Tony Khan erklärt die Idee hinter AEW Redemption und die Konkurrenz durch WWE

Tony Khan spricht ins Mikrofon
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AEW steht vor einem richtungsweisenden Abschnitt seines Veranstaltungskalenders. Wenige Tage vor dem erstmals ausgetragenen Redemption-Pay-per-View hat Tony Khan erläutert, welche Idee hinter dem Namen der neuen Großveranstