Tony Khan hat vor WrestleDream über zwei sehr unterschiedliche Seiten seiner Arbeit bei AEW gesprochen. Im Interview mit WPRK 91.5 FM ging es sowohl um die wirtschaftliche Entwicklung der Promotion als auch um die schwierigen Entscheidungen nach dem Tod von PAC.
Tony Khan berichtet von steigenden Pay-per-View-Zahlen
Nach Darstellung des AEW-Präsidenten entwickelt sich das Pay-per-View-Geschäft im laufenden Jahr besonders positiv. In dem Gespräch, erklärte Khan, dass die bislang größten PPV-Ergebnisse der Unternehmensgeschichte aus dem Jahr 2026 stammten.
Dabei verwies er auf die zusätzliche Verbreitung der Veranstaltungen über HBO Max. Seit dem Start dieses Angebots seien die Ergebnisse deutlich gestiegen. Als konkreten Vergleich nannte er All Out: Die Ausgabe von 2025 war der erste AEW-Pay-per-View auf HBO Max. All Out 2026 hat das Vorjahresergebnis nach seinen Angaben erheblich übertroffen.
Besonders hob Khan All In im Londoner Wembley Stadium hervor. Diese Veranstaltung sei mit deutlichem Abstand der bislang größte Pay-per-View-Erfolg von AEW gewesen. Die Entwicklung wertet er als Zeichen dafür, dass das Publikum die Großveranstaltungen weiterhin stark unterstütze und die Qualität der Shows schätze.
Zuversicht bei TV-Reichweite und Medienpartnerschaft
Khan äußerte sich außerdem positiv zur Entwicklung der wöchentlichen TV‑Shows. Die Zuschauerzahlen von AEW lägen nach seiner Darstellung über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich mit anderen Wrestling-Unternehmen beanspruchte er für AEW zudem das stärkste Wachstum der TV-Reichweite im Jahresvergleich.
Eine konkrete Vergleichsrechnung führte er in den wiedergegebenen Aussagen nicht aus. Khan betonte jedoch, dass Dynamite und Collision weiterhin gute Zuschauerzahlen erzielten. Zusammen mit dem PPV-Geschäft sieht er darin eine günstige Ausgangslage für die Zusammenarbeit mit den Medienpartnern.
Im Zusammenhang mit Skydance, Warner Bros. und Paramount erklärte der Präsident von AEW, dass die Partnerschaft das Unternehmen aus seiner Sicht weiter stärken könne. AEW bringe seiner Einschätzung nach viele positive Aspekte für Skydance mit. Zugleich verwies er auf das gute Verhältnis zu David Ellison. Damit bekräftigte Khan seine zuvor bereits geäußerte Zuversicht hinsichtlich der Medienzukunft von AEW.
Mehrere Talente konnten nach PACs Tod nicht antreten
Ein weiterer Teil des Interviews behandelte die ROH-Aufzeichnungen unmittelbar nach dem Tod von Benjamin Satterley, den Wrestling-Fans als PAC kannten. Khan schilderte, wie stark der Verlust die Beteiligten belastete und welche Auswirkungen das auf die Vorbereitung der Veranstaltung hatte.
Die Teilnahme war freiwillig. Wie Khan nun erläuterte, machten mehrere Talente von der Möglichkeit Gebrauch, nicht anzutreten. Einige seien emotional nicht in der Verfassung gewesen, am Tag nach der Todesnachricht ein Match zu bestreiten. Dafür habe er Verständnis gehabt.
Für die Aufzeichnungen hatte bereits ein Entwurf der Matchcard vorgelegen. Weil mehrere eingeplante Personen nicht antreten konnten, musste Khan diesen jedoch an zahlreichen Stellen verändern. Er habe damit gerechnet, dass die emotionale Belastung für manche zu groß sein würde.
Obwohl aus seiner Sicht gute Matches und besondere Momente entstanden seien, bezeichnete Khan die Durchführung der Show als schwierig. Seine Schilderung macht deutlich, dass die freiwillige Teilnahme auch konkrete Änderungen an den ursprünglichen Plänen zur Folge hatte.
Bandido erinnerte mit einer Geste an PAC
Andere Wrestler wollten trotz ihrer Trauer in den Ring steigen. Als besonders bewegenden Moment nannte Khan den Auftritt von Bandido bei den Aufzeichnungen in Jacksonville. Nachdem dieser die ROH World Championship gegen AR Fox verteidigt hatte, legte er eine Armbinde mit PACs Namen auf den Titelgürtel.
Khan würdigte diese Geste als einen besonderen Tribut im Main Event. Der gesamte Aufzeichnungstag sei sehr emotional gewesen. Vor allem der plötzliche Tod Satterleys und der geringe zeitliche Abstand zur Veranstaltung hätten die Situation zusätzlich erschwert.
In diesem Zusammenhang erinnerte Khan auch an Andy Williams. Der Verlust von Williams und Satterley sei für ihn sehr schwer gewesen. Für beide hatte er großen Respekt. Deshalb habe bei den ROH-Aufzeichnungen auch jeder selbst entscheiden können, ob er an diesem Tag auftreten wollte und konnte.
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