Becky Lynch über Triple Hs diskrete Geste, Kampf gegen WWE-Pläne und das improvisierte CM-Punk-Segment

Becky Lynch zeigt sich völlig euphorisch

Passend zu WrestleMania 42 hat Becky Lynch in zwei ausführlichen Interviews seltene Einblicke hinter die Kulissen ihrer Karriere gegeben. Gegenüber Chris Van Vliet und dem Magazin Vulture sprach sie unter anderem über Triple Hs unerwartete Geste während ihrer Auszeit, die Gründe, warum aus drei geplanten Monaten Pause am Ende zehn wurden, ihren entschlossenen Widerstand gegen eine Änderung der Storyline in der Rivalität mit Bianca Belair und die Hintergründe eines der intensivsten und meistdiskutierten Segmente des vergangenen Jahres.

Triple H verlängerte Vertrag während der Auszeit

Dass Becky Lynch zwischen Mai 2024 und April 2025 pausierte, war bekannt. Weniger bekannt war bislang, wie das finanzielle Arrangement in dieser Zeit aussah. Bei „Insight with Chris Van Vliet“ enthüllte Lynch, dass Triple H auf ihre Ankündigung einer Pause mit einem Angebot reagierte, das sie nicht erwartet hatte: „Ich habe zu Hunter gesagt: ‚Hör mal, ich ziehe mich zurück. Ich gehe nirgendwo anders hin, aber ich brauche einfach etwas Zeit.‘ Und er hat das super aufgenommen. Er meinte: ‚Hey, okay, in Ordnung, hör mal, aber lass uns doch einfach deinen Vertrag verlängern, damit du wenigstens dein Gehalt bekommst.‘ Das war einfach so nett von ihm.“

Versprechen, Treue und zehn Monate Abwesenheit

Lynch versicherte Triple H ausdrücklich, dass sie nicht vorhabe, bei einer anderen Wrestling Promotion zu unterschreiben, und scherzte im Interview über das Versprechen, das sie ihm gab: „Also sagte ich: ‚Ich geh nirgendwohin. Ich verspreche es, Kreuzchen-Versprechen.‘ Und er meinte: ‚Ja, aber du kannst genauso gut dafür bezahlt werden, während du es (die Auszeit) machst.‘ Und ich sagte: ‚Oh, na gut.‘ Das war also sehr nett. Und ich dachte, es würde etwa drei Monate dauern. Am Ende waren es etwas mehr als drei Monate. Ich glaube, es waren letztendlich 10 Monate.“

Gründe für die lange Pause

Was als kurzfristige Erholung geplant war, entwickelte sich zu einer deutlich längeren Abwesenheit. Lynch schilderte, dass ihr Terminkalender vor der Pause reguläre Wrestling-Einsätze, die Erziehung ihrer Tochter auf Reisen und die Arbeit an ihrem Buch umfasste. Die Auszeit verschaffte ihr den nötigen Raum und öffnete gleichzeitig neue Türen. Lynch nutzte die Monate für Ausflüge in den Schauspielbereich, darunter einen Auftritt in der Paramount+-Serie „Star Trek: Starfleet Academy“.

Kampf gegen die Triple-Threat-Änderung

Im Gespräch mit Vulture enthüllte Lynch, dass die WWE während ihrer Rivalität mit Bianca Belair erwogen hatte, das geplante Einzelmatch in ein Triple Threat Match umzuwandeln. Lynch lehnte diesen Vorschlag entschieden ab und machte deutlich, dass sie bereit gewesen wäre, dafür zu kämpfen: „Irgendwann wollten sie noch jemanden in den Kampf einbeziehen – quasi ein Triple Threat daraus machen, aber ich sagte: ‚Das passt nicht zur Story.‘ Und das war der Punkt, bei dem ich mich auf keinen Fall hätte beugen lassen. Ich war bereit, dafür zu kämpfen … und zum Glück haben sie es geändert, denn es musste wieder um Bianca gehen.“

Emotionaler Abschluss als dramaturgische Notwendigkeit

Für Lynch war die Entscheidung keine Frage des Egos, sondern eine des Storytellings. Die Geschichte zwischen ihr und Belair hatte eine emotionale Logik, die ein drittes Element aus ihrer Sicht zerstört hätte.

Lynch betonte, dass sie in dieser Angelegenheit keine persönlichen Ambitionen verfolgte, sondern ausschließlich das Wohl der Storyline im Blick hatte. Wäre ein dritter Teilnehmer hinzugekommen, hätte die Geschichte ihren eigentlichen Abschluss nicht finden können.

Aus ihrer Sicht hätte ein solches Match am Ende dazu geführt, dass der Sieg ohne klare emotionale Bedeutung geblieben wäre. Die Rivalität verlangte geradezu danach, dass Bianca Belair als Siegerin hervorging und diesen Moment für sich beanspruchte. Alles andere wäre aus Lynchs Sicht narrativ unvollständig gewesen. Gerade weil sich der tatsächliche Abschluss für sie wie ein rundes und stimmiges Ende anfühlte, war ihr Widerstand gegen die ursprünglich geplante Änderung für sie nicht verhandelbar.

CM-Punk-Segment: Nur der Startpunkt war geplant

Ein weiteres Highlight des Van-Vliet-Interviews war Lynchs Blick hinter die Kulissen des viel diskutierten Ohrfeigen-Segments mit CM Punk bei Raw am 1. September 2025. Das Segment hatte durch seine rohe Intensität für außergewöhnliche Aufmerksamkeit gesorgt, und Lynch bestätigte nun, wie spontan es tatsächlich verlief. Der einzige feste Plan war der Ausgangspunkt: „Das – ihm ordentlich eine zu verpassen. Ich wusste nicht, was ich tun würde. Ich wusste nur, dass ich ihm eine verpassen würde, und was auch immer danach passieren würde … würde eben passieren.“

Kopfstoß und hundert Schläge über zwei Wochen

Auch der Kopfstoß gegen Punks Brust war keine einstudierte Aktion, sondern eine spontane Reaktion auf die Eskalation des Moments. Das Segment wiederholte sich zudem in der darauffolgenden Woche.

Lynch erklärte, dass auch dieser körperliche Einschlag spontan dazukam, als sich die Situation vor Ort zuspitzte. Was im Vorfeld nicht besprochen war, fügte sich in den Ablauf ein.

Besonders amüsant fand sie selbst im Nachhinein die Frage, wie oft sie tatsächlich zugeschlagen hatte, denn das Ganze beschränkte sich nicht auf einen einzigen Abend. Da das Segment in der Woche darauf eine Fortsetzung fand, summierte sich die Gesamtzahl ihrer Aktionen auf ein Ausmaß, das sie im Rückblick selbst kaum einschätzen konnte.

Mit einem Augenzwinkern räumte sie ein, dass es über die beiden Wochen hinweg durchaus im dreistelligen Bereich gelegen haben könnte.

Jetzt im Live-Ticker: WWE WrestleMania 42 Sonntag – Night 2: Alle Ergebnisse & Videos aus Las Vegas, Nevada (19.04.2026)

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