Bei AEW laufen derzeit mehrere Projekte, die weit über das wöchentliche Wrestling-Programm hinausgehen. Während ein früherer Vorstoß in einen neuen Geschäftsbereich rückblickend offenbar deutlich kostspieliger war als bislang bekannt, investiert die Promotion rund um All In London gleichzeitig stark in das Erlebnis für die Fans vor Ort.
AEW soll mit Fight Forever mindestens 30 Millionen Dollar verloren haben
Neue Informationen zeichnen ein ernüchterndes Bild vom finanziellen Abschneiden des 2023 veröffentlichten Videospiels „AEW Fight Forever“. Mike Straw, Executive Editor von Insider Gaming, berichtet unter Berufung auf Quellen mit Kenntnis des Projekts, dass AEW mit dem Spiel einen Verlust von mindestens 30 Millionen US-Dollar erlitten haben soll. Offizielle Finanzzahlen von AEW, die diese Summe bestätigen, liegen allerdings nicht vor.
Zu den Problemen gehörte demnach vor allem die lange Entwicklungszeit. Fight Forever sollte ursprünglich bereits 2022 erscheinen, wurde nach mehreren Verzögerungen jedoch erst im Juni 2023 veröffentlicht. Durch die zusätzlichen Monate seien die Kosten erheblich gestiegen.
Bereits frühere Recherchen von Insider Gaming hatten ergeben, dass das Entwicklungsbudget schließlich deutlich über den ursprünglichen Planungen gelegen haben soll. Teilweise mussten vorgesehene Inhalte gestrichen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
Verkäufe blieben offenbar deutlich hinter den Erwartungen zurück
Die höheren Kosten trafen laut Straw auf Verkaufszahlen, die AEWs ursprüngliche Erwartungen nicht erfüllten. Eine konkrete Zahl verkaufter Exemplare ist weiterhin nicht öffentlich bekannt. Straws Quellen zufolge erreichte Fight Forever jedoch lediglich ungefähr die Hälfte der von AEW erwarteten Verkaufsmenge.
Die Kombination aus steigenden Entwicklungskosten und geringeren Einnahmen soll schließlich zu dem erheblichen finanziellen Verlust geführt haben. Fight Forever entstand gemeinsam mit Yuke’s, dem japanischen Entwicklerstudio, das über viele Jahre auch an WWE-Videospielen gearbeitet hatte. Eine Vereinbarung zwischen AEW und Yuke’s für ein weiteres großes Projekt besteht derzeit allerdings nicht.
AEW besitzt weiterhin die entwickelte Spiele-Engine
Trotzdem müsste AEW bei einem möglichen neuen Wrestling-Spiel nicht zwangsläufig vollständig von vorn beginnen. Nach früheren Berichten befindet sich die für Fight Forever entwickelte Engine im Besitz von AEW. Das Unternehmen könnte diese Technologie theoretisch auch einem anderen Entwickler zur Verfügung stellen.
Bislang sind jedoch keine konkreten Arbeiten an einem vollwertigen Nachfolger bekannt. Auch die Gerüchte, AEW habe bereits mit einem externen Unternehmen über die Lizenzierung seiner Wrestling-Videospielrechte gesprochen, konnten zuletzt nicht bestätigt werden. Laut Straw wussten seine Quellen von solchen Gesprächen nichts, obwohl sie über entsprechende Vereinbarungen informiert sind.
Tony Khan möchte das Thema Gaming trotzdem nicht aufgeben
Die neuen Informationen sind besonders interessant vor dem Hintergrund jüngster Aussagen von Tony Khan. Ende Juli machte der AEW-Präsident deutlich, dass er sich grundsätzlich weitere Projekte im Gaming-Bereich vorstellen könne. Aus Fight Forever habe das Unternehmen viel gelernt und er wolle zu einem späteren Zeitpunkt erneut Möglichkeiten prüfen.
Dabei stellte Khan allerdings klar, dass AEW nichts überstürzen müsse. Ein zukünftiges Projekt müsse weder zwingend „Fight Forever 2“ heißen noch überhaupt wieder ein klassisches Konsolenspiel werden.
Schon früher war berichtet worden, dass AEW bei einem neuen Projekt auch seine Kommunikationsstrategie ändern wolle. Fight Forever wurde sehr früh angekündigt und anschließend von zahlreichen Verzögerungen begleitet. Ein künftiges Spiel könnte daher erst deutlich näher an seiner tatsächlichen Veröffentlichung öffentlich vorgestellt werden.
Sollte die nun genannte Verlustsumme zutreffen, wäre nachvollziehbar, weshalb AEW bei einem weiteren großen Investment in diesem Bereich besonders vorsichtig vorgehen dürfte.
AEW veröffentlicht großes Fan-Fest-Programm für All In London
Während die Zukunft der Videospiele offenbleibt, stehen die Planungen für All In London unmittelbar vor dem Abschluss. AEW hat inzwischen das vollständige Line-up für das „Welcome to Wembley“-Fan-Fest veröffentlicht. Die Veranstaltung findet am Freitag, dem 28. August, und Samstag, dem 29. August in der Great Hall des Wembley Stadiums statt.
