„Völlig lächerlich“: MVP verteidigt Roman Reigns gegen umstrittenen Vorwurf

Links ist MVP mit schwarzer Kappe und Shirt zu sehen, während rechts Roman Reigns mit langem dunklem Haar, Bart, freiem Oberkörper, markanten Tattoos und roter Halskette ernst in die Ferne blickt

Eine zugespitzte Debatte über Roman Reigns hat nun eine deutliche Antwort von MVP erhalten. Conrad Thompson hatte den amtierenden World Heavyweight Champion als womöglich überbewerteten Main Eventer und als Produkt einer jahrelangen Unternehmensstrategie bezeichnet.

Im „Marking Out“-Podcast widersprach MVP vor allem dem Vorwurf, Reigns sei lediglich ein künstlich aufgebauter „Industry Plant“. Zugleich räumte er ein, dass bei der Einordnung von Reigns zwei unterschiedliche Maßstäbe auseinandergehalten werden müssen.

MVP trennt Bekanntheit außerhalb des Wrestlings von Reigns’ Wert für WWE

MVP kann nachvollziehen, weshalb Beobachter bei Roman Reigns nicht dieselbe Bekanntheit außerhalb der Wrestling-Blase erkennen wie bei John Cena, Dwayne „The Rock“ Johnson, Steve Austin oder Hulk Hogan. Diese Namen seien über ihre eigentliche Branche hinaus Teil der Popkultur geworden. Reigns habe diese Form der allgemeinen Wiedererkennbarkeit nach seiner Einschätzung noch nicht in gleichem Umfang erreicht.

Für MVP beantwortet das jedoch nicht die Frage, wie bedeutend Reigns innerhalb des aktuellen Wrestling-Geschäfts ist. Dort seien Zuschauerinteresse, Ticketverkäufe und die Fähigkeit, eine große Show zu tragen, die entscheidenden Kriterien. Gemessen daran hält er Reigns eindeutig für einen der wichtigsten Stars seiner Generation. Seine Position lasse sich nicht allein mit einer bevorzugten Behandlung durch WWE erklären.

Als praktisches Beispiel verwies MVP auf eine frühere Erklärung von Brock Lesnar. Ein Wrestler werde zum echten Zugpferd, wenn seine Beteiligung die wirtschaftliche Größenordnung einer Veranstaltung messbar verändere. Verkaufe eine Show ohne Reigns beispielsweise 20.000 Tickets und mit ihm weitere 5.000, sei das ein unmittelbarer Beleg für seinen Marktwert. Die genannten Zahlen dienten dabei als Modell, nicht als konkrete Abrechnung einer bestimmten Veranstaltung.

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Eine Förderung durch WWE macht den späteren Erfolg nicht automatisch künstlich

Den Vorwurf, Roman Reigns sei lediglich ein künstlich aufgebauter „Industry Plant“, bezeichnete MVP sogar als „völlig lächerlich“. Der Begriff greife schon deshalb zu kurz, weil nahezu jeder große Wrestling-Star zunächst von einer Promotion ausgewählt, gefördert und prominent eingesetzt werde. Auch Cena, Austin, Hogan oder The Rock bekamen Gelegenheiten, die andere Talente nicht erhielten. Entscheidend sei, was ein Wrestler aus diesen Chancen mache und ob das Publikum langfristig auf ihn reagiere.

Bei Reigns verlief dieser Prozess ungewöhnlich sichtbar. WWE hielt während seiner frühen Jahre als Singles Wrestler an ihm fest, obwohl ein Teil des Publikums seine Darstellung ablehnte. Die anfängliche Förderung sei daher unbestreitbar. Nach MVPs Ansicht folgt daraus aber nicht, dass Reigns’ heutiger Status wertlos oder vollständig hergestellt sei. Vielmehr habe er länger gebraucht, bis Figur, Auftreten und Präsentation zusammenpassten.

Mit seiner Entwicklung zum „Tribal Chief“ und später zum „Original Tribal Chief“ habe Reigns die hohen Erwartungen schließlich erfüllt. Der entscheidende Punkt ist für MVP nicht, ob WWE ihn früh an die Spitze bringen wollte, sondern ob er diese Position inzwischen glaubwürdig ausfüllt. Seine Antwort fällt eindeutig aus: Reigns habe bewiesen, dass er große Veranstaltungen tragen und zusätzliches Interesse erzeugen könne.

Thompsons Kritik und MVPs Gegenargument beruhen auf verschiedenen Maßstäben

Thompsons ursprüngliche Kritik zielte vor allem darauf, wie lange WWE Reigns trotz Widerstands als künftigen Topstar präsentierte. Aus dieser Sicht wirkte sein Aufstieg weniger organisch als bei Publikumslieblingen, deren Popularität zunächst von den Zuschauern ausging. MVP bestreitet diese Vorgeschichte nicht vollständig. Er widerspricht jedoch der Folgerung, dass der Erfolg deshalb heute keine eigene Leistung darstelle.

Beide Positionen bewerten somit unterschiedliche Phasen. Die Kritik richtet sich gegen den Weg, auf dem WWE Reigns an die Spitze brachte. MVP beurteilt dagegen den heutigen Status und dessen wirtschaftliche Wirkung. Dass Reigns außerhalb des Wrestlings nicht dieselbe Reichweite wie Cena oder The Rock besitzt, erkennt er als berechtigten Einwand an. Innerhalb der Branche hält er die Bezeichnung als bloßes Unternehmensprodukt jedoch für unhaltbar.

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1 Kommentar

  1. im Gegenteil. Die ganze Familie hat das Wrestling erst richtig bekannt gemacht und alles in die Gänge gebracht. Wenn es dort Akteure gibt, die völlig über bewertet sind, dann sind das Breakker, Knight Williams, Gunther und der Ruler. Bei den Frauen könnte man im Grunde keine finden bis auf die von Judgement Day. Ansonsten wäre es besser, wenn auf Dauer nicht immer wieder die gleichen Leute in den Titelmatches sind

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