Tony Khan über AEW-Expansion: Warum Kevin Knight eine Schlüsselrolle spielen könnte

Tony Khan äußert sich im Interview
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Im Battleground Podcast, der im Rahmen der jüngsten Dynamite-Ausgabe aus dem Fishers Event Center ausgestrahlt wurde, hat AEW-Präsident Tony Khan gleich zwei zentrale Botschaften gesetzt. Er skizzierte konkret, in welche Länder AEW international expandieren möchte, und erklärte ausdrücklich, dass er TNT-Champion Kevin Knight für einen zukünftigen Top-World-Champion hält.

England als Anker, Mexiko als nächstes Kapitel

Khan begann seine Aufzählung möglicher künftiger AEW-Standorte mit einem klaren Bekenntnis zu England. AEW habe dort herausragende Events erlebt, jeder Besuch sei für ihn ein Highlight. Konkret kehrt die Promotion bereits am 30. August 2026 ins Wembley Stadium zurück, ein Datum, das die Marke „All In London“ inzwischen fest im Jahreskalender verankert hat.

Mexiko war der nächste große Themenkomplex. AEW veranstaltete im Juni 2025 sein erstes Grand Slam Mexico in der Arena México, in Kooperation mit dem CMLL. Eine Rückkehr im laufenden Jahr ist laut Dave Meltzer geplant, wenn auch zu einem späteren Zeitpunkt als Juni. Khan stellte klar, dass es viele große Städte in Mexiko gebe, in denen AEW noch nicht aufgetreten sei. Bisher hat man nur in Mexiko-Stadt gespielt, weshalb er „Guadalajara“ als besonders attraktive nächste Station hervorhob. Die Stadt ist auch deshalb interessant, weil das CMLL dort regelmäßig Dienstagsshows in der Arena Coliseo Guadalajara ausrichtet.

Deutschland, Frankreich und Italien im Blickpunkt

Den europäischen Block der Expansion baute Khan deutlich aus. Er nannte ausdrücklich Frankreich, Italien und Deutschland als große, bisher unbespielte Wrestling-Märkte. AEW habe in keinem dieser drei Länder bislang eine Show abgehalten, dabei seien sie alle ausgezeichnete Standorte mit großer Fanbasis. „Das sind großartige Märkte für Pro Wrestling, und es gibt dort viele AEW-Fans.“

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Diese Aussage ist besonders relevant für die deutschsprachige Wrestling-Szene, da Khan Frankreich und Deutschland in früheren Interviews bereits mehrfach erwähnt hatte, ohne konkrete Pläne folgen zu lassen. Durch die jetzige Auflistung gemeinsam mit Italien ergibt sich erstmals ein klares Drei-Länder-Fenster, das in den kommenden zwei Jahren realistische Spielmöglichkeiten bietet.

Auch US-Pay-per-Views in neuen Märkten

Über die internationalen Pläne hinaus äußerte sich Khan zu einem oft übersehenen Aspekt der AEW-Strategie. Er sprach davon, dass es in den Vereinigten Staaten weiterhin Märkte gebe, in denen AEW bisher nur TV-Shows ausgetragen habe, aber noch keine Pay-per-Views. Diese Lücke wolle das Unternehmen schließen. Damit deutet sich an, dass AEW auch im US-Heimmarkt selektiv neue PPV-Standorte erschließen möchte, statt sich auf das bisherige Karussell aus Las Vegas, Chicago, Toronto und Texas zu beschränken.

Kevin Knight als neuer Hoffnungsträger

Mit Blick auf das Programm der Dynamite-Ausgabe vom 29. April kündigte Khan noch vor der Show an, dass das Match um die TNT Championship zwischen dem amtierenden Champion Kevin Knight und dem Herausforderer MJF die Show eröffnen würde. Allein diese Entscheidung gilt als deutliches Zeichen dafür, wie hoch Khan das Knight-Projekt ansetzt.

Im selben Atemzug fand Khan deutliche Worte für „The Jet“ Kevin Knight. Er nannte ihn einen der besten jungen Wrestler weltweit und einen der derzeit insgesamt stärksten Wrestler überhaupt: „Kevin Knight hat alles, was es braucht, um ein absoluter Top-World-Champion zu werden.“

Karriereeckdaten und Aufstiegskurve

Knight kam in den vergangenen Jahren zu AEW, nachdem er seine Ausbildung bei New Japan Pro-Wrestling absolviert hatte. Diese Schule prägte seinen technisch sauberen Stil und seinen Sinn für Pacing. Mehrfacher World Trios Champion ist er ebenso wie aktueller TNT Champion, ein Status, den er sich beim AEW Dynasty Pay-per-View sicherte. Seitdem hat er den Titel erfolgreich verteidigt und sich als zentrale Figur des Mid-Card-Geschehens etabliert.

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Khan über Darby Allins World-Title-Sieg

Im selben Interview ging Khan auch auf die jüngste Wendung im Main Roster ein. Darby Allin hatte MJF den AEW World Championship-Titel abgenommen, eine Entscheidung, die in der Fan-Gemeinde kontrovers diskutiert wurde. Khan begründete diesen Schritt. Allin sei aktuell „red hot“, er habe als Einziger den Mut gehabt, sich MJF entgegenzustellen.

Khan lobte zudem Allins erste Title-Verteidigung gegen Tommaso Ciampa beim Dynamite eine Woche zuvor als phänomenales Match. Damit positioniert er Allin nicht als Übergangs-Champion, sondern als bewusst gewähltes Aushängeschild der laufenden AEW-Phase.

Promi-Anekdote: Kevin Nealon und Danny DeVito

Eine humorvolle Note brachte Khan rund um den Schauspieler und Komiker Kevin Nealon ins Gespräch. Nealon habe deutliches Interesse signalisiert, bei AEW aufzutreten. Khan brachte zudem Danny DeVito ins Spiel und forderte ihn halb scherzhaft auf, „den Mut“ für einen AEW-Auftritt aufzubringen. Hintergrund ist die gemeinsame Arbeit von Nealon und MJF im Kinofilm „Happy Gilmore 2″, aus der eine kleine Promi-Storyline rund um AEW entstanden ist. Khan ließ keinen Zweifel daran, dass er beide Akteure gerne in der Promotion sehen würde.

Mount-Rushmore-Aussage als persönlicher Subtext

In einem parallelen Interview mit dem MVP-Podcast „Marking Out“ lieferte Khan zudem einen persönlichen Akzent. Auf die Frage nach seinem persönlichen Wrestling-Mount-Rushmore nannte er Steve Austin, Ric Flair, Bret Hart und Sting. Als fünfte Wahl würde er Ricky Steamboat hinzufügen.

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