Insgesamt sind fünf Sessions vorgesehen. Zu den angekündigten Namen gehören unter anderem Kenny Omega, Will Ospreay, Mercedes Moné, Adam Copeland, Jon Moxley, Swerve Strickland und Darby Allin. Auch mehrere Wrestling-Legenden werden dabei sein. Mick Foley, Paul Wight und Jeff Jarrett gehören ebenfalls zum Aufgebot.
Jedes Ticket beinhaltet ein garantiertes Foto mit einem AEW-Star
Der Eintritt kostet aktuell 60 Pfund (umgerechnet etwa 70 Euro) pro Person. Jedes Ticket beinhaltet ein garantiertes Foto mit einem AEW-Star. Welcher Wrestler dafür zur Verfügung steht, richtet sich allerdings nach dem jeweiligen Session-Angebot und der Reihenfolge beim Check-in. Fans können ihren gewünschten Namen daher nicht bereits beim Ticketkauf verbindlich reservieren.
Zusätzlich bietet AEW mehrere weitere Attraktionen. Besucher können eine personalisierte Upper-Deck-Trading-Card erstellen lassen, historische AEW-Memorabilien ansehen und bereits vor dem eigentlichen Eventtag All-In-Merchandise erwerben.
Geplant sind außerdem ein Young-Bucks-Money-Grab und ein Orange-Cassidy-Lookalike-Wettbewerb. Als möglicher Preis wartet dabei unter anderem ein von Cassidy signiertes AEW‑X-Fulham-FC-Trikot.
Das bestätigte Line-up für das Welcome to Wembley Fan Fest
Freitag, 28. August – Session 1
Tommaso Ciampa, Willow Nightingale, Adam Copeland & The Dogs: Clark Connors & David Finlay
Freitag, 28. August – Session 2
Mercedes Moné, Swerve Strickland, Paul Wight & Orange Cassidy
Samstag, 29. August – Session 3
Andrade El Ídolo, Maya World, Will Ospreay & Brodido: Brody King & Bandido
Samstag, 29. August – Session 4
Kevin Knight, Jeff Jarrett, Darby Allin & „Speedball“ Mike Bailey
Samstag, 29. August – Session 5
Divine Dominion: Megan Bayne & Lena Kross, Kenny Omega, Mick Foley & Death Riders: Jon Moxley & Marina Shafir
Das Fan Fest bildet einen weiteren Bestandteil des umfangreichen All-In-Wochenendes. Nach Dynamite und Collision in Glasgow am 26. August folgen die beiden Fan-Fest-Tage in Wembley, ehe am Sonntag, dem 30. August, AEW All In London im Wembley Stadium stattfindet.

Als Teil der Zielgruppe: Es war einfach zu schlecht und wurde – typisch für die Branche – betrügerisch vermarktet. Das hat AEW nicht nur Geld gekostet, sondern zusammen mit der CM Punk Sache und dem Cody Abgang einen kombinierten Imageschaden in relativ kurzer Zeit zugefügt.
Zitat:“Trotzdem müsste AEW bei einem möglichen neuen Wrestling-Spiel nicht zwangsläufig vollständig von vorn beginnen. Nach früheren Berichten befindet sich die für Fight Forever entwickelte Engine im Besitz von AEW. Das Unternehmen könnte diese Technologie theoretisch auch einem anderen Entwickler zur Verfügung stellen.“
Die Engine war eines der Hauptprobleme des Spiels…. neben vielerlei anderer Dinge.
Unterm Strich war das Spiel einfach wirklich schlecht, sah schlecht aus und die gebotene Performance war unter aller sau wenn man bedenkt wie schlecht es aussah. Spielerisch war es auch nix und alles in allem war es einfach ein wirklich schlechtes Spiel mit einer Engine die kein Spieleentwickler mit der Kneifzange anfassen wird der irgendwas halbwegs anständiges entwickeln will.
WENN man jemals wieder ein Spiel dieser Art erschaffen will… MUSS man bei 0 anfangen wenn es irgendwie was gutes werden soll und erfolgreich.
Die Messlatte der WWE2k Spiele ist nicht so unfassbar hoch da die Spiele unter vielen Problemen leiden und seit geraumer Zeit nur noch aufgewärmter Kaffee Jahr für Jahr sind. aber dennoch waren diese Spiele um WELTEN besser als das AEW Projekt.
Ich war schockiert wie schlecht das Spiel war, vor allem da ich den Entwickler (Yukes) kenne, die haben unendlich viel Erfahrung was Wrestlingspiele angeht und haben dann durchaus hohew Qualität geliefert… damals zb unerreicht Smackdown und smackdown vs RAW (2003 und 2004 war das)…
Aber Fight Forever war wirklich ein schlechtes Spiel und wie gesagt, die Engine war eines der absoluten Hauptprobleme, denn mit so einer schlechten Engine ist es im Grunde unmöglich ein gutes Spiel zu bauen.