Im rechtlichen Verfahren gegen Marcel Barthel gibt es eine wichtige Entwicklung. Wie berichtet, wurde der WWE-Star, der unter den Namen Ludwig Kaiser und El Grande Americano bekannt ist, Ende Mai in Florida wegen Körperverletzung festgenommen. Nun hat ein Richter entschieden, dass Barthel während der gesamten Verfahrensdauer seiner Arbeit als internationaler Performer nachgehen darf.
Was das Gericht konkret entschieden hat
Richter Andrew Cameron, der den Fall vor dem Circuit Court in Orange County, Florida, leitet, genehmigte am vergangenen Dienstag einen Antrag der Verteidigung auf Reiseerlaubnis. Der Beschluss umfasst drei konkrete Punkte: Barthel darf während der gesamten Verfahrensdauer sowohl innerhalb der USA als auch international reisen.
Er ist verpflichtet, bei allen künftigen Gerichtsterminen persönlich zu erscheinen. Alle bisherigen Auflagen der Freilassung bleiben unverändert in Kraft. Zu diesen Auflagen gehören unter anderem das Verbot jeglichen Kontakts mit dem mutmaßlichen Opfer oder Zeugen sowie das Verbot, Waffen oder nicht verschriebene Substanzen zu besitzen.
Auch eine Rückkehr in seinen Apartmentkomplex war laut Gerichtsdokumenten nur einmal in Begleitung von Strafverfolgungsbehörden gestattet.
Das Argument der Verteidigung
In dem Antrag hatte Barthels Anwalt, Thomas D. Sommerville, argumentiert, sein Mandant sei als internationaler Performer darauf angewiesen, in die USA und weltweit zu reisen, um seiner Beschäftigung nachzugehen. Sein Hauptwohnsitz befinde sich in dem Apartmentkomplex in Orlando, in dem sich der Vorfall ereignet habe. Er habe keine Vorstrafen und stelle keine Gefahr für andere dar. Er bestehe auf seiner Unschuld.
Auch die Staatsanwaltschaft erhob keinen Widerspruch gegen den Antrag, was die gerichtliche Genehmigung erleichtert haben dürfte. Dass der Richter dem Antrag stattgegeben hat, gibt sowohl WWE als auch dem mexikanischen Partner AAA die notwendige Planungssicherheit für den weiteren Einsatz des Wrestlers.
Hintergrund des Verfahrens
Barthel war am 20. Mai 2026 in Orange County festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, am 23. April einen Mitbewohner seines Apartmentkomplexes in Orlando körperlich angegriffen zu haben. Laut Gerichtsdokumenten soll sich der Vorfall in einem Aufzug ereignet haben.
Das mutmaßliche Opfer Richard Reap soll das Paar auf sein Verhalten angesprochen haben, woraufhin es unmittelbar zu einem Angriff gekommen sein soll. Barthel hatte zum Zeitpunkt des Haftbefehls beruflich in Mexiko geweilt.
Nachdem er am 19. Mai von dem Haftbefehl erfahren hatte, reiste er sofort zurück und stellte sich am 20. Mai selbst der Polizei. Er hinterlegte eine Kaution in Höhe von 1.000 US-Dollar und legte schriftlich ein Nichtschuldig-Plädoyer ein. Die Anklage lautet auf einfache Körperverletzung im Range eines Vergehens erster Klasse.
Mask vs. Mask am 30. Mai 2026 bleibt im Plan
Für WWE und AAA bedeutet die Gerichtsentscheidung vor allem Planungssicherheit: Barthel kann seinen beruflichen Verpflichtungen ohne Einschränkungen nachgehen, solange er zu allen Gerichtsterminen erscheint.
Am 30. Mai tritt er in der Arena Monterrey beim Event Noche de Los Grandes in einem Mask vs. Mask Match gegen den Original El Grande Americano (Chad Gable) an. Das Verfahren selbst läuft auf dem üblichen rechtlichen Weg weiter, ohne unmittelbare Auswirkungen auf seinen Einsatz als WWE-Talent oder in der laufenden El-Grande-Americano-Storyline mit der AAA.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar