WWE hat in der Woche vor Backlash in Tampa erstmals seit WrestleMania 42 wieder einen Anstieg bei den SmackDown-Quoten verzeichnet, während Monday Night Raw weiter Zuschauer auf Netflix verliert und NXT auf einen historischen Tiefstwert abrutscht.
SmackDown erholt sich vor Backlash, bleibt aber unter Vorjahresniveau
Die Ausgabe vom 8. Mai aus der Vystar Veterans Memorial Arena in Jacksonville erreichte laut Wrestlenomics und Programming Insider durchschnittlich 1.279.000 Mio. Zuschauer und kam in der entscheidenden Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen auf einen Marktanteil von 0,29.
Im Wochenvergleich bedeutet das ein Plus von elf Prozent bei den Gesamtzuschauern und ein Plus von sechzehn Prozent in der jüngeren Zielgruppe. Damit reihte sich SmackDown im US-Kabelfernsehen an diesem Abend auf Platz zwei ein, einzig die NHL-Play-offs auf TNT lagen vorn. Begünstigt wurde der Aufwärtstrend dadurch, dass die NBA-Play-offs an diesem Freitag komplett bei Amazon Prime Video liefen und somit nicht im klassischen Fernsehen als Konkurrenz auftauchten.
Trotz der besseren Quoten bleibt das größere Bild für die Blue Brand angespannt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Gesamtzuschauerzahl um zwölf Prozent gesunken, in der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen sogar um fünfundzwanzig Prozent. Auch der Ticketverkauf liefert keinen Trost: Für die Show in Jacksonville wurden lediglich 7.299 Karten abgesetzt, ein Minus von 28% gegenüber dem letzten SmackDown-Gastspiel in der Stadt im Jahr 2024. Über das gesamte zweite Quartal hinweg liegen die Einnahmen aus dem Kartenverkauf für SmackDown um neunzehn Prozent unter dem Durchschnitt des Vorjahresquartals.
In drei Wochen kehrt SmackDown zum zweistündigen Format zurück, was bei WWE Hoffnung auf steigende Zuschauerzahlen im Sommer wecken dürfte. Im vergangenen Jahr lag die Show nach dem Wegfall der dritten Stunde bei rund 1,5 Millionen Zuschauern. Ob die Verkürzung diesmal eine ähnliche Wirkung entfaltet, bleibt offen, denn die inhaltliche Qualität von SmackDown stand zuletzt heftig in der Kritik.
Raw verliert weiter auf Netflix, bleibt aber unter den Top-5-Serien
Auch Monday Night Raw konnte den Negativtrend seit der Ausgabe nach WrestleMania 42 nicht stoppen. Die Folge vom 11. Mai erreichte laut Wrestlenomics und Netflix-Daten weltweit 2,6 Millionen Aufrufe innerhalb von sieben Tagen bei einer Gesamtsehdauer von 4,8 Millionen Stunden. Damit liegt die Red Brand unter den 2,7 Millionen Aufrufen der Vorwoche und den 2,8 Millionen der Folge vom 27. April. Den Bestwert des Jahres hält weiterhin die Raw-Ausgabe nach WrestleMania am 20. April mit 3,3 Millionen Aufrufen.
In der weltweiten Netflix-Rangliste der englischsprachigen Serien landete Raw auf Platz sieben, in den Vereinigten Staaten auf Platz vier hinter „The Roast of Kevin Hart“, der dritten Staffel von „Worst Ex Ever“ und „Nemesis“.
Sportlich war die Raw-Ausgabe geprägt vom geplanten Main Event, in dem Jacob Fatu dem World Heavyweight Champion Roman Reigns nach dessen Niederlage bei Backlash eigentlich die Treue schwören sollte. Stattdessen endete die Zeremonie in einer wüsten Prügelattacke auf den Tribal Chief. Dominik Mysterio verteidigte seinen AAA Mega Championship erfolgreich gegen den ursprünglichen El Grande Americano, IYO SKY setzte sich gegen Sol Ruca durch. Als sich kein Gegner für Oba Femis offene Herausforderung fand, marschierte „The Ruler“ hinter die Kulissen und zerrte Los Garza in den Ring, wo er beide niederstreckte.
NXT mit Tiefstwert seit dem Wechsel zum CW
Das mit Abstand schwerste Wochenergebnis lieferte NXT. Nach einem kurzen Aufschwung in der Vorwoche brachen sowohl die Zuschauerzahlen als auch der Marktanteil bei der Ausgabe vom 12. Mai ein. Die Show kam auf 498.000 Zuschauer und unterschritt damit erstmals seit Längerem die Marke von 500.000. Es ist der niedrigste Wert nicht nur des Jahres 2026, sondern auch der beiden vorangegangenen Jahre seit dem Senderwechsel vom USA Network zum CW.
Im Vergleich zur Vorwoche entspricht das einem Rückgang von zweiundzwanzig Prozent gegenüber 641.000 Zuschauern. In der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen lag die Quote bei 0,06, fünfzehn Prozent unter dem Vorwochenwert von 0,11. Gegenüber dem Mai-Durchschnitt 2025 von 666.000 Zuschauern bedeutet das ein Minus von vierzehn Prozent, beim Marktanteil sogar ein Minus von dreiundvierzig Prozent gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt von 0,14.
Kelani Jordan wird Herausforderin, EVIL feiert Debüt als Naraku
Sportlich sorgte Kelani Jordan im Main Event für die wichtigste Schlagzeile, indem sie Kendal Grey besiegte und sich damit den Status als Nummer-eins-Anwärterin auf den NXT Womens Belt von Lola Vice sicherte. Im Auftaktmatch verbündete sich NXT-Neuzugang Lizzy Rain mit der North American Women’s Championesse Tatum Paxley und schlug das Duo Nikkita Lyons und Zaria. Im Anschluss sagte Paxley ihrer neuen Partnerin ein Titelmatch für die kommende Woche zu.
Im Ring unterschrieb Mason Rook gemeinsam mit NXT-General Manager Robert Stone seinen Vertrag und wurde damit offizielles Mitglied des Rosters. NXT-Champion Tony D’Angelo wollte sich seinem zuletzt zweimaligen Angreifer stellen, wurde aber von Kamden Hendrix von hinten niedergeschlagen. Der ehemalige NJPW-Star EVIL gab unter dem Namen Naraku sein Debüt im Ring und besiegte Lince Dorado.
