Aleister Black über unerfüllte WWE-Versprechen und einen verworfenen WrestleMania-Plan

Aleister Black marschiert zum Ring

Aleister Black hat seine zweite WWE-Zeit hinter sich gelassen und ist inzwischen wieder in der Independent-Szene aktiv. Dort scheint der frühere NXT Champion gerade etwas zurückzugewinnen, das ihm während seiner letzten Monate bei WWE zunehmend gefehlt hatte.

Aleister Black bestätigt früheren WrestleMania-Plan mit Randy Orton

Bei einem Auftritt im Podcast „ZELVX and CHARLIE GIRL“ sprach Black, der außerhalb von WWE wieder als Malakai Black auftritt, über seine neu gewonnene kreative Freiheit. Dabei kam er auch auf eine Idee zurück, an der er bereits Monate vor WrestleMania 42 gearbeitet hatte.

Black erklärte, dass er ungefähr vier Monate vor der Veranstaltung gemeinsam mit Designer Jason Baker einen besonderen Entrance entwickelt habe. Unter seinem Mantel sollte ein Rauchgerät verborgen werden, das während seines Einzugs einen besonderen Effekt erzeugt. Zelina Vega sollte die Vorrichtung per Fernbedienung auslösen, sobald Black im Ring seine typische sitzende Pose einnimmt. Gedacht war dieser Entrance nach seinen Worten ursprünglich für WrestleMania 42. Zu diesem Zeitpunkt sei ihm innerhalb von WWE vermittelt worden, dass seine damalige Rivalität mit Randy Orton auf ein Match beim größten WWE-Event des Jahres hinauslaufen sollte.

Dass WWE zwischenzeitlich über Black gegen Orton für WrestleMania nachgedacht hatte, war bereits zuvor durch Backstage-Berichte bekannt geworden. Neu ist jedoch, dass Black diese damalige Richtung nun selbst bestätigt und zudem offenlegt, wie weit seine persönlichen Vorbereitungen dafür bereits fortgeschritten waren.

WWE entschied sich letztlich für einen anderen Weg

Die Pläne wurden bekanntlich nicht umgesetzt. Stattdessen rückte Randy Orton in das Geschehen um die Undisputed WWE Championship und traf bei WrestleMania 42 auf Cody Rhodes. Black schaffte es dagegen nicht auf die WrestleMania-Card. Die ursprünglich für den großen Auftritt entwickelte Rauch-Idee verschwand damit zunächst ebenfalls in der Schublade. Erst nach seiner WWE-Zeit konnte Black das Konzept schließlich bei PROGRESS Wrestling verwenden.

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Kurioserweise präsentierte Seth Rollins später ebenfalls ein Outfit mit Raucheffekt. Black stellte in dem Interview ausdrücklich klar, dass er Rollins damit keinen Ideenklau unterstellen wolle. Nach seiner Kenntnis habe Rollins überhaupt nichts von Blacks ursprünglichen Vorbereitungen gewusst.

Black spricht offen über seine Enttäuschung bei WWE

Deutlich grundsätzlicher wurde Black, als er auf seine zweite WWE-Zeit zurückblickte. Nach eigenen Angaben seien ihm im Vorfeld zahlreiche Dinge in Aussicht gestellt worden, die anschließend nicht annähernd in dieser Form umgesetzt wurden. Black räumte ein, während seiner letzten WWE-Phase in Main Events gestanden zu haben. Dennoch habe das Gesamtjahr aus seiner Sicht kaum dem entsprochen, was ihm zuvor in Gesprächen vermittelt worden sei.

Rückblickend bezeichnete er diese Zeit sehr deutlich als enttäuschendes Jahr und fragte sich sogar, warum WWE ihn überhaupt zurückholen wollte, wenn die ursprünglich besprochenen Vorstellungen anschließend keine entsprechende Rolle spielten.

Die WWE-Entlassung setzte Black auch mental zu

Black wurde im April 2026 kurz nach WrestleMania 42 gemeinsam mit weiteren Talenten von WWE entlassen. In seinem aktuellen Gespräch machte er keinen Hehl daraus, dass ihn dieser Schritt belastete. Besonders schwer sei die Situation für ihn gewesen, weil er aufgrund der vorherigen Gespräche mit anderen Erwartungen in seine zweite WWE-Zeit gegangen war. Black erklärte, dass er sich nach seiner Entlassung mental an einem sehr schwierigen Punkt befunden habe.

Unter anderem erhielt er Hilfe von Big Damo, den WWE-Fans noch als Killian Dain kennen. Damo habe ihm kurz nach der Entlassung eine persönliche Nachricht geschickt, die Black stark berührt habe und ihm dabei half, sich aus diesem Tief herauszuarbeiten. Über diese Verbindung öffnete sich für Black schließlich auch wieder die Tür zu PROGRESS Wrestling. Nach mehreren Jahren in der Independent-Szene kehrte er dorthin zurück und gewann während der Odyssey Tour sogar die PROGRESS World Championship.

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In der Independent-Szene findet Black wieder seinen kreativen Antrieb

Gerade diese Rückkehr scheint für den 41-Jährigen derzeit eine besondere Bedeutung zu haben. Nach seiner Fehde mit Cara Noir erklärte Black, dass er wieder zahlreiche Ideen im Kopf habe und erstmals seit längerer Zeit erneut diesen kreativen Funken verspüre. Die verworfene Rauch-Idee aus seiner WWE-Zeit wurde für ihn dabei fast sinnbildlich. Was ursprünglich für einen WrestleMania-Auftritt gegen Randy Orton gedacht war, konnte er erst Monate später außerhalb von WWE tatsächlich umsetzen.

Black deutete zugleich an, dass er über seine zweite WWE-Zeit künftig noch ausführlicher sprechen könnte. Seine aktuellen Aussagen geben deshalb vermutlich nur einen ersten Einblick darin, wie groß die Unterschiede zwischen den ihm vermittelten Plänen und seiner tatsächlichen Rolle aus seiner Sicht gewesen sind.

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