Gunther hat sich im No Contest Wrestling Podcast kurz vor Clash in Italy ausführlich zu mehreren Themen geäußert. Der Österreicher sprach über ein mögliches zukünftiges Programm mit Oba Femi, die bewusste Rückkehr seiner klassischen Entrance Themes und sein Verhältnis zu Paul Heyman.
Oba Femi als zukünftiger Gegner auf Augenhöhe
Gunther bezeichnete Oba Femi als herausragendes Talent und erklärte, dass Femi in kurzer Zeit große Fortschritte gemacht habe. Gleichzeitig bringt ein derart schneller Aufstieg auch Druck und Verantwortung mit sich. Gunther hoffe, dass Femi diesen Weg erfolgreich weitergehe, damit sie sich später auf Augenhöhe begegnen könnten. Ein Match zwischen ihnen wäre laut Gunther besonders interessant, weil Femi ihm körperlich überlegen ist. Er selbst sei zwar groß und ein Schwergewicht, doch Femi sei stärker, jünger und möglicherweise sogar etwas größer.
Gerade deshalb könne es reizvoll sein, Gunther in der ungewohnten Rolle zu sehen, von unten gegen einen physisch dominanteren Gegner arbeiten zu müssen. Der entscheidende Faktor ist jedoch die Erfahrung. Gunther sprach dabei ausdrücklich von der Frage, ob Femi ein 20-minütiges Match gegen einen deutlich erfahreneren Gegner durchhalten könne. Erst wenn Femi diese Erfahrung gesammelt habe, wolle er ihm gegenübertreten.
Femi hatte Gunther seinerseits bereits in einem früheren Interview im „Busted Open Podcast” neben John Cena und Randy Orton als einen seiner Wunschgegner genannt. Am Sonntag stehen beide auf der „WWE Clash in Italy” Card: Gunther trifft auf Cody Rhodes, um den „Undisputed WWE Championship Belt” zu gewinnen, und Oba Femi kämpft gegen Brock Lesnar.
Die Rückkehr der Sinfonie Nr. 9 in e-Moll
Auf die Frage nach seinem Entrance Theme erklärte Gunther, er habe die Rückkehr zu Antonín Dvořáks „Sinfonie Nr. 9 in e-Moll“ selbst gewollt. Das Stück hatte ihn durch seine gesamte NXT-UK-Zeit begleitet, in der er den NXT UK Championship Belt 870 Tage lang hielt. Nach seinem Wechsel in den Main Roster 2022 hatte er auf Def Rebels „Prepare to Fight“ gewechselt.
Er habe das neue Stück gemocht, es habe sich aber zu sehr nach typischer WWE-Musik angehört. Seine Stärke sei immer gewesen, sich von anderen abzuheben, und in diesem Umfeld habe das klassische Stück genau das geleistet: Niemand sonst verwende ein klassisches Werk als Entrance Theme. Zudem habe er es so lange genutzt, dass es Teil seiner Identität geworden sei. Am 17. November 2025 führte er die Sinfonie im Match gegen Je’Von Evans im Rahmen des „The Last Time Is Now Tournament” bei RAW offiziell wieder ein.
Kein „Paul Heyman Guy“ trotz Zusammenarbeit
Zur Frage einer dauerhaften Partnerschaft mit Paul Heyman fiel Gunthers Antwort eindeutig aus: Nein. Heyman sei in der konkreten Situation nützlich gewesen, räumte er ein. Doch die kurze Zeit der Zusammenarbeit habe ihm klargemacht, dass er alleine besser dran sei. Er brauche niemanden, der ihm ins Ohr rede. Er habe während seiner gesamten Karriere immer auf sein Bauchgefühl vertraut, und das sei meistens die richtige Entscheidung gewesen.
Der Hintergrund: Heyman hatte Gunther im Rahmen einer Storyline am 30. März bei RAW darum gebeten, Seth Rollins anzugreifen. Am 6. April bedankte sich Heyman hinter den Kulissen bei ihm und erklärte, er stehe in Gunthers Schuld. Gunther forderte den Gefallen schließlich ein. Heyman nutzte seinen Einfluss, um Gunther zu SmackDown zu transferieren und ihm ein Match um die Undisputed WWE Championship gegen Cody Rhodes bei Clash at the Castle zu verschaffen. Dass daraus keine langfristige Manager-Beziehung wird, passt zu Gunthers Image, dessen Kernwerte Dominanz, Disziplin und Eigenständigkeit sind.

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