Tony Khan spricht über umstrittene AEW-Entscheidung: Rückblick auf einen prägenden Moment

Tony Khan äußert sich im Interview
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AEW-Präsident Tony Khan hat in einem Interview mit Case Lowe vom Chicagoer Radiosender Q101 ausführlich über einige der wichtigsten kreativen Entscheidungen in der Geschichte von AEW gesprochen. Dabei ging es unter anderem um die berühmte Stipulation von Cody Rhodes aus dem Jahr 2019, die ihn dauerhaft aus dem Rennen um die AEW World Championship ausschloss.

Khan erklärte außerdem, welche Auswirkungen diese Entscheidung auf das spätere Booking hatte und welche ursprünglich geplanten Stars beim vergangenen AEW x NJPW Forbidden Door-Event kurzfristig ausfielen.

Cody Rhodes brachte die Idee selbst ein: Tony Khan war zunächst dagegen

Vor AEW Full Gear 2019 kündigte Cody Rhodes an, dass er nie wieder um die AEW World Championship antreten würde, falls er sein Titelmatch gegen Chris Jericho verlieren sollte. Rhodes verlor das Match tatsächlich, wodurch die Stipulation für den Rest seiner AEW-Zeit Bestand hatte. Erst mit seinem Abschied von AEW im Februar 2022 spielte sie keine Rolle mehr.

Im Interview bestätigte Tony Khan nun, dass diese Idee vollständig von Cody Rhodes selbst gekommen sei. Er selbst habe damals große Bedenken gehabt, weil eine solche Entscheidung langfristig erhebliche Auswirkungen auf das Booking haben könne. Rhodes habe ihn jedoch überzeugt, da er von der Idee absolut überzeugt gewesen sei. Deshalb hat Khan letztlich zugestimmt.

Rückblickend erklärte Khan, dass die Stipulation zwar für zusätzliche Spannung gesorgt habe, weil vor dem Match tatsächlich offen gewesen sei, ob Rhodes seine Karriere im Titelgeschehen aufs Spiel setzen würde. Gleichzeitig habe die Entscheidung später aber auch Probleme verursacht. Cody Rhodes gehörte zu den größten Stars des Unternehmens und konnte aufgrund seiner eigenen Stipulation dauerhaft nicht mehr um den wichtigsten Titel antreten.

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Um Rhodes trotzdem eine bedeutende Rolle im Titelgeschehen zu geben, führte AEW während der Pandemie die TNT Championship ein. Cody Rhodes wurde anschließend der erste TNT Champion und erhielt dadurch weiterhin eine zentrale Position im Programm, obwohl er von der World Championship ausgeschlossen war.

Keine offizielle Regel, sondern eine persönliche Vereinbarung

Bereits nach AEW Revolution 2026 hatte Tony Khan auf der Pressekonferenz weitere Details zu dieser Art von Stipulation verraten. Damals hatte „Hangman“ Adam Page in seinem Texas Death Match gegen MJF ebenfalls zugestimmt, bei einer Niederlage nie wieder um die AEW World Championship antreten zu dürfen. Nach seiner Niederlage gilt diese Vereinbarung nun auch für ihn.

Khan erklärte, dass es sich dabei nicht um eine offiziell festgeschriebene AEW-Regel handelt. Vielmehr seien solche Vereinbarungen ein sogenannter „Gentleman’s Handshake“ – also eine persönliche Absprache zwischen Wrestler und Management ohne schriftliche Verankerung im offiziellen Regelwerk.

Sowohl Cody Rhodes als auch Hangman Page seien jeweils selbst mit dieser Idee auf ihn zugekommen. Seine erste Reaktion sei in beiden Fällen gewesen, dass die Idee „f***ing verrückt“ klinge. Beide Wrestler hätten jedoch ausdrücklich darauf bestanden, weshalb Khan schließlich zugestimmt habe.

