War der SummerSlam Brock Lesnars Abschied? Das ist derzeit backstage zu hören

Brock Lesnar zeigt auf Oba Femi im Ring beim WWE SummerSlam
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Der emotionale Abschluss des ersten SummerSlam Abends wirkte wie das mögliche Ende einer außergewöhnlichen WWE-Karriere. Brock Lesnar umarmte Oba Femi nach seiner Niederlage, rückte den jüngeren Superstar in den Mittelpunkt und bezeichnete sich selbst als Teil der Vergangenheit. Hinter den Kulissen wird die Szene jedoch offenbar nicht als endgültiger Abschied betrachtet.

Neue Berichte liefern zugleich weitere Erklärungen für die Hell in a Cell-Stipulation und die kurzfristige Entscheidung, Lesnar gegen Femi vom ursprünglich vorgesehenen Eröffnungsmatch in den Main Event zu verlegen.

WWE rechnet offenbar weiterhin mit Brock Lesnar

Brock Lesnar unterlag Oba Femi im Hell in a Cell Match, das den ersten SummerSlam-Abend in Minneapolis abschloss. Nach dem Match holte Lesnar seinen Gegner zurück in den Ring, umarmte ihn und machte deutlich, dass Femi für die Gegenwart und Zukunft von WWE stehe, während seine eigene Zeit zunehmend der Vergangenheit angehöre.

Trotz dieser bewusst symbolisch inszenierten Übergabe des Staffelstabs gehen Personen innerhalb von WWE laut „Fightful Select“ nicht davon aus, dass Lesnar bereits sein letztes Match bestritten hat. Der Auftritt sei hinter den Kulissen demnach nicht als definitive Bestätigung seines Rücktritts verstanden worden. Ein konkreter Gegner oder ein möglicher Zeitpunkt für seine Rückkehr sind bislang allerdings nicht bekannt.

Damit sollte auch die teilweise verbreitete Aussage, Lesnar habe sicher noch mindestens ein Match vor sich, vorsichtig eingeordnet werden. Belastbar ist derzeit lediglich, dass WWE-Quellen mit weiteren Auftritten rechnen und den SummerSlam-Abschluss nicht als endgültigen Schlusspunkt betrachten.

Triple H hielt sich während der Pressekonferenz nach der Veranstaltung ebenfalls alle Möglichkeiten offen. Der Chief Content Officer verwies darauf, dass Lesnar bereits nach WrestleMania einen Rücktritt angedeutet hatte, kurze Zeit später jedoch zurückkehrte. Seine Äußerungen beim SummerSlam seien zwar ernst zu nehmen, bei Lesnar lasse sich jedoch nie zuverlässig vorhersagen, welche Entscheidung er als Nächstes treffen werde.

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Triple H würdigte darüber hinaus Lesnars Leistungen und dessen besondere Wirkung im Ring. Der frühere UFC-Champion habe über viele Jahre hinweg eine Glaubwürdigkeit und körperliche Intensität vermittelt, die ihn deutlich von anderen Wrestlern unterschieden hätten. Aus Triple Hs Sicht werden Lesnars technisches Verständnis und seine Fähigkeit, Begegnungen realistisch wirken zu lassen, von vielen Zuschauern unterschätzt.

Mehrere Gründe für die Hell in a Cell Stipulation

Wie wir bereits in den gestrigen Last Minute Meldungen zum SummerSlam berichteten, sorgte nach dem Match insbesondere der zurückhaltende Einsatz der Käfigkonstruktion für Diskussionen. Lesnar und Femi blieben während der gesamten Begegnung nahezu im Ring und bezogen die Stahlwände kaum in ihre Aktionen ein.

JoeyVotes von „WrestleVotes“ nannte während einer Fragerunde mehrere Hintergründe für die Entscheidung. Die Hell in a Cell-Stipulation sei als zusätzliche Attraktion für den Ticketverkauf betrachtet worden und habe zugleich den Vorstellungen von WWE-Partner ESPN entsprochen. Lesnar selbst soll außerdem den Wunsch geäußert haben, noch einmal in einem Hell in a Cell Match anzutreten, ohne die Käfigkonstruktion dabei intensiv einzusetzen.

Dass Lesnar grundsätzlich auf diese Matchart gedrängt hatte, war bereits vor dem SummerSlam bekannt. Triple H hatte erklärt, dass Lesnar die dritte Begegnung mit Oba Femi in Minnesota ausdrücklich innerhalb der Hell in a Cell Konstruktion bestreiten wollte.

Die Umsetzung unterschied sich entsprechend von zahlreichen früheren Matches dieser Art. Statt die Stahlwände oder das Dach der Konstruktion in den Mittelpunkt zu stellen, konzentrierte sich die Eskalation auf den Ring. Lesnar entfernte Teile der Matte, legte die darunterliegenden Holzplatten frei und führte darauf einen Tombstone Piledriver gegen Femi aus. Der spätere Sieger überstand die Aktion und entschied das Match schließlich mit dem Fall From Grace für sich.

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Die Käfigkonstruktion diente damit vor allem als optischer und vermarktbarer Rahmen für das entscheidende Kapitel der Rivalität. Zugleich wurde Femi durch seinen Sieg und Lesnars anschließende Anerkennung deutlich als einer der wichtigsten Stars für die Zukunft von WWE positioniert.

PWInsider korrigiert Bericht über den Main Event

Eine weitere wichtige Klarstellung betrifft die Platzierung des Matches. Auch darüber hatten wir bereits in den gestrigen Last Minute Meldungen zum SummerSlam berichtet.

Mike Johnson von „PWInsider“ hatte zunächst berichtet, dass innerhalb der WWE die Vermutung bestanden habe, Lesnar habe selbst auf den abschließenden Platz der Veranstaltung gedrängt. Nach weiteren Gesprächen mit Personen, die über direkte Kenntnisse der kreativen Planung der Show verfügen, korrigierte Johnson diese Darstellung.

Demnach war Lesnar gegen Femi ursprünglich sogar als Eröffnungsmatch des ersten SummerSlam-Abends vorgesehen. Erst im Verlauf der Veranstaltungswoche entschied WWE, das Hell in a Cell Match ans Ende der Show zu verschieben.

Nach Angaben der von PWInsider befragten WWE-Quellen war Lesnar weder an der Umstellung des Showformats noch an der Veränderung der Matchreihenfolge beteiligt. Die zuvor vermutete Verbindung zu seiner Nähe zu Minneapolis gilt damit nicht mehr als belastbare Erklärung für eine angebliche Einflussnahme Lesnars.

Nicht eindeutig geklärt ist weiterhin, welches Match vor dieser Änderung als ursprünglicher Main Event eingeplant war. CM Punk verteidigte die Undisputed WWE Championship gegen Cody Rhodes und galt aufgrund des Titelmatches als naheliegender Kandidat.

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