Eric Bischoff äußert Zweifel an den nWo-Plänen und hat eine klare Idee für Cody Rhodes

Eric Bischoff mit seiner typischen Finger-Pose
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In aktuellen Ausgaben seines Podcasts „83 Weeks“ hat sich Eric Bischoff zu mehreren Themen geäußert, die in der Wrestling-Welt derzeit für Diskussionen sorgen. Er reagierte auf Berichte über einen geplanten nWo-Reboot in der Corona-Pandemie, verlor beim Thema japanische Inspiration für die nWo die Beherrschung und erklärte, die WWE sei kreativ eingeschlafen und brauche einen Heel-Turn von Cody Rhodes.

nWo-Reboot? Bischoff weiß von nichts

Ausgangspunkt war ein Bericht des ehemaligen WWE-Writers Chris Dunn, der erklärte, es habe während der ThunderDome-Ära 2020 konkrete Pläne für eine neue Version der nWo gegeben. Als mögliche Mitglieder seien Sheamus, Cesaro, Shinsuke Nakamura und Lars Sullivan diskutiert worden. Außerdem sei geplant gewesen, ein legendäres nWo-Mitglied nach Orlando einzufliegen, um die neue Gruppierung einzuführen. Diese Person sei jedoch beim COVID-Test gescheitert. Es sei nicht X-Pac gewesen, betonte Dunn – wir berichteten.

Bischoff erklärte bei 83 Weeks, er habe von all dem nichts gewusst. Sean Waltman habe ihn kontaktiert und gefragt, ob er etwas davon gehört habe. Weder Waltman noch Kevin Nash hätten Kenntnisse von einem solchen Plan gehabt. Da damit die drei noch lebenden zentralen nWo-Mitglieder nichts davon gewusst hätten, erscheine ihm die Geschichte sehr unwahrscheinlich. Es könne sich schlicht um dummen Internet-Unsinn handeln. Kevin Nash bestätigte dies unabhängig von Bischoff auf X: Er, Scott Hall und X-Pac seien praktisch jedes Wochenende zusammen gewesen. Wenn solche Pläne existiert hätten, wären sie dabei gewesen.

Ausraster über den Japan-Vergleich zur nWo

Anlass für einen lauteren Moment in einer weiteren Folge war der Auftritt des Wrestling-Autors Todd Martin, der über den kürzlichen Verkauf von New Japan Pro-Wrestling sprechen sollte. Dabei verglich Martin den Wechsel des Wrestlers Ricky Choshu zwischen verschiedenen Promotions in Japan in den 1980er Jahren mit dem „Outsider-Invasion“-Konzept der nWo. Bischoff ließ diese Idee jedoch sofort fallen. Er erklärte, Martin sei nicht nüchtern, könne nichts mehr sagen und das Segment sei beendet. Als Martin klarstellte, dass er Choshu nicht als direkte Inspiration benannt habe, schimpfte Bischoff weiter, die nWo habe nichts mit Ricky Choshu zu tun.

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Nach Martins Abgang machte Bischoff Dave Meltzer dafür verantwortlich, diese Vergleichserzählung über Jahrzehnte verbreitet zu haben. Für Bischoff lag die eigentliche Magie der nWo woanders: im Timing, im Realismus und in der besonderen Stimmung der Wrestling-Fans 1996, die über keine sozialen Medien verfügten und Scott Hall tatsächlich für einen WWF-Eindringling halten konnten. Er räumte offen ein, die WCW habe diese Verwirrung damals bewusst ausgenutzt.

WWE kreativ eingeschlafen: Cody sollte Heel werden

Kurz vor „Clash in Italy” äußerte sich Bischoff zur kreativen Lage der WWE. Er bezeichnete das aktuelle Produkt als stagnierend: Es sei nicht tot, dümpele aber jede Woche vor sich hin und liefere immer dasselbe. Das sei kein gutes Fernsehen. Gutes Fernsehen entwickle sich hingegen weiter. Er betonte, dass er damit nicht die geschäftliche Leistung der WWE kritisiere, die er nach wie vor als exzellent einschätze. Seine Kritik gelte der fehlenden kreativen Weiterentwicklung.

Als mögliche Lösung nannte er einen Heel-Turn von Cody Rhodes. Er sollte der „Refresh“-Knopf gedrückt werden. Das aktuelle Babyface-Programm von Rhodes sei gut, aber schon sehr lange gut. Er brauche etwas anderes. Ob Cody Interesse daran hat, weiß er nicht. Aber er wäre dafür. Bischoff betonte dabei, dass ein solcher Turn kein abrupter Überraschungsmoment sein solle, sondern sich wie eine natürliche Entwicklung des Charakters anfühlen solle.

Bischoff verwies dabei auch auf den Zeitplan: SummerSlam findet am 1. und 2. August in Minneapolis statt, was noch mehrere Monate Vorlaufzeit bedeutet. Dieses Fenster solle man nutzen. Ein Heel-Turn jetzt würde genug Zeit lassen, um eine neue Storyline organisch aufzubauen, bevor das Publikum beim größten Sommer-PLE des Jahres maximal investiert sei. Genau dafür sei der Zeitpunkt in Bischoffs Augen günstig: nicht für einen abrupten Schritt aus der Not, sondern für einen bewusst geplanten Charakterwechsel, der bis August die nötige Tiefe entwickeln könne.

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