Kenny Omegas Dynamite-Ausbleiben hatte offenbar einen besonderen Grund – AEW Collision Vorschau

Kenny Omega blickt aus dem Ring und hält dabei ein Mikrofon in seiner rechten Hand

AEW All In liegt nur wenige Wochen zurück, doch rund um den Weg zum großen Wembley-Main-Event kommen weiterhin interessante Details ans Licht. Eine ungewöhnliche Situation bei der letzten Dynamite-Ausgabe vor der Veranstaltung könnte erklären, weshalb AEW beim finalen Aufbau von Kenny Omega gegen Will Ospreay auf eine eigentlich naheliegende Konfrontation verzichtete.

Kenny Omegas Fehlen bei Dynamite soll kein Zufall gewesen sein

Kenny Omega war bei der letzten Dynamite Ausgabe vor All In in Glasgow nicht persönlich zu sehen. Stattdessen eröffnete Will Ospreay die Show mit einer Solo-Promo, während AEW später lediglich ein Video zur gemeinsamen Geschichte der beiden ausstrahlte. Bryan Alvarez hat bei „Wrestling Observer Live“ nun einen möglichen Hintergrund für diese auffällige Entscheidung genannt.

Nach Angaben einer von Alvarez als sehr zuverlässig bezeichneten Quelle fragte AEW das Publikum vor Beginn der TV-Übertragung von „All In” unter anderem, wen die Fans lieber siegen sehen würden. Die Reaktion soll eindeutig zugunsten Omegas ausgefallen sein, während Ospreay überraschend Buhrufe erhielt. Daraufhin bekam AEW Bedenken, beide Wrestler später gemeinsam vor die Kameras zu schicken und im Fernsehen womöglich dieselbe Reaktion zu produzieren.

Will Ospreay bestätigt die überraschenden Buhrufe

Einen entscheidenden Teil dieser Geschichte bestätigte Ospreay selbst im aktuellen Interview bei „Insight with Chris Van Vliet“. Der neue AEW World Champion erinnerte sich daran, backstage gehört zu haben, wie sein Name vor der Show genannt wurde und darauf tatsächlich Buhrufe aus dem Publikum folgten. Diese Reaktion habe ihn in diesem Moment deutlich verunsichert.

Ospreay bestätigte allerdings nicht, dass die Abwesenheit von Omega damit zusammenhing. Dieser Zusammenhang stammt ausschließlich aus dem Bericht von Alvarez. Als Ospreay später selbst vor das Live-Publikum trat, fiel die Reaktion wesentlich positiver aus. Dennoch war er unmittelbar vor seinem Entrance so unsicher, dass er innerlich darauf hoffte, nicht erneut ausgebuht zu werden.

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Ospreay dachte sogar über einen spontanen Richtungswechsel nach

Sollten die Fans ihn während der eigentlichen TV-Übertragung ablehnen, wäre Ospreay nach eigener Aussage bereit gewesen, spontan stärker in Richtung Heel zu arbeiten, anstatt gegen die Reaktion anzukämpfen. Dazu kam es letztlich nicht. Das Publikum empfing ihn positiv, auch wenn bei der Erwähnung Omegas unterschiedliche Reaktionen und „Kenny“-Chants zu hören waren.

Die Situation traf Ospreay offenbar in einer ohnehin angespannten Phase. Im Gespräch mit Van Vliet berichtete er von erheblichen Selbstzweifeln im Vorfeld von All In und machte sich Gedanken darüber, wie stark die Unterstützung für Omega in Wembley ausfallen würde. Selbst in seiner englischen Heimat war für ihn keineswegs selbstverständlich, dass das Publikum geschlossen hinter ihm stehen würde.

AEW wollte Ospreay vor Wembley offenbar möglichst klar positionieren

Genau deshalb würde die von Alvarez geschilderte Entscheidung zumindest zur damaligen Darstellung der Rivalität passen. Omega hatte in den Wochen vor All In zunehmend aggressivere Züge gezeigt und Elemente seines früheren „Cleaner“-Charakters aufgegriffen. Damit wurde Ospreay möglichst deutlich als der Wrestler positioniert, dessen großer Moment im Wembley-Stadion bevorstand.

Ob AEW Omega tatsächlich ausschließlich wegen der Reaktion des Glasgow-Publikums aus Dynamite heraushielt, lässt sich bislang nicht unabhängig bestätigen. Fest steht jedoch, dass Omega nicht persönlich auftrat und Ospreay die entscheidende Promo alleine hielt. Wenige Tage später funktionierte die Geschichte schließlich wie vorgesehen: Ospreay besiegte Omega vor heimischem Publikum und gewann erstmals den AEW World Championship.

AEW Collision würdigt Andy „The Butcher“ Williams

Während rund um All In weiterhin neue Hintergründe bekannt werden, steht bereits die nächste Live-Ausgabe von AEW Collision bevor. Die Show findet am Samstag, dem 12. September 2026, im MassMutual Center in Springfield, Massachusetts statt.

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Im Mittelpunkt der bisherigen Ankündigungen steht eine besondere Würdigung für den verstorbenen Andy „The Butcher“ Williams. AEW hatte bereits während „Rebel Heart“ Dynamite an den früheren Wrestler und Gitarristen von „Every Time I Die“ erinnert. Excalibur, Taz und Tony Schiavone sprachen während der Show über ihren ehemaligen Kollegen, wobei insbesondere Excalibur sichtlich emotional wurde.

Williams starb am 5. September im Alter von 48 Jahren, nachdem es bei einer unabhängigen Wrestling-Veranstaltung zu einem medizinischen Notfall gekommen war – wir berichteten.

AEW hält sich bei der Collision-Matchcard noch vollständig zurück

Ungewöhnlicherweise hat AEW bei der Erstellung dieses Artikels noch keine Matches für die zweistündige Live-Ausgabe offiziell bestätigt. Auch am Tag vor der Show wird als einziger konkreter Programmpunkt weiterhin die Ehrung für Williams beworben. Weitere Begegnungen und Segmente werden daher vermutlich erst kurzfristig bekannt gegeben.

Komplette AEW Collision

Hier gibt es AEW Collision aus der Vorwoche in voller Länge und mit deutschem Kommentar: