Xavier Woods und Kofi Kingston äußern sich erstmals zum WWE-Aus: Vielsagende Aussage zum Vertragshintergrund

Kofi Kingston und Xavier Woods sprechen in Mikrofone
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Am vergangenen Samstag wurde bekannt, dass sich The New Day in Form von Kofi Kingston und Xavier Woods von der WWE getrennt haben. Laut Berichten erfolgte der Abschied im gegenseitigen Einvernehmen zwischen den beiden Superstars und der Promotion, nach insgesamt jahrzehntelanger Zugehörigkeit. Kingston war seit 2006 unter Vertrag und damit insgesamt 20 Jahre im Unternehmen. Woods unterzeichnete 2010, was eine 16-jährige WWE-Phase ergibt. Gemeinsam mit Big E gründeten beide 2014 eines der erfolgreichsten Tag Teams der modernen WWE-Geschichte.

Am Montag meldeten sich beide erstmals ausführlich auf Instagram zu Wort. Damit liegen erstmals eigene Worte der beiden Stars zur Trennung vor, die in der Branche bereits seit Tagen für Diskussionen sorgt.

Kingston von der Resonanz überwältigt

Kingston eröffnete seinen Post mit einer ungewöhnlich persönlichen Eingangs-Aussage. Es habe ihm zwei volle Tage gebraucht, um auf alle Nachrichten zu reagieren, die ihn nach Bekanntwerden der Trennung erreicht hatten. Bis zum Montag sei er nicht in den sozialen Medien aktiv gewesen, weil er von der schieren Menge an Botschaften überwältigt gewesen sei: „So viel Liebe. Ich kann nicht anders, als komplett von Dankbarkeit erfüllt zu sein.“

Anschließend wandte sich Kingston einer Karriere-Reflexion zu, in der er die zentralen Eckpunkte seiner WWE-Phase würdigte: „Meine Geschichte war nichts weniger als bemerkenswert, und ich bin wirklich gesegnet, eine so illustre, mit Auszeichnungen geschmückte und vor allem spaßvolle Karriere gehabt zu haben. Ich habe meinen Kindheitstraum zur wunderbarsten Realität gemacht.“ Er sei während dieser Reise stets von guten Freunden umgeben gewesen und habe unzerbrechliche Verbindungen zu Menschen aufgebaut, die er stolz seine Familie nenne.

Indirekter Hinweis auf den Vertragsstreit

Bezeichnend ist eine Passage, die in der Branche als klarer Hinweis auf die abgelehnte TKO-Restrukturierung gelesen wird. Kingston schloss seinen Post mit einer Botschaft, die deutlich über bloße Karriere-Würdigung hinausgeht. Er ermutigte seine Leserschaft, an sich selbst und den eigenen Wert zu glauben, für die eigenen Überzeugungen zu kämpfen und vor allem niemals weniger zu akzeptieren, als einem zustehe: „Glaube an dich selbst und deinen Wert in dieser einen Welt. Kämpfe für das, woran du glaubst, und akzeptiere niemals weniger, als du verdienst.“

Genau diese Formulierung wird in der Wrestling-Branche als unmittelbarer Bezug zu den TKO-Verhandlungen interpretiert. Kingston und Woods hatten 2025 Verträge über mehrere Jahre im siebenstelligen Bereich unterzeichnet, die bis 2030 reichten. Im Frühjahr 2026 forderte TKO die Restrukturierung dieser Verträge, was beide ablehnten. Die einvernehmliche Trennung war die Folge.

Woods blickt emotional auf 16 WWE-Jahre zurück

Auch Woods nutzte Instagram für eine ausführliche Reflexion. Er beschrieb die WWE als sein Zuhause der vergangenen 16 Jahre, in dem er erwachsen geworden sei. Begonnen habe alles bei FCW, wo er sich beweisen wollte, dass er es verdient habe, dort zu sein. Diese frühe Phase habe sich zu einer Karriere voller außergewöhnlicher Momente entwickelt: „Diese Chance wurde zu einem Leben voller Momente, die ich für immer mit mir tragen werde. WrestleMania, Championships, King of the Ring, Arenen rund um die Welt und das Geschenk, mich mit euch zu verbinden, indem ich einfach ich selbst war.“

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Für Woods stand dabei nicht nur sportlicher Erfolg im Mittelpunkt, sondern auch die Möglichkeit, authentisch er selbst zu bleiben.

The New Day als prägende Verbindung

Besonders ausführlich würdigte Woods die Bedeutung von The New Day als persönliche und sportliche Verbindung: „The New Day hat mir eine Bindung mit Kofi und Big E gegeben, die ich mein Leben lang in Ehren halten werde. Ihr habt an uns geglaubt, selbst wenn unsere Ideen verrückt waren, und dadurch konnten wir Menschen zeigen, dass es eine Stärke ist, kompromisslos man selbst zu sein.“

Damit liefert Woods zugleich eine Würdigung des kreativen Mutes, der The New Day in den vergangenen elf Jahren geprägt hat.

UpUpDownDown bleibt offen

Eine besonders bemerkenswerte Aussage betrifft Woods‘ Gaming-Plattform UpUpDownDown. Er bedankte sich ausdrücklich bei jenen, die den Kanal „Stein für Stein“ mit aufgebaut haben. Auffällig ist allerdings, was Woods nicht sagte. Er ging nicht auf die Zukunft des Kanals ein. Der Grund liegt in der Eigentumsstruktur. UpUpDownDown gehört laut Berichten der WWE, was die Frage nach einer Fortführung des Kanals ohne Woods komplex macht.

Damit bleibt offen, ob Woods unter einer neuen Plattform, eventuell unter dem Namen Austin Creed, einen neuen Gaming-Kanal startet oder ob die WWE UpUpDownDown unter neuem Namen oder mit anderen Akteuren weiterführt. Eine offizielle WWE-Stellungnahme dazu liegt nicht vor.

Namen-Rechte als nächste Frage

Eine der zentralen Fragen für die nächste Karrierephase betrifft die Namen, unter denen Kingston und Woods außerhalb der WWE arbeiten dürfen. Die Marke „The New Day” sowie die Wrestlernamen Kofi Kingston und Xavier Woods bleiben Eigentum der WWE. Beide müssen für ihre nächsten Engagements daher neue Identitäten finden.

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Bei Woods ist die Antwort relativ klar. Er hatte bereits in seiner TNA-Phase als Consequences Creed gewrestelt und nutzt seit Jahren den Namen Austin Creed für Aktivitäten außerhalb der WWE, unter anderem auf seinem UpUpDownDown-Kanal. Damit verfügt er über eine etablierte Alternative.

Auch Kingston hat eine Option. Auf der Indie-Bühne trat er vor seiner WWE-Phase als Kofi Nahaje Kingston auf. Diese Variante steht ihm möglicherweise teils weiterhin offen. Im Minimum könnte er als „Kofi” arbeiten, da dies sein bürgerlicher Vorname ist. Eine direkte Wiederbelebung seiner WWE-Identität bleibt jedoch ausgeschlossen.

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