Jim Ross: Gehirnoperation terminiert – und deutliche Kritik am kreativen WWE Team

Jim Ross erhebt seinen Finger in einer leeren Arena und blickt dabei in die Kamera
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Jim Ross hat sich in der neuesten Ausgabe seines Podcasts Grilling JR erstmals nach seiner längeren Auszeit ausführlich zu Wort gemeldet. Dabei sprach der WWE Hall of Famer nicht nur über seinen Gesundheitszustand und die bevorstehende Gehirnoperation, sondern äußerte auch deutliche Kritik an der aktuellen kreativen Ausrichtung der WWE.

Nach rund 40 Tagen im Krankenhaus steht die Operation bevor

Der Weg bis zur geplanten Operation war für Ross lang und belastend. Auslöser seines Krankenhausaufenthalts waren zwei schwere Stürze. Den ersten erlitt er noch vor seiner Reise zum AEW-Pay-per-View Double or Nothing 2026, den zweiten nach seiner Rückkehr. Kurz darauf brach Ross in seinem Zuhause zusammen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Dort stellten die Ärzte fest, dass sich Flüssigkeit in seinem Gehirn angesammelt hatte. Der dadurch entstandene Druck führte zu Gedächtnisproblemen und Gleichgewichtsstörungen. Insgesamt verbrachte Ross rund 40 Tage im Krankenhaus, bevor er schließlich wieder nach Hause entlassen werden konnte.

Inzwischen steht auch der Termin für den notwendigen Eingriff fest. Die Operation soll im August stattfinden, ein genaues Datum nannte Ross jedoch nicht. Dabei wird ein sogenannter Shunt eingesetzt. Dieses Ventil leitet überschüssige Hirnflüssigkeit ab und soll den Druck auf das Gehirn dauerhaft verringern.

Nachdem sein Kardiologe grünes Licht gegeben hat, blickt Ross der Operation optimistisch entgegen. Er erklärte, dass er bereit für den Eingriff sei und froh darüber sei, endlich Gewissheit zu haben. Nach aktuellem Stand rechnet er mit einem Krankenhausaufenthalt von lediglich zwei Tagen.

Auf die Frage, wie es ihm nach der Rückkehr nach Hause gehe, erklärte Ross, dass sich sein Zustand jeden Tag ein wenig verbessere. Sein Gleichgewicht sei zwar noch nicht vollständig wiederhergestellt, dennoch sei er vor allem dankbar, dass die Ursache seiner Beschwerden gefunden wurde und er weiterhin am Leben sei.

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Die gesundheitlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre machen deutlich, wie schwer diese Situation für den 74-Jährigen ist. Erst im Mai 2025 besiegte Ross erfolgreich Darmkrebs. Zuvor hatte er bereits Hautkrebs überwunden und im Laufe seiner Karriere mehrere Bell’s-Palsy-Attacken erlitten.

Trotz all dieser Rückschläge verliert er seinen Humor nicht. Als Podcast-Moderator Conrad Thompson scherzhaft fragte, was die Ärzte wohl in seinem Gehirn finden würden, antwortete Ross trocken, dass sie dort vermutlich nicht besonders viel entdecken würden.

Ob Ross trotz der bevorstehenden Operation wie geplant beim WrestleCon vom 31. Juli bis 2. August in Minneapolis auftreten kann, ist derzeit noch unklar. Nach Angaben von WrestleZone sowie F4W/WON ist sein Auftritt zwar weiterhin vorgesehen, allerdings mit dem Hinweis „fingers crossed“. Auch sein langjähriger WWE-Kommentatorenpartner Jerry Lawler wird dort als Gast erwartet.

Jim Ross vermisst den einen großen Superstar

Neben seinem Gesundheitsupdate sprach Ross auch über die aktuelle Situation der WWE. Anlass war die Diskussion über die Ticketverkäufe für den SummerSlam 2026 in Minneapolis, die nicht so optimal verlaufen – wir berichteten. Für Ross liegt die Ursache dafür jedoch nicht an den Talenten des aktuellen Rosters.

Seiner Ansicht nach verfügt WWE über zahlreiche hervorragende Wrestler, jedoch fehle derzeit ein Superstar, der allein durch seine Präsenz Zuschauer in die Hallen ziehe. Ross verwies auf frühere Boom-Phasen der Wrestling-Geschichte, die von außergewöhnlichen Persönlichkeiten wie Hulk Hogan, Steve Austin oder John Cena geprägt worden seien. Diese Stars seien weit über das Wrestling hinaus Gesprächsthema gewesen und hätten maßgeblich zum Geschäftserfolg beigetragen.

Auch wenn Ross Roman Reigns, CM Punk und Cody Rhodes als wichtige Namen innerhalb der WWE anerkennt, sieht er aktuell keinen Performer, der diese besondere Ausstrahlung und Zugkraft besitzt. Nach seiner Einschätzung liegt das Problem jedoch nicht bei den Talenten selbst.

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Ross sieht das kreative WWE Team in der Verantwortung

Die Verantwortung sieht Ross vielmehr beim kreativen WWE Team. Er erklärte, dass Wrestler keine echten Attraktionen werden könnten, wenn sie in einer Woche im Fernsehen eine wichtige Rolle spielten und in der darauffolgenden Woche kaum noch präsent seien.

Um einen Superstar aufzubauen, brauche es Kontinuität, klare langfristige Pläne und das Vertrauen, einen Wrestler konsequent über einen längeren Zeitraum hinweg in den Mittelpunkt zu stellen.

Ross betonte, dass Wrestling schon immer ein Geschäft gewesen sei, das von großen Attraktionen lebe. Solche Stars entstünden jedoch nicht innerhalb weniger Wochen, sondern müssten über Monate hinweg konsequent aufgebaut werden.

Abschließend stellte Ross noch einmal klar, dass seine Kritik ausdrücklich nicht gegen den WWE-Kader gerichtet sei. Aus seiner Sicht verfügt die Company über genügend talentierte Wrestler.

Entscheidend sei vielmehr, ob das kreative Team bereit sei, einzelne Talente konsequent zu fördern und langfristig so aufzubauen, dass sie zu echten Publikumsmagneten werden. Genau dort sieht Ross derzeit den größten Verbesserungsbedarf.

2 Kommentare

  1. J.R hat komplett recht mit seiner Aussage betreffend Talenten & Kreativeteam, das Problem ist nur, daß TKO dies völlig egal ist & HHH nicht den Einfluss hat dies entsprechend zu ändern. In 2-5 Jahren verkauft TKO den Laden wieder, weil dann ist die Kuh – WWE gemolken und nicht mehr interessant. Traurig, aber die WWE vernichtet sich seit Jahren selber – nur meine Meinung.

  2. JR macht es nicht mehr lange leider, ich gebe ihn höchstens 5 Jahre dann ist Feierabend

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