Adam Copeland zieht schonungslose Bilanz über seinen Körper und seine Wrestling-Zukunft

Adam Copeland sichtlich verägert
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WWE Hall of Famer Adam „Edge“ Copeland hat in einem aktuellen Westwood-One-Sports-Night-Interview seinen bislang offensten Einblick in sein nahendes Karriere-Ende gegeben. Der 52-jährige Kanadier vergleicht den kommenden Abschied mit seinem erzwungenen Karriere-Schluss aus dem Jahr 2011, äußert sich zu konkreten Zeit-Schätzungen und gibt überraschende Antworten zur Frage, wie es nach dem Ring-Aus für ihn weitergehen soll.

Das I-Quit-Match gegen FTR als Karriere-Wegmarke

Copelands Westwood-One-Auftritt dient in erster Linie als Promo-Auftritt für das anstehende AEW Tag Team-Championship-Match bei Double or Nothing am 24. Mai 2026 im Louis Armstrong Stadium in Flushing, New York. Das Match gegen die amtierenden Champions FTR: Dax Harwood und Cash Wheeler wird als I-Quit-Match ausgetragen, mit einer brisanten Stipulation. Sollten Copeland und Christian Cage verlieren, dürfen sie nie wieder gemeinsam als Tag Team auftreten.

Diese Karriere-Klausel macht das Match zu einem besonders gewichtigen Wendepunkt für den Veteranen, der gemeinsam mit Christian Cage die Spätphase seiner Wrestling-Laufbahn aktiv ausbaut. Copeland betonte in dem Interview, dass beide besonders stolz darauf seien, ihr Tag Team in eine völlig andere Form gegossen zu haben als in ihrer gemeinsamen jüngeren Zeit.

„Mein Körper macht einfach nicht mehr mit“ als zentrale Bilanz

Im Zentrum des Interviews stand Copelands schonungslos ehrliche Selbstdiagnose. Sein Körper signalisiere ihm endlich, dass das Karriereende nahe: „Mein Körper macht einfach nicht mehr mit.“ Diese Aussage formulierte er ohne Umschweife und ergänzte sie mit selbstironischen Beschreibungen seines körperlichen Alltags. Es knacke viel zu sehr, und Arthritis sei mittlerweile sein bester Freund.

Damit gibt der WWE Hall of Famer einen der konkretesten Einblicke in seinen körperlichen Zustand seit seinem überraschenden Comeback im Jahr 2020. Mit 52 Jahren wrestlet er trotz jahrelanger Verletzungen und körperlicher Strapazen weiterhin auf hohem Niveau bei All Elite Wrestling. Doch die Realität hole ihn langsam ein, und er erkenne klar, dass die Zeit im Ring begrenzt sei.

Der erzwungene 2011er Rücktritt als Vergleichs-Maßstab

Copeland ordnete sein nahendes Karriereende ausdrücklich in den Kontext seines ersten Rücktritts ein. Das erste Karriere-Aus im Jahr 2011 sei schwierig gewesen, da es erzwungen war. Damals musste er im Alter von nur 37 Jahren seine WWE-Karriere beenden, da er unter schweren Nackenproblemen litt. Sein überraschendes WWE-Comeback bei Royal Rumble 2020 und der anschließende Wechsel zu AEW im Oktober 2023 hätten ihm die Chance gegeben, sechs zusätzliche Jahre im Ring zu verbringen.

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Aus dieser zweiten Karriere-Phase heraus könne er sich nun mental viel besser auf den finalen Abschied vorbereiten. Diesmal habe er sogar eine Art Generalprobe hinter sich, weshalb der bevorstehende Rücktritt für ihn leichter zu verkraften sein werde. Außerdem habe er diesmal keine andere Wahl, denn der Körper diktiere das Tempo.

Die 54-Jahre-Schätzung

Bereits in einem früheren Interview mit „The Sportsocracy“ hatte Copeland eine konkrete Zeit-Schätzung für sein Karriere-Ende ins Spiel gebracht. Damals deutete er an, dass er mit etwa 54 Jahren zurücktreten könne, also in rund zwei Jahren. Diese Selbstangabe ist allerdings explizit keine offizielle Karriere-Ende-Ankündigung, sondern eine ungefähre Bilanz, wie lange sein Körper noch mitmachen werde. Er bezeichnete seine aktive Karriere als nicht offiziell, aber sie laufe aus.

Damit hat sich Copeland bewusst gegen eine feste Datumsfestlegung entschieden, lässt aber gleichzeitig deutlich erkennen, dass sein Karriereende in absehbarer Zeit ansteht. Diese Selbstbestimmung über das Karriereende ist für ihn ein wichtiger Unterschied zur erzwungenen Pensionierung im Jahr 2011.

Triple-H-Pfad-Absage und der Kreativ-Plan

Auf die Frage, ob er nach dem Karriereende eine Vollzeit-Führungs- oder Kreativ-Rolle wie Paul „Triple H“ Levesque bei WWE anstrebe, antwortete Copeland mit einer klaren Absage. So intensiv wolle er sich nicht engagieren, wenn er das Geschäft nicht mehr genauso gut beherrschen könne wie aktuell.

Trotzdem schloss er eine künftige AEW-Mitarbeit nicht aus. Als kreativer Mensch werde er auf jeden Fall einen kreativen Auslauf brauchen, sei es als Schauspieler, in der AEW-Kreativ-Abteilung oder in einer Kombination aus beidem. Die konkrete Rolle hänge von Tony Khans Bedarf ab und werde im Gespräch geklärt, wenn die Zeit gekommen sei. Alternativ habe er auch keine Hemmung, seine Zeit auf der Terrasse oder beim Jet-Skiing zu verbringen.

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Mentoring-Lob für Darby Allin und Will Ospreay

Im Westwood-One-Interview lobte Copeland ausdrücklich zwei AEW-Top-Stars, denen er gerne sein Wissen weitergebe. Konkret nannte er Darby Allin und Will Ospreay als Beispiele für Wrestler mit der richtigen Einstellung und Arbeitsethik. Für solche Talente habe er den ganzen Tag Zeit, sie zu beraten und zu unterstützen.

Allgemein gelte allerdings, dass jeder Wrestler seinen eigenen Weg finden müsse. Ratschläge solle man entgegennehmen, aber dann in den eigenen Stil übersetzen, weil man von zwanzig verschiedenen Beratern auch zwanzig verschiedene Ansichten erhalte.