WWE behandelt nicht alle NXT-Stars gleich: Neue Vertragsdetails enthüllt

Die Grafik zeigt symbolisch den finanziellen Wechsel von NXT zu Raw oder SmackDown anhand von Vertragsmappen, WWE-Logos und gebündelten US-Dollar-Scheinen
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Bei WWE verlaufen Karrieren längst nicht mehr nach einem einheitlichen Muster. Gerade bei NXT können sich hinter einem vermeintlich klassischen Entwicklungsvertrag inzwischen sehr unterschiedliche Konditionen verbergen.

Neue Aussagen von Sean Ross Sapp geben nun einen Einblick darin, wie WWE mit etablierten Verpflichtungen und späteren Wechseln zu Raw oder SmackDown umgeht. Dabei zeigt sich, dass der Schritt ins Main Roster finanziell nicht für jeden Wrestler dieselbe Bedeutung besitzt.

Einige NXT-Stars verdienen offenbar bereits auf Main-Roster-Niveau

Sean Ross Sapp ging während einer aktuellen Fightful-Select-Fragerunde näher auf die Vertragsstruktur innerhalb der WWE ein. Dabei erklärte er, dass einige Wrestler bereits bei ihrer Verpflichtung für NXT Verträge erhalten hätten, die finanziell über dem derzeit kolportierten Mindestgehalt des Main Rosters liegen.

Dieses soll bei ungefähr 350.000 US-Dollar pro Jahr liegen. WWE selbst veröffentlicht die individuellen Gehälter seiner Talente allerdings nicht, weshalb es sich bei dieser Summe um einen berichteten Richtwert handelt. Als konkrete Beispiele nannte Sapp Jordynne Grace und Joe Hendry. Bei beiden wisse er, dass ihre WWE-Verträge bereits oberhalb dieses Bereichs angesiedelt seien.

Damit befinden sich Grace und Hendry zwar regelmäßig bei NXT, ihre Vertragskonditionen entsprechen offenbar jedoch nicht denen eines gewöhnlichen Developmental-Talents.

Bei Ricky Saints und Ethan Page bleibt Sapp vorsichtiger

Auch Ricky Saints und Ethan Page brachte Sapp in diesem Zusammenhang ins Spiel. Bei ihnen formulierte er allerdings deutlich vorsichtiger. Er gehe davon aus, dass auch ihre Verträge möglicherweise über dem Main-Roster-Minimum liegen. Anders als bei Grace und Hendry bezeichnete er dies jedoch nicht als ihm bekannte Tatsache.

Diese Unterscheidung ist wichtig. Gerade Saints und Page kamen bereits mit umfangreicher Erfahrung und größerer Bekanntheit zur WWE. Ein entsprechend höher dotierter Vertrag wäre daher nachvollziehbar, ist nach aktuellem Stand aber nicht in gleicher Weise bestätigt.

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Im Fall von Joe Hendry gab es bereits bei seiner WWE-Verpflichtung Berichte darüber, dass sein Vertrag finanziell auf Main-Roster-Niveau angesiedelt sei. Auch bei Jordynne Grace war seit Anfang 2025 bekannt, dass sie einen langfristigen WWE-Deal unterzeichnet hatte.

Genau diese Ausgangslage macht beide Fälle besonders interessant. Denn wenn ein Talent bereits bei NXT zu vergleichbaren Konditionen wie ein Main-Roster-Star unter Vertrag steht, verändert das auch die Bedeutung eines späteren Wechsels zu Raw oder SmackDown.

Ein Call-up muss nicht automatisch einen neuen Vertrag bedeuten

Laut Sapp sieht die WWE bei Talenten wie Grace oder Hendry keine zwingende Notwendigkeit, ihnen bei einem späteren Wechsel zu Raw oder SmackDown einen neuen Vertrag vorzulegen. Wenn ein Wrestler bereits mehr als das kolportierte Main-Roster-Minimum verdient und langfristig gebunden ist, kann die WWE demnach mit dem bestehenden Vertrag weiterarbeiten.

Der Wechsel ins Main Roster wäre in solchen Fällen also hauptsächlich eine kreative Veränderung und nicht zwangsläufig gleichzeitig eine finanzielle Neuverhandlung. Das unterscheidet diese Namen deutlich von klassischen NXT-Talenten, die zunächst mit wesentlich niedrigeren Entwicklungsverträgen in das Unternehmen kommen.

Bei anderen NXT-Talenten kann der Wechsel eine neue Vertragslaufzeit auslösen

Für Wrestler mit traditionelleren NXT-Verträgen sieht die Situation offenbar anders aus. Sapp erklärte, dass WWE solchen Talenten bei einem Call-up einen neuen, höher dotierten Vertrag anbieten könne. Dieser ersetzt den bisherigen NXT-Deal und beginnt mit einer neuen Laufzeit.

Ein Wechsel zu Raw oder SmackDown kann somit zwei Auswirkungen haben: Das Gehalt steigt und die vertragliche Bindung an die WWE beginnt praktisch erneut. Allerdings sollte nicht der Eindruck entstehen, dass dies bei jedem Call-up automatisch geschieht. Da WWE‑Verträge individuell strukturiert sind, können Laufzeit und finanzielle Konditionen von Talent zu Talent unterschiedlich ausfallen.

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Jordynne Grace soll noch mehrere Jahre an WWE gebunden sein

Als konkretes Beispiel ging Sapp noch einmal auf Jordynne Grace ein. Ihr aktueller WWE-Vertrag laufe mittlerweile seit ungefähr eineinhalb Jahren und habe weiterhin mehrere Jahre Restlaufzeit. Das passt zeitlich zu ihrer Verpflichtung Anfang 2025, als bereits von einem mehrjährigen Vertrag berichtet worden war.

Wie hoch ihr tatsächliches Jahresgehalt ausfällt, ist hingegen nicht bekannt. Sapp ordnete sie lediglich in die Gruppe der NXT-Talente ein, deren Verträge oberhalb des berichteten Main-Roster-Minimums liegen sollen.

The CW spielt bei WWEs NXT-Strategie eine wichtige Rolle

Sapp lieferte zugleich eine mögliche Erklärung dafür, weshalb WWE etablierte Namen mit vergleichsweise hoch dotierten Verträgen zunächst länger bei NXT einsetzt. Das Unternehmen wolle auch für seinen TV-Partner The CW möglichst viel Wert aus solchen Verpflichtungen ziehen.

NXT läuft seit Herbst 2024 im Rahmen eines langfristigen Vertrages auf The CW. Inzwischen wurden die Beziehungen zwischen beiden Seiten zusätzlich ausgebaut. Damit besitzt NXT für WWE nicht mehr ausschließlich die Funktion einer klassischen Entwicklungsshow. Die Marke muss gleichzeitig als eigenständiges TV-Produkt funktionieren und entsprechende Zuschauerzahlen sowie Aufmerksamkeit liefern.

Bekannte Wrestler wie Grace, Hendry, Page oder Saints können dabei einen zusätzlichen Wert besitzen, unabhängig davon, ob ihre Verträge finanziell eher dem NXT- oder bereits dem Main-Roster-Bereich entsprechen.

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