Dominik Mysterio über Reys künftiges Karriereende: Für dessen letztes Match hat er klare Vorstellungen

Dominik Mysterio und Rey Mysterio liefern sich einen Staredown direkt vor einem WWE-Referee
wrestling-point.de Newsquelle festlegen

Dominik Mysterio hat sich ausführlich mit seiner außergewöhnlichen Familiengeschichte bei WWE beschäftigt und dabei deutlich gemacht, welche Rolle er beim späteren Karriereende seines Vaters spielen möchte.

Im Gespräch mit Ariel Helwani sprach der WWE-Star nicht nur über ein mögliches letztes Match gegen Rey Mysterio. Er erinnerte sich auch daran, dass sein eigener Einstieg in den Ring ursprünglich ganz anders geplant war und die berühmte Mysterio-Maske dabei eine wesentlich größere Rolle spielen sollte.

Dominik Mysterio beansprucht Reys letztes Match für sich

Seit Jahren wird darüber spekuliert, wie Rey Mysterio seine aktive Karriere eines Tages beenden könnte. Ein letztes Match gegen seinen Sohn gehört dabei zu den naheliegendsten Möglichkeiten. Dominik machte nun deutlich, dass es aus seiner Sicht praktisch keine andere Option geben sollte.

Gerüchte, wonach ein entsprechendes Abschiedsmatch bereits für WrestleMania 43 diskutiert worden sein könnte, bestätigte er allerdings nicht. Nach seinem Kenntnisstand habe es keine konkreten Gespräche darüber gegeben. Er selbst mache jedoch schon länger kein Hehl daraus, dass er seinen Vater irgendwann aus dem Ring verdrängen wolle.

Dominik sieht sich dabei nicht einfach nur als einen möglichen letzten Gegner. Er betrachtet es vielmehr als Teil seines eigenen Erbes, Reys Karriere persönlich zu beenden. Sollte diese Aufgabe letztlich einem anderen Wrestler zufallen, würde ihn das nach eigener Darstellung erheblich treffen.

Dabei geht seine Vorstellung weit über einen gewöhnlichen Sieg hinaus. Dominik möchte am Ende nicht nur seinen Vater besiegen, sondern auch dessen Maske und Namen für sich beanspruchen. Für ihn wäre dies die konsequente Vollendung einer Geschichte, die ihn praktisch sein gesamtes Leben begleitet.

Historischer Austragungsort in Tijuana

Selbst über den möglichen Schauplatz eines solchen Matches hat sich Dominik bereits Gedanken gemacht. Sollte die Entscheidung bei ihm liegen, würde er das Duell im Auditorio de Tijuana Fausto Gutiérrez Moreno in Mexiko austragen. Die Arena besitzt für die Mysterio-Familie eine besondere Bedeutung. Nicht nur Rey Mysterio trat dort an, sondern auch weitere Mitglieder und enge Weggefährten der Wrestling-Familie.

Siehe auch  Triple H kontert WWE-Kritiker und spricht über ein Problem heutiger Wrestling-Fans

Dominik erinnerte sich daran, wie er selbst Veranstaltungen in der traditionsreichen Halle erlebte. Bei einem Auftritt seines Vaters sei die Arena derart voll gewesen, dass Zuschauer selbst auf Treppen und in den Gängen Platz fanden. Ein letztes Match zwischen Vater und Sohn an einem solchen Ort würde für ihn deshalb besonders gut zur Geschichte der Familie passen.

Dominik sollte ursprünglich selbst eine Maske tragen

Die Bedeutung der Mysterio-Maske zieht sich auch durch Dominiks eigene Karriere. Wie der 29-Jährige im selben Interview erklärte, war zu Beginn seiner Wrestling-Ausbildung tatsächlich vorgesehen, dass er später maskiert auftreten könnte.

Für diesen Zweck wurden bereits Masken angefertigt. Dominik trainierte sogar damit, um sich an die eingeschränkte Sicht und das Gefühl während eines Matches zu gewöhnen. Der ursprüngliche Weg sollte deutlich langsamer verlaufen als seine spätere tatsächliche WWE-Karriere. Unter anderem waren weitere Ausbildungsschritte vorgesehen, bevor er schließlich im Main Roster angekommen wäre.

Doch im Jahr 2020 änderte sich die Situation innerhalb kürzester Zeit. Durch die damalige Fehde zwischen Rey Mysterio und Seth Rollins wurde Dominik wesentlich schneller in die laufende WWE-Story eingebunden als ursprünglich erwartet.

Dadurch blieb ihm nach eigener Darstellung kaum Gelegenheit, eine eigene Präsentation zu entwickeln. Weder über einen individuellen Ringnamen noch über seine Musik oder andere Bestandteile seines Auftritts habe er sich ausführlich Gedanken machen können. Stattdessen führte ihn die Geschichte unmittelbar zu seinem ersten WWE-Match gegen Seth Rollins beim SummerSlam 2020.

Warum der Plan mit der Maske schließlich verworfen wurde

Dominik hätte die Maske dennoch gerne zumindest für sein Debüt verwendet. Gleichzeitig erkannte er ein grundlegendes Problem: Das WWE-Publikum kannte sein Gesicht bereits seit seiner Kindheit.

Siehe auch  Becky Lynch positiv überrascht von MJF, Divas-Ära-Kritik und Doppelstandard im Wrestling

Anders als viele traditionelle Luchadores hätte Dominik seine Identität hinter einer Maske somit ohnehin nicht verbergen können. Deshalb entstand die Idee, mit der Tradition bewusst zu spielen. Statt die Maske dauerhaft zu tragen, hätte er sie beispielsweise zunächst verwenden und anschließend demonstrativ abnehmen können – eine Variante, die wesentlich besser zu seiner späteren „Dirty Dom“-Persönlichkeit gepasst hätte.

Dass die Zuschauer ihn schon so lange kannten, geht vor allem auf eine der ungewöhnlichsten WWE-Storylines der 2000er-Jahre zurück.

Die berühmte Custody-Storyline verfolgte Dominik bis in die Schule

Bereits 2005 stand Dominik im Mittelpunkt der Fehde zwischen Rey Mysterio und Eddie Guerrero. Guerrero behauptete damals innerhalb der Storyline, Dominiks tatsächlicher Vater zu sein. Schließlich wurde beim SummerSlam sogar ein Ladder Match um das Sorgerecht des damals achtjährigen Dominik ausgetragen.

Im Helwani-Interview erinnerte sich Dominik daran, dass die Geschichte außerhalb der Shows teilweise überraschend ernst genommen wurde. Einige seiner Lehrer wussten offenbar nicht, wie genau Wrestling-Storylines funktionierten, und machten sich tatsächlich Gedanken über seine familiäre Situation.

Da Dominik wegen seiner WWE-Auftritte wiederholt in der Schule fehlte und anschließend im Fernsehen in einer vermeintlichen Auseinandersetzung um seine Familie zu sehen war, mussten seine Eltern den Lehrern erklären, dass es sich lediglich um eine inszenierte Geschichte handelte. Auch Mitschüler hätten teilweise geglaubt, die Ereignisse könnten tatsächlich der Wahrheit entsprechen.