Zelina Vega hat sich nach ihrer überraschenden WWE-Entlassung erstmals ausführlich zu Wort gemeldet. In einem Twitch-Stream am 25. April 2026 sprach die ehemalige WWE Women’s United States Champion offen über den Moment, in dem sie von ihrer Entlassung erfuhr, ihre verworfenen kreativen Pläne und ihre Enttäuschung über den Verlauf ihrer Titelregentschaft.
Eine Welle von Entlassungen nach WrestleMania
Vega war Teil der Entlassungswelle, die WWE im Anschluss an WrestleMania 42 vollzogen hat. Vega selbst nahm im Twitch-Stream die Gelegenheit wahr, klare Worte zu finden, ohne dabei in Bitterkeit zu verfallen: „Ich hege keinen Groll – mir ist klar, dass Geschäft nun mal Geschäft ist. Aber auch für mich gilt: Geschäft ist Geschäft. Ich glaube nicht einmal, dass sie ahnen, was als Nächstes kommt. Wrestling ist nicht die einzige Leinwand, auf der ihr mich sehen werdet.“
„Anruf von TKO“ statt Stamford
Die Art und Weise, wie Vega von ihrer Entlassung erfuhr, war ungewöhnlich. Sie schilderte den Moment des Anrufs mit beklemmender Genauigkeit und machte deutlich, dass sie keine Vorwarnung erhalten hatte: „Wenn mich jemand anruft, steht da normalerweise ‚Anruf aus Stamford‘, und dann denkt man sich: ‚Oh, Schei*e.‘“ Aber dieses Mal stand da TKO. Um 17:09 Uhr habe ich es erfahren. So war das. War das ein Schock? Gab es Gerüchte in der Umkleidekabine? Ehrlich gesagt war es ein Schock. Ich habe keine Gerüchte gehört.“
Vega versuchte, die geschäftliche Logik hinter ihrer Entlassung selbst nachzuvollziehen und verwies dabei auf ihre zuletzt eingeschränkte TV-Präsenz. Sie räumte ein, die Entscheidung aus unternehmerischer Sicht durchaus verstehen zu können. Wenn ein Talent über längere Zeit nicht aktiv eingesetzt werde, fehle dem Unternehmen schlicht die wirtschaftliche Grundlage für eine Weiterbeschäftigung. Vega betonte allerdings, dass sie nicht durchgehend von den TV-Sendungen verschwunden gewesen sei, sondern lediglich in den letzten Wochen seltenerim WWE-TV aufgetaucht sei.
Verworfene Pläne für ihren Charakter
Besonders bemerkenswert: Vega deutete an, dass es kreative Pläne gegeben habe, die nie vollständig umgesetzt wurden. Sie zeigte sich überzeugt, dass diese die Wahrnehmung ihrer Rolle hätten verändern können.
Vega erklärte, dass sie und ihre kreativen Mitstreiter eine ganz neue Version ihrer Figur entwickelt hätten, die das Publikum nach ihrer Überzeugung begeistert hätte. Es habe zahlreiche Ideen gegeben, die in dieser Form nie auf den Bildschirm kamen. Dass dieses Konzept letztlich nicht in vollem Umfang umgesetzt wurde, beschrieb sie als verpasste Chance, sowohl für ihren Charakter als auch für die Story rund um ihre WWE-Zeit.
„Hat mir nicht gefallen“: Kritik an ihrer Titelregentschaft
Vega ging im Stream ebenfalls auf ihre Zeit als WWE Women’s United States Champion ein. Sie hatte den Titel am 25. April 2025 gegen Chelsea Green in einer SmackDown-Ausgabe gewonnen, ihn jedoch bereits am 27. Juni 2025 an Giulia verloren. Vegas Bilanz dieser Phase fiel überraschend deutlich aus: „Ob ich meine Zeit als US-Champion gut fand? Ehrlich gesagt, hat sie mir nicht gefallen – überhaupt nicht. Denn ich wollte so viel mehr daraus machen. Ich habe darum gebeten, gebettelt, gefleht und geschrien – ich wollte, dass dieser Titel der wichtigste Titel wird.“
Internationale Vision für den Titel
Vega legte konkret dar, welche Vision sie für den Women’s United States Championship gehabt hatte. Statt einer rein US-amerikanischen Bühne wollte sie den Titel international präsentieren und gegen Top-Talente verschiedener Promotions verteidigen: „Ich wollte diesen Titel nach Japan bringen, egal ob bei Marigold oder STARDOM. Ich wollte ihn zu AAA nach Mexiko bringen. Ich wollte ihn tatsächlich verteidigen und ihn bekannter machen, damit dieser Titel das wird, was er sein soll. Aber leider ist das nie passiert. Also nein – das hat mir nicht gefallen.“
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