Die WWE-TV-Quoten der letzten Juniwoche zeichnen ein gemischtes Bild. SmackDown konnte bei den Gesamtzuschauern leicht zulegen, verlor jedoch in der werberelevanten Zielgruppe. RAW hielt das Niveau der Vorwoche, blieb aber erneut unter der Marke von 2,5 Millionen Streams.
Den größten Rückschlag musste NXT hinnehmen: Nach dem Great American Bash gingen sowohl die Zuschauerzahlen als auch die Werte in der 18- bis 49-Zielgruppe deutlich zurück – obwohl es in der Primetime keine direkte Konkurrenz durch die Fußball-Weltmeisterschaft gab.
SmackDown (26. Juni): Platz drei im Kabelranking
Die SmackDown-Ausgabe vom 26. Juni wurde bereits am 23. Juni in London aufgezeichnet und drei Tage später ausgestrahlt. Nach Angaben von Programming Insider schalteten durchschnittlich 1,20 Millionen Zuschauer ein. Damit verbesserte sich die Show leicht gegenüber der Vorwoche mit 1,19 Millionen Zuschauern und lag rund zehn Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen vier Wochen. Im Kabelranking belegte SmackDown damit den dritten Platz unter allen Sendungen des Abends.
Weniger positiv entwickelte sich die werberelevante Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen. Die Demo-Note fiel von 0,25 auf 0,22 und lag damit unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Wochen.
Auch der Blick auf den Jahresvergleich zeigt, dass die Zahlen weiterhin unter dem Vorjahresniveau liegen. Im Vergleich zum Juni 2025 verlor SmackDown rund 22 Prozent seiner Gesamtzuschauer und 43 Prozent in der 18- bis 49-Demo.
Inhaltlich standen unter anderem das Match zwischen Jade Cargill und Chelsea Green, ein Auftritt von Paige sowie Rey Fenix im Mittelpunkt, der seine AAA World Cruiserweight Championship gegen Nathan Frazer erfolgreich verteidigte. Ab der Ausgabe vom 3. Juli kehrt SmackDown außerdem wieder dauerhaft zum zweistündigen Format zurück.
RAW (29. Juni): Stabile Zahlen, aber weiter unter der Bestmarke
RAW wurde am 29. Juni ausnahmsweise bereits um 18 Uhr Ortszeit (hierzulande Mitternacht) ausgestrahlt, da im Anschluss SmackDown aufgezeichnet wurde. Laut den von Wrestlenomics ausgewerteten Netflix-Daten erreichte die Ausgabe innerhalb der ersten sieben Tage 2,3 Millionen Streams. Damit blieb RAW exakt auf dem Niveau der Vorwoche, lag jedoch weiterhin unter den 2,4 Millionen Streams vom 15. Juni. Die Marke von 2,5 Millionen Streams wurde zuletzt am 25. Mai überschritten.
Im weltweiten Netflix-Ranking belegte RAW Platz sieben unter den englischsprachigen TV-Produktionen der Woche. In den USA reichte es für Rang sechs. Beide Platzierungen fielen etwas schwächer aus als in der Vorwoche, als RAW weltweit noch Rang vier und in den USA Rang fünf erreicht hatte.
Die Spitzenplätze in den US-Charts gingen an die Serien „Worst Neighbor Ever“, „I Will Find You“ sowie die zweite Staffel von „Avatar: The Last Airbender“.
Inhaltlich stand die Ausgabe ganz im Zeichen des SummerSlam-Aufbaus. Brock Lesnar forderte King of the Ring Sieger Oba Femi zu einem Hell in a Cell Match heraus. Seth Rollins konfrontierte Roman Reigns und erhielt dessen Zusage für ein World Heavyweight Championship Match beim SummerSlam. Außerdem setzte sich Women’s World Champion Liv Morgan im Duell mit Queen of the Ring Siegerin IYO SKY durch.
NXT (30. Juni): Deutlicher Rückgang nach dem Great American Bash
Eine Woche vor dem Great American Bash hatte NXT noch den drittbesten Zuschauerwert des Jahres erreicht. Direkt nach dem Premium-Live-Event folgte jedoch ein spürbarer Rückgang. Laut Wrestlenomics und Programming Insider schalteten am 30. Juni durchschnittlich 592.000 Zuschauer ein. Das entspricht einem Minus von elf Prozent gegenüber der Vorwoche.
Noch stärker fiel der Einbruch in der werberelevanten Zielgruppe aus. Die 18- bis 49-Demo sank um 36 Prozent auf lediglich 0,07 und verzeichnete damit den deutlichsten Rückgang aller WWE-Wochenshows.
Bemerkenswert ist dabei, dass sich der Rückgang kaum mit der Fußball-Weltmeisterschaft erklären lässt. Das Spiel zwischen Mexiko und Ecuador begann aufgrund einer wetterbedingten Verzögerung erst um 22 Uhr Ortszeit und lief damit erst nach dem Großteil der NXT-Ausstrahlung. Die übrigen WM-Partien fanden bereits früher am Tag statt, sodass NXT während der Primetime praktisch keine direkte Konkurrenz durch die Weltmeisterschaft hatte.
Auch langfristig zeigt sich bei NXT ein negativer Trend. Im Vergleich zum Juni 2025 gingen die Gesamtzuschauer um 15 Prozent zurück, während die Werte in der 18- bis 49-Demo sogar um 44 Prozent sanken.

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