Triple H: „Es gibt keinen Ersatz für unsere Top-Stars“

Triple H und Joe Tessitore im Gespräch
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Triple H hat sich kurz vor WrestleMania 42 ausführlich zur strategischen Ausrichtung der WWE geäußert. Im Gespräch mit Joe Tessitore erklärt der WWE-Chef, warum seine Top-Stars unersetzbar sind, wie kreative Pläne jederzeit kippen können, welche Rolle ESPN als Tor zu neuen Zuschauern spielt und warum die Planung für die nächste Show beginnt, noch bevor WrestleMania endet.

Keine Ersatzspieler für die größten Stars

Triple H machte deutlich, wie grundlegend sich das Wrestling-Geschäft vom klassischen Teamsport unterscheidet. Während dort verletzte Schlüsselspieler durch Ersatzleute aufgefangen werden können, funktioniere das in der WWE nicht. Für die größten Attraktionen der Liga gebe es schlicht keine gleichwertige Alternative: „Es gibt keinen Ersatz für Cody Rhodes. Es gibt keinen Ersatz für Randy Orton. Es gibt keinen Ersatz für Roman Reigns. Es gibt keinen Ersatz für CM Punk.“

Fällt einer dieser Stars aus, verändert das die gesamte Dynamik der Showplanung. Die WWE basiere nicht auf Systemen, sondern auf individuellen Persönlichkeiten.

Kreative Pläne ändern sich ständig

Zugleich schilderte er, wie unberechenbar die kreative Arbeit selbst unter idealen Bedingungen sei. Häufig genüge bereits eine anders als erwartet ausfallende Publikumsreaktion, um eine monatelang aufgebaute Storyline komplett auf den Kopf zu stellen.

Triple H verwies dabei auf eine Lektion, die ihm Dusty Rhodes wiederholt mit auf den Weg gegeben habe. In der eigenen Vorstellung funktioniere jede Idee zu hundert Prozent, doch wer es schaffe, davon siebzig Prozent tatsächlich auf den Bildschirm zu übertragen, habe bereits einen Volltreffer gelandet. Zwischen der perfekten Vision im Kopf und der realen Umsetzung lägen unzählige Variablen, die das Ergebnis abschwächen oder in eine völlig andere Richtung lenken könnten. Was vor vier Monaten noch als sicherer Plan gegolten habe, könne sich durch veränderte Reaktionen der Fans längst überholt haben. Für Triple H ist das kein Ausnahmefall, sondern die Regel in einem Geschäft, das sich permanent im Fluss befindet.

ESPN als Tor zu neuen Zuschauern

Neben der kreativen Seite richtete Triple H den Blick auf die strategische Dimension von WrestleMania 42. Die erweiterte Ausstrahlung über ESPN biete der WWE eine historische Chance, ein Publikum zu erreichen, das normalerweise kein Wrestling verfolgt.

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Konkret verwies er auf die Übertragungsstruktur des Wochenendes in den USA. Demnach wird die erste Stunde der Show am Samstagabend auf ESPN2 und am Sonntagabend auf dem Hauptsender ESPN1 ausgestrahlt. Die komplette WrestleMania beider Abende ist über ESPN Unlimited verfügbar. Für Triple H eröffne genau diese Konstellation eine außergewöhnliche Gelegenheit, da die WWE damit Menschen ansprechen könne, die das Produkt entweder noch nie gesehen oder es seit langer Zeit nicht mehr eingeschaltet hätten. Er betonte, dass er diese Chance genauso hoch gewichte wie die Zufriedenheit der bestehenden Fanbasis.

Für ihn sei der eigentliche Erfolgsmaßstab zudem nicht allein die Reaktion der Arena-Fans, sondern die Resonanz der Ersteinschalter.

„Es ist eine Gelegenheit für uns, ihnen zu zeigen: Das ist die WWE. Ich werde mich vor allem dann erfolgreich fühlen, wenn viele dieser Zuschauer sagen: ‚Heilige … Das ist nicht das Wrestling, an das ich mich erinnere.‘ Ich muss jetzt einschalten.‘“ Ich muss anfangen, es mir anzusehen.‘“ Ich muss mir ESPN Unlimited holen.‘“ Ich muss mir diese Show zu Ende anschauen.‘ Ich muss anfangen, das regelmäßig zu verfolgen, denn das ist ein Spektakel.‘ Es hat ein unglaubliches Energielevel. Es gibt Storylines, Drama, Spannung und Energie, die ich nirgendwo sonst bekomme.“

Die eigentliche Herausforderung besteht darin, langjährige Fans und Neulinge gleichermaßen zufriedenzustellen: „Wenn wir es schaffen, beiden Gruppen gerecht zu werden, dann haben wir gewonnen.“

Planung endet nie, nicht einmal bei WrestleMania

Wie allumfassend der Arbeitszyklus der WWE tatsächlich ist, machte Triple H mit einer eindrücklichen Szene aus dem Backstage-Bereich deutlich. Selbst nach dem letzten Match von WrestleMania gebe es keinen Moment des Durchatmens. Noch bevor er den Gorilla-Bereich verlasse, bekomme er bereits die Planungsunterlagen für die Raw-Ausgabe am nächsten Abend in die Hand gedrückt. Eine echte Pause nach dem größten Event des Jahres existiere schlicht nicht.

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Er ergänzte, dass die nächste Show im Kopf seines Teams bereits während des laufenden Events Gestalt annehme. Wenn die Vorbereitung für das Raw nach WrestleMania nicht schon Wochen im Voraus angelaufen sei, habe man den entscheidenden Moment bereits verpasst. Für Triple H ist dieses Prinzip der permanenten Vorausplanung nicht verhandelbar. Bei jedem einzelnen Schritt müsse man sich fragen, was heute passiere und was morgen folgen werde.

2 Kommentare

  1. Oder die Menschen sagen Heilige sch…. . Das ist nicht das Wrestling was ich kenne ,mit den ganzen Künstlichen Ton Einspieler fast wie in einer Sitcom,die Reaktionen des Publikums werden gefaked. Und ja ein Cody oder CM Punk sind die Topleute und es ist schwer so jemanden zu ersetzen aber niemand ist unerersetzlich die WWE besonders Triple H usw sollten mal wieder auf den Teppich zurück kommen.

  2. Doch, es gibt genug Leute, Hunter müsste sie nur endlich mal richtig aufbauen. Komischerweise klappt das bei All Elite Wrestling deutlich besser. Dort hast du zum Beispiel Kazuchika Okada, Konosuke Takeshita, Will Ospreay, Jon Moxley, Darby Allin, Maxwell Jacob Friedman, Adam Page, Adam Copeland, Kenny Omega, Jay White, Kyle Fletcher, Samoa Joe und Swerve Strickland. Leute also, die sofort einen Main Event tragen könnten.

    Wenn man natürlich immer nur dieselben Namen oben mitspielen lässt, hat man am Ende auch nur diese wenigen Leute, die dafür infrage kommen. Das zeigt für mich vor allem, wie festgefahren die WWE inzwischen ist.

    Und zu dieser Aussage: „Heilige …, das ist nicht mehr das Wrestling, an das ich mich erinnere.“ Da kann ich Hunter beruhigen, bei mir ist dieser Effekt schon vor längerer Zeit eingetreten. 🙂

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