Fast wäre mit Kenny Omega ein weiterer Topstar hinzugekommen. Wäre Omega bei AEW Beach Break gegen MJF gescheitert, hätte auch er dauerhaft auf weitere World Title Matches verzichten müssen. Da Omega das Match gewann und neuer AEW World Champion wurde, trat diese Stipulation jedoch nie in Kraft.

Vier geplante NJPW-Stars fehlten bei Forbidden Door

Im selben Interview sprach Tony Khan außerdem über die ursprünglichen Pläne für das jüngste AEW x NJPW Forbidden Door-Event. Dabei verriet er, dass gleich vier Wrestler eingeplant gewesen seien, letztlich aber nicht auftreten konnten.

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Aaron Wolf sowie die Knockout Brothers konnten aufgrund von Visa-Problemen beziehungsweise wegen der Reiseplanung von NJPW nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Auch Callum Newman, der aktuelle Sieger des New Japan Cup 2026, war ursprünglich für die Show vorgesehen. Wegen einer Verletzung wurde Newman jedoch von NJPW zurückgehalten. Dadurch standen auch seine United-Empire-Teamkollegen kurzfristig nicht für die Veranstaltung zur Verfügung.

Besonders konkrete Pläne gab es laut Khan für Tomohiro Ishii. Der NJPW-Veteran sollte ursprünglich am Death’s Door Cage Match teilnehmen. Kurz vor der Veranstaltung verletzte sich Ishii jedoch ebenfalls und musste seine Teilnahme absagen.

Trotz dieser Ausfälle betonte Khan, dass er weiterhin großes Interesse daran habe, alle vier Wrestler künftig bei AEW einzusetzen, sobald sich eine passende Gelegenheit ergibt.

1 Kommentar

  1. Diese booking Entscheidung zu Cody und das man praktisch für ihn den TNT Titel machte führte unter anderem dazu das er immer mehr Ablehnung bekam von den Fans…

    Nicht ins Geschehen um den Haupttitel eingebunden aber trotzdem die Fehden mit Bedeutung bekommen und immer im Mittelpunkt stehend. Dazu seine talentfreie Frau die mehr Zeit vor der Kamera bekam als alle anderen Wrestlerinnen ohne dabei selber überhaupt zu den Wrestlerinnen zu gehören.

    Irgendwann schlug die Stimmung dann ganz um und am Ende seiner AEW Zeit wurde er komplett ausgebuht. Und das völlig zurecht. Sein Abgang war sowohl für AEW das einzig richtige, als auch für ihn…

    War allerdings erstaunt wie er von den WWE Fans aufgenommen wurde… er macht praktisch das selbe was er bei AEW tat und ist „everybodys Hero“, was bei AEW vielen irgendwann auf den Zeiger ging, wurde bei WWE komplett gut aufgenommen… obs immernoch so ist weiß ich grad nicht gucke seit dem Jahreswechsel kein WWE mehr.

    Ich weiß noch wie bei Cena damals die Stimmung kippte weil er ständig der „Held“ sein musste und die Leute das irgendwann satt hatten das er immer als Held da stand und auch zu oft gewann… irgendwann haben die meisten ihn dann ausgebuht… das änderte sich eigentlich auch erst mit seinem letzten Run. So ähnlich war das dann auch mit Cody bei AEW. Wobei Cody eben vor allem an sich selbst dabei dachte und nicht an das Produkt, was dann auch in die AEW shows stark mit einfloss. Letzten Endes wurde ja auch klar das er AEW nur als Sprungbrett sah um endlich erfolgreich bei der WWE durchzustarten… hat geklappt, muss man ihm lassen.

    Unterm Strich hat Tony Khan ihm viel zu viel Zugeständnisse gemacht und daraus auch nicht wirklich gelernt wie man dann im Umgang mit CM Punk sah… erst jetzt hat Tony das offenbar begriffen, denn nach CM Punk gabs jetzt keinen mehr der „größer als das große ganze“ war.

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