Will Ospreay war im August 2023 nur für einen besonderen Auftritt bei AEW All In im Wembley-Stadion eingeplant, doch hinter den Kulissen bekam er an diesem Abend weit mehr mit als nur die Vorbereitungen auf sein eigenes Match.
Im Gespräch mit Ariel Helwani erinnerte sich der heutige AEW-Star an den berüchtigten Zwischenfall zwischen CM Punk und Jack Perry und schilderte, wie ungewöhnlich die Situation für ihn damals wirkte.
Ospreay war beim Punk-Perry-Vorfall backstage
Will Ospreay befand sich bei AEW All In 2023 hinter den Kulissen, als es zur Auseinandersetzung zwischen CM Punk und Jack Perry kam. Zu diesem Zeitpunkt gehörte Ospreay noch nicht dauerhaft zum AEW‑Roster. Er trat weiterhin hauptsächlich für New Japan Pro Wrestling an und war für das große Wembley-Event nach London gekommen, um gegen Chris Jericho anzutreten.
Während er sich gedanklich auf sein eigenes Match vorbereitete, bemerkte Ospreay plötzlich Unruhe in seiner unmittelbaren Umgebung. Im Gespräch mit Ariel Helwani erklärte er, zunächst überhaupt nicht verstanden zu haben, was dort tatsächlich passierte.
Ospreay hielt den Tumult zunächst für eine Promo
Ospreay schilderte, dass er während seiner Matchvorbereitung plötzlich eine lautere Auseinandersetzung hörte. Sein erster Gedanke sei gewesen, dass irgendwo in seiner Nähe eine Promo aufgenommen werde. Er konzentrierte sich zu diesem Zeitpunkt stark auf das bevorstehende Match gegen Jericho und ging zunächst davon aus, dass die Stimmen und der Tumult schlicht Teil einer laufenden Produktion seien. Erst als CM Punk kurz darauf an ihm vorbeiging, wurde Ospreay bewusst, dass etwas Ernstes passiert sein musste.
Für Ospreay war die Situation ein ungewöhnlicher Blick hinter die Kulissen
Ospreay erinnerte sich daran, wie seltsam es sich angefühlt habe, eine derartige Situation tatsächlich direkt im Backstagebereich mitzuerleben. Wrestling-Fans lesen regelmäßig Berichte über Spannungen, Auseinandersetzungen oder Konflikte hinter den Kulissen. Ospreay selbst kannte solche Geschichten ebenfalls aus dem Internet.
Plötzlich eine entsprechende Situation in unmittelbarer Nähe zu erleben, habe jedoch eine völlig andere Wirkung gehabt. Er beschrieb den Moment rückblickend als eher ernüchternd. Gerade weil seine eigenen Erfahrungen bei AEW bis dahin fast ausschließlich positiv gewesen seien, habe der Vorfall nicht zu dem Bild gepasst, das er selbst vom Unternehmen hatte.
Ospreays frühere AEW-Erfahrungen waren überwiegend positiv
Vor seinem festen Wechsel zu AEW hatte Ospreay bereits mehrfach für das Unternehmen gearbeitet. Zu seinen Auftritten gehörten unter anderem Matches bei Forbidden Door sowie weitere einzelne Einsätze, während er weiterhin vertraglich an New Japan Pro Wrestling gebunden war.
Nach eigener Aussage habe er diese Aufenthalte bei AEW stets als angenehm empfunden. Die Atmosphäre hinter den Kulissen sei für ihn bei diesen Gastauftritten positiv gewesen, weshalb der Vorfall zwischen Punk und Perry besonders stark herausstach. Gleichzeitig machte Ospreay deutlich, dass er die damalige Situation innerhalb des AEW-Locker Rooms nicht vollständig beurteilen könne.
Ospreay möchte die damalige AEW-Atmosphäre nicht nachträglich bewerten
Der heutige AEW-Star stellte ausdrücklich klar, dass er 2023 noch kein dauerhaftes Mitglied des Rosters war. Deshalb wolle er nicht so tun, als könne er zuverlässig erklären, wie angespannt die Stimmung damals tatsächlich gewesen sei oder welche Entwicklungen letztlich zu den verschiedenen Konflikten führten.
Ospreay beobachtete die Situation lediglich aus der Perspektive eines Gastes. Angesichts dessen vermied er es auch, einzelnen Personen nachträglich die Verantwortung für die damalige Lage zuzuschreiben.
Der Zwischenfall hatte weitreichende Folgen für AEW
Die Auseinandersetzung zwischen CM Punk und Jack Perry nach „All In 2023” entwickelte sich schnell zu einer der größten internen Krisen des Unternehmens. Punk wurde wenig später von AEW entlassen, während Perry zunächst suspendiert wurde. Damit endete für Punk seine Zeit bei AEW endgültig. Er kehrte wenige Monate später zu WWE zurück.
Perry hingegen blieb dem Unternehmen erhalten und baute seine Karriere bei AEW weiter aus. Ospreay stand zum Zeitpunkt dieser Ereignisse noch außerhalb des regulären Rosters. Seine eigene Rolle bei AEW sollte sich jedoch wenige Monate später grundlegend verändern.
Heute nimmt Ospreay weniger Spannungen im AEW-Locker Room wahr
Im Gespräch mit Helwani erklärte Ospreay, dass er die heutige Atmosphäre hinter den Kulissen anders wahrnehme. Seiner Meinung nach gibt es inzwischen weniger gegenseitige Animositäten als in der Phase, die rund um „All In 2023” für Schlagzeilen sorgte.
Dabei formulierte er bewusst vorsichtig. Er behauptete nicht, sämtliche Probleme im Unternehmen seien verschwunden oder es gebe keinerlei Meinungsverschiedenheiten mehr. Vielmehr bezog er sich auf seine persönlichen Erfahrungen seit seinem festen Einstieg bei AEW. Diese seien überwiegend positiv.

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