WWE Crown Jewel rückt näher: Aktualisierte Reisewarnung wird Backstage diskutiert

Zu sehen ist eine stimmungsvoll inszenierte WWE-Crown-Jewel-Grafik mit dem Crown-Jewel-Logo vor der beleuchteten Skyline von Riyadh, während darüber ein WWE-gebrandetes Flugzeug in Richtung der Stadt fliegt
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Wenige Wochen vor WWE Crown Jewel rückt die bevorstehende Reise nach Saudi-Arabien stärker in den Fokus. Das Premium Live Event ist weiterhin fest im Kalender verankert, doch hinter den Kulissen wird die aktuelle Sicherheitslage inzwischen offenbar genauer beobachtet.

Aktualisierte Reisewarnung wird bei WWE zum internen Thema

Das US-Außenministerium hat am 15. September seine bestehende Reisewarnung für Saudi-Arabien aktualisiert. Das Land bleibt auf Level 3 mit der Empfehlung „Reconsider Travel“, also dem Hinweis, geplante Reisen noch einmal zu überdenken. Als Gründe nennt die Behörde unter anderem mögliche iranische Drohnen- und Raketenangriffe auf amerikanische Interessen, bewaffnete Konflikte und Terrorismus. Bestimmte Gebiete nahe der Grenze zum Jemen unterliegen weiterhin der noch strengeren Warnstufe Level 4 und sollen nicht bereist werden.

Wichtig ist dabei, dass Saudi-Arabien nicht erst jetzt neu auf Level 3 hochgestuft wurde. Diese Einstufung bestand bereits zuvor. Aktualisiert wurden vielmehr die Hinweise innerhalb der bestehenden Reisewarnung. Für WWE kommt die Situation zu einem sensiblen Zeitpunkt. Crown Jewel soll am 7. November im Riyadh Season Stadium at KAFD stattfinden. Dafür müssten zahlreiche Wrestler, Produktionsmitarbeiter und weitere Angestellte des Unternehmens nach Saudi-Arabien reisen.

Laut WrestleVotes Radio wird die Lage inzwischen innerhalb von WWE diskutiert. Eine Quelle stellte zwar klar, dass eine mögliche Entscheidung über eine Verlegung weit oberhalb ihrer eigenen Zuständigkeit liege, bestätigte aber, dass die aktuellen Reisehinweise hinter den Kulissen ein Thema sind.

Der 7. November scheint für WWE wichtiger als der Austragungsort

Bislang gibt es keinerlei offizielle Änderung an Crown Jewel. Riyadh bleibt nach aktuellem Stand der geplante Veranstaltungsort, und WWE hat weder eine Verlegung noch eine Absage angekündigt. Interessant ist jedoch eine weitere Information von WrestleVotes. Demnach soll WWE am 7. November in jedem Fall eine Veranstaltung durchführen wollen – unabhängig davon, wo diese letztlich stattfindet.

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WrestleVotes liefert jedoch einen weiteren interessanten Hinweis. Demnach soll WWE am 7. November in jedem Fall eine Veranstaltung durchführen wollen, selbst wenn Crown Jewel letztlich nicht in Riyadh stattfinden kann. Hintergrund soll eine Verpflichtung gegenüber ESPN sein. In den USA ist das Event für die ESPN-Plattform vorgesehen, international soll die Übertragung über Netflix erfolgen.

Sollte sich die Sicherheitslage deutlich verschärfen und eine Reise nach Saudi-Arabien nicht mehr vertretbar erscheinen, könnte WWE daher eher den Austragungsort ändern, als die Veranstaltung vollständig abzusagen. Eine konkrete Ausweichlösung soll derzeit allerdings nicht beschlossen sein.

WWE hat den TV-Plan bereits auf die Saudi-Reise abgestimmt

Die Planung der regulären WWE-Shows rund um Crown Jewel zeigt, wie weit die organisatorischen Vorbereitungen bereits fortgeschritten sind. Raw und SmackDown werden vor der Reise in einer gemeinsamen Aufzeichnung im Barclays Center produziert. Dadurch hat der Roster anschließend ausreichend Zeit, um die Reise nach Riad anzutreten.

Der Aufwand unterstreicht, dass WWE den 7. November weiterhin fest eingeplant hat. Gleichzeitig erhöht die bereits weit fortgeschrittene Organisation den Druck, sollte sich die Sicherheitslage in den kommenden Wochen verändern und kurzfristig eine Alternative benötigt werden.

Dave Meltzer verwies im Wrestling Observer Radio ebenfalls darauf, dass Crown Jewel inzwischen nicht mehr weit entfernt ist. Anders als bei WrestleMania 43, das erst im kommenden Jahr in Riyadh stattfinden soll, bleibt für die November-Veranstaltung deutlich weniger Zeit, auf mögliche Veränderungen zu reagieren.

Rund 55 bis 60 Millionen Dollar stehen im Raum

Auch finanziell hat die Situation erhebliche Bedeutung. Im Wrestling Observer Radio wurde eine Größenordnung von ungefähr 55 bis 60 Millionen US-Dollar genannt, die mit einem WWE-Event in Saudi-Arabien verbunden sein soll. Nach Meltzers Verständnis würde WWE dieses Geld im Falle eines aus Sicherheitsgründen ausfallenden Saudi-Termins jedoch nicht zwangsläufig dauerhaft verlieren. Eine nicht durchgeführte Veranstaltung könnte demnach zu einem späteren Zeitpunkt oder am Ende der bestehenden Vereinbarung nachgeholt werden.

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Nick Khan hatte bereits einen klaren Sicherheitsmaßstab genannt

Die aktuelle Situation ist nicht das erste Mal, dass geopolitische Spannungen die Vorbereitung eines WWE-Events in Saudi-Arabien begleiten. WWE-Präsident Nick Khan hatte im Zusammenhang mit früheren Unsicherheiten bereits erklärt, dass das Unternehmen nur dann nach Saudi-Arabien reisen werde, wenn dies als sicher eingestuft werde und die Reise auch offiziell möglich sei.

WWE arbeitet dabei sowohl mit dem eigenen Sicherheitsteam als auch mit externen Regierungs- und Sicherheitskontakten zusammen. Diese Haltung dürfte auch bei der aktuellen Entscheidung eine zentrale Rolle spielen. Trotz der aktualisierten Reisewarnung gibt es momentan keinen Hinweis darauf, dass WWE den Termin oder den Austragungsort bereits geändert hat.

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