Finn Bálor blickt auf schwierigen WWE-Start zurück: Damals glaubte er wertvolle Jahre zu verlieren

Finn Bálor steht im Ring und teilt den WWE-Fans etwas mit
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Finn Bálor spricht offen über seine WWE-Karriere – zwischen Authentizität und früheren Zweifeln bei NXT

Finn Bálor gehört inzwischen seit mehr als einem Jahrzehnt zur WWE und blickt auf eine Karriere zurück, die ihn von Japan über NXT bis ins Main Roster führte. Trotz zahlreicher Erfolge gab es dabei immer wieder Phasen, in denen der Ire seinen eigenen Weg hinterfragte.

In einem Gespräch bei Off The Ball sprach Bálor nun ungewöhnlich offen darüber, warum er bewusst auf künstliche Kontroversen verzichtet und weshalb er zu Beginn seiner WWE-Zeit sogar glaubte, bei NXT wertvolle Jahre seiner Karriere zu verlieren.

Finn Bálor will sich nicht für mehr Aufmerksamkeit verbiegen

Bálor erklärte, dass ihm bewusst sei, wie wichtig Social Media und provokante Aussagen im modernen Wrestling geworden sind. Wer regelmäßig kontroverse Statements abgibt oder online für Gesprächsstoff sorgt, kann sich damit zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen. Seiner eigenen Einschätzung nach könnte ihm eine solche Herangehensweise sogar beruflich helfen und seine Position innerhalb der WWE stärken.

Trotzdem habe er kein Interesse daran, gezielt Unruhe zu erzeugen oder sich öffentlich anders darzustellen, als er tatsächlich sei. Bálor beschrieb sich selbst als eher zurückhaltend und erklärte, dass es ihm schwerfalle, dauerhaft eine künstliche Wrestling-Persönlichkeit außerhalb der Shows aufrechtzuerhalten. Er wolle seine Aussagen möglichst nah an seiner tatsächlichen Persönlichkeit halten und lieber seine Leistungen im Ring für sich sprechen lassen.

Bálor sieht Authentizität als Teil seiner Verbindung zu den Fans

Dass andere Wrestler wesentlich offensiver mit Social Media, Promos oder kontroversen Aussagen umgehen, kann Bálor nach eigener Aussage nachvollziehen. Gerade solche Aussagen ließen sich leicht in kurzen Clips verbreiten und würden schnell für Aufmerksamkeit sorgen. Für ihn persönlich sei dieser Weg jedoch nicht passend.

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Bálor vermutet sogar, dass genau diese Zurückhaltung ein Teil seiner langjährigen Verbindung zu den Fans sein könnte. Er scherzte darüber, dass manche Anhänger ihre Kinder möglicherweise gerade deshalb Finn nennen würden, weil sie ihn als sympathischen und bodenständigen Menschen wahrnehmen. Für ihn steht deshalb weniger die Frage im Mittelpunkt, wie viel Aufmerksamkeit eine Aussage erzeugt, sondern ob sie zu seiner tatsächlichen Persönlichkeit passt.

Zu Beginn bei NXT fühlte sich Bálor ausgebremst

Im selben Gespräch blickte Bálor auch auf seine ersten Monate bei WWE zurück. Als er 2014 zum Unternehmen wechselte, hatte er bereits viele Jahre internationale Erfahrung gesammelt und war unter anderem bei New Japan Pro Wrestling zu einem bekannten Namen geworden. Nur wenige Monate vor seinem Wechsel hatte er noch im Tokyo Dome gewrestelt. Kurz darauf fand er sich im WWE Performance Center in Florida wieder, wo er erneut grundlegende Übungen absolvieren sollte.

Bálor erinnerte sich daran, dass er diese Situation damals kaum nachvollziehen konnte. Mit 34 Jahren habe er das Gefühl gehabt, sich mitten in seinen besten Karrierejahren zu befinden und eigentlich sofort regelmäßig im Ring stehen zu müssen. Diese Frustration sprach er schließlich gegenüber seinem damaligen Trainer Terry Taylor offen an.

Terry Taylor änderte Bálors Sicht auf den WWE-Stil

Die Antwort Taylors blieb Bálor nachhaltig im Gedächtnis. Taylor habe ihm erklärt, dass es nicht darum gehe, ihm Wrestling von Grund auf neu beizubringen. Stattdessen wolle man seinen bisherigen Stil so verändern, dass sein Körper wesentlich länger durchhalte.

Nach Taylors Einschätzung hätte Bálors körperlich intensiver Stil aus den Jahren vor WWE möglicherweise nur noch wenige weitere Jahre funktioniert. Ziel des Performance Centers sei es gewesen, ihm einen Stil zu vermitteln, mit dem er seine Karriere deutlich verlängern könne. Rückblickend gibt Bálor seinem damaligen Trainer recht.

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Mehr als ein Jahrzehnt später fühlt er sich nach eigener Aussage körperlich besser, als er es damals erwartet hätte. Neben Taylor hob er auch Norman Smiley und Matt Bloom hervor, die ihm dabei geholfen hätten, sich an die Anforderungen bei WWE anzupassen.

Die NXT-Geschichte hatte Bálor bereits zuvor erzählt

Die Anekdote über seine anfänglichen Zweifel ist allerdings nicht vollständig neu. Bereits im Juli 2026 sprach Bálor bei „Insight with Chris Van Vliet“ darüber, wie ungewohnt der Wechsel vom Tokyo Dome ins Performance Center für ihn gewesen sei.

Auch damals erinnerte er sich daran, dass er kurz zuvor noch vor zehntausenden Zuschauern in Japan aufgetreten war und sich anschließend in Florida wieder mit grundlegenden Trainingsabläufen beschäftigen musste.

Heute bewertet Bálor die schwierige Anfangsphase völlig anders

Was Bálor damals als mögliche Verschwendung wertvoller Karrierezeit empfand, sieht er heute als wichtigen Bestandteil seiner Entwicklung. Der WWE-Stil verlangte ihm eine andere Herangehensweise ab als seine vorherigen Jahre in Japan und auf der Independent-Szene.

Bestimmte Bewegungsabläufe mussten angepasst und körperlich besonders belastende Elemente reduziert werden. Aus heutiger Sicht glaubt Bálor, dass genau diese Veränderungen entscheidend dazu beigetragen haben könnten, seine Karriere zu verlängern.

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