Wenige Tage nach AEW All In London wirken einige Momente der Großveranstaltung noch immer nach. Während ein prominenter Veteran seinen Wembley-Abend persönlich einordnet, rückt bei einem anderen langjährigen AEW-Star plötzlich die vertragliche Zukunft in den Mittelpunkt.
Adam Copeland blickt emotional auf seinen ersten Auftritt im Wembley-Stadion zurück
Adam Copeland hat sich nach AEW All In London ausführlich zu seinem ersten Wrestling-Auftritt im Wembley-Stadion geäußert. Der frühere Edge erklärte auf Instagram, dass er nach seiner Rückkehr zu seiner Familie noch immer darüber nachdenke, tatsächlich in einem der weltweit berühmtesten Stadien aufgetreten zu sein.
Besonders beeindruckt zeigte sich Copeland von der Reaktion der Zuschauer in London. Die Fans hätten ihm mit ihrer Stimmung das Gefühl gegeben, Freddie Mercury zu sein. Für ihn sei der Abend genau das gewesen, was er sich davon erträumt habe. Sein Lächeln während und nach dem Match habe dabei vermutlich bereits deutlich gemacht, wie viel ihm dieser Moment bedeutet habe.
Für Copeland spielte auch die persönliche Konstellation eine entscheidende Rolle. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Christian Cage stand er den Young Bucks gegenüber, die er als eines der besten Tag Teams aller Zeiten einordnete. Dass er ausgerechnet mit einem Freund aus Kindheitstagen in Wembley antreten und dabei gegen ein Team dieser Größenordnung kämpfen konnte, habe den Abend für ihn zusätzlich besonders gemacht.
Copeland und Christian Cage verteidigten bei All In erfolgreich die AEW World Tag Team Championship gegen Matt und Nick Jackson. Nach dem Match wurde zugleich deutlich, wie viele mögliche neue Herausforderer auf die Champions warten. Unter anderem erschienen die Motor City Machine Guns, FTR und The New Level und sorgten damit unmittelbar für neue Optionen innerhalb der Tag-Team-Division.
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Ein langjähriger Wunsch wurde in London Wirklichkeit
Bereits vor All In hatte Copeland deutlich gemacht, welche Bedeutung der Wembley-Auftritt für ihn besitzt. Das Stadion gehörte zu einer persönlichen Liste berühmter Wrestling-Orte, an denen der 52-Jährige während seiner Karriere unbedingt noch antreten wollte. Arena México hatte er zuvor bereits von dieser Liste gestrichen, während unter anderem der Tokyo Dome und die Maple Leaf Gardens ebenfalls darauf standen.
Den Wembley-Aspekt hatte Copeland bereits vor der Veranstaltung öffentlich hervorgehoben. Nach der Show wurde nun deutlich, dass der tatsächliche Moment seine Erwartungen offenbar nicht enttäuschte. Vielmehr bezeichnete er die Erfahrung als genau das, was er sich davon erhofft hatte.
Auch das Match gegen die Young Bucks hatte für ihn eine besondere Vorgeschichte. Copeland erklärte bereits im Vorfeld, dass beide Seiten lange nicht damit gerechnet hätten, dass diese Begegnung jemals zustande kommen würde. Vor allem nach früheren Aussagen der Bucks gegenüber Christian Cage habe zeitweise der Eindruck bestanden, dass sich ihre Wege im Ring niemals kreuzen würden.
Bei „All In“ wurde dieses lange unwahrscheinlich wirkende Match schließlich Realität – mit einer Championship auf dem Spiel und dem Wembley Stadium als Kulisse.
Copeland lobt die Tiefe der AEW Tag Team-Division
In seiner Botschaft nach der Veranstaltung richtete Copeland den Blick nicht ausschließlich auf seinen eigenen Moment. Er nutzte die Situation außerdem, um die aktuelle Tag Team Division von AEW hervorzuheben.
Die Geschehnisse rund um das Match und die anschließende Konfrontation seien für ihn ein Beispiel dafür gewesen, wie stark die Division derzeit besetzt sei. Copeland sprach von einer großen Menge an Talent und gratulierte dem gesamten Roster sowie AEW zu einer aus seiner Sicht spektakulären All-In-Veranstaltung.
Die Szene nach dem Match könnte dabei zugleich bereits Hinweise auf die nächsten Herausforderungen für Copeland und Christian Cage geliefert haben. Mit FTR, den Motor City Machine Guns und The New Level präsentierten sich gleich mehrere etablierte Teams als mögliche Anwärter auf die AEW World Tag Team Championship.
Anthony Bowens steht vor einer wichtigen Vertragsentscheidung
Während Copeland nach All In auf einen persönlichen Karrierehöhepunkt zurückblickt, könnte sich bei Anthony Bowens schon in wenigen Wochen entscheiden, ob seine langjährige Zeit bei AEW fortgesetzt wird. Wie Fightful Select berichtet, läuft der aktuelle Vertrag von Bowens am 1. Oktober 2026 aus. Bislang ist keine Vertragsverlängerung bekannt. Ebenso konnte bislang nicht bestätigt werden, ob zwischen Bowens und AEW bereits konkrete Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit begonnen haben.
Der 35-Jährige gehört seit 2020 zum Unternehmen und entwickelte sich insbesondere gemeinsam mit Max Caster als The Acclaimed zu einem der bekanntesten Eigenaufbauten von AEW. Bowens und Caster gewannen gemeinsam die AEW World Tag Team Championship und später zusammen mit Billy Gunn bei All In 2023 im Wembley Stadium auch die AEW World Trios Championship.
Inzwischen gehen Bowens und Caster getrennte Wege. Bowens wurde im Verlauf des Jahres 2026 Teil von The Opps und arbeitet seitdem daran, eine eigenständigere und ernstere Version seines Charakters zu etablieren. Im Mai erklärte er, dass dieser Übergang nach den vielen Jahren als Teil von The Acclaimed Zeit benötige.
Auch Max Casters Vertrag läuft im Oktober aus
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält Bowens’ Situation dadurch, dass sich auch sein ehemaliger Tag Team Partner Max Caster in einer ähnlichen Lage befindet. Dessen AEW-Vertrag soll ebenfalls im Oktober auslaufen. Damit könnten innerhalb kurzer Zeit gleich zwei langjährige Mitglieder des AEW-Rosters vor einer grundlegenden Entscheidung stehen. Ob einer oder beide neue Verträge unterschreiben werden, ist derzeit nicht bekannt.
Bowens hatte zuletzt gleichzeitig deutlich gemacht, dass die Geschichte zwischen ihm und Caster für ihn noch nicht vollständig abgeschlossen sei. Einige der gegenseitigen Aussagen nach der Trennung hätten einen realen Hintergrund gehabt. Dennoch schloss er nicht aus, dass sich ihre Wege zu einem späteren Zeitpunkt wieder kreuzen könnten.
Bei All In London trat Bowens im Buy-In gemeinsam mit The Opps an. Das Team verlor gegen Lio Rush und The Rascalz, wobei Bowens den entscheidenden Pinfall einstecken musste.

Werder Bowens noch Caster haben irgendwas zu bieten das sie für die Single Divison interessant macht.
Auch das Tag-Team war ziemlich öde, ohne den Scissor me Hype durch Billy Gunn hätte sich wohl nie jemand für sie interessiert.
Man sollte die Verträge auslaufen lassen und gut ist… gibt andere im Roster die mehr bieten, und eventuell auch Tag Teams bilden könnten.