entscheidend war für Rhodes nicht der Wutausbruch selbst, sondern das, was kurze Zeit später geschah. Als er allein in seinem Tourbus saß, wurde ihm bewusst, dass ein solches Verhalten nicht mehr zu der Rolle passe, die er innerhalb der WWE übernehmen möchte. Wer Verantwortung trage und eine Führungsfigur sein wolle, müsse Probleme lösen, anstatt sich von seinen Emotionen leiten zu lassen.
Nach eigener Aussage erkannte er in diesem Moment, dass er über solche Reaktionen inzwischen hinausgewachsen sein müsse.
Ein Schimpfwort brachte das Fass zum Überlaufen
Rhodes erklärte außerdem, wodurch sein Ärger überhaupt ausgelöst worden war. Er vermutet, dass während einer Live-Ausgabe der WWE im Ring ein Schimpfwort gefallen sei. Gerade bei solchen Situationen reagiere er sehr sensibel, da ihm wichtig sei, dass die WWE ein familienfreundliches Produkt bleibe.
Nach seiner Ansicht hätten solche Ausdrücke in einer WWE-Show keinen Platz. Wenn während einer Live-Übertragung ein Schimpfwort zu hören sei, müsse der amerikanische TV-Feed unterbrochen oder stummgeschaltet werden. Dadurch würden Zuschauer einen Teil der Show verpassen. Außerdem seien viele Kinder in der Arena und vor den Fernsehgeräten, deren erste Begegnung mit solchen Ausdrücken seiner Meinung nach nicht im WWE-Programm stattfinden sollte.
Triple H habe den schwierigsten Job im Wrestling
Der Vorfall brachte Rhodes auch dazu, über Triple H und dessen Arbeit als WWE Chief Content Officer nachzudenken. Er erklärte, dass es in der Geschichte des Wrestlings noch nie einen Booker gegeben habe, der dauerhaft von allen Fans geliebt und respektiert worden sei. Gerade deshalb sei Triple Hs Aufgabe aus seiner Sicht die schwierigste im gesamten Wrestling-Geschäft. Rhodes ist überzeugt, dass derzeit niemand diese Position besser ausfüllen könne.
Eine kreative Führungsrolle reizt Cody Rhodes
Gleichzeitig machte Rhodes deutlich, dass ihn eine solche Position eines Tages selbst interessieren würde. Dieses Interesse habe sich bereits in seiner Kindheit entwickelt, als sein Vater Dusty Rhodes gleichzeitig als Wrestler und Booker tätig gewesen sei. Später sei dieser Wunsch während seiner Zeit als Executive Vice President außerhalb der WWE noch stärker geworden.
Rhodes erklärte offen, dass es nicht ehrlich wäre, zu behaupten, ihn interessiere eine solche Aufgabe nicht. Gleichzeitig habe ihm der Vorfall vor WrestleMania 42 gezeigt, dass er auf dem Weg dorthin noch an sich arbeiten müsse. Wer später einmal eine kreative Führungsrolle übernehmen wolle, müsse auch in schwierigen Situationen jederzeit die Kontrolle über seine Emotionen behalten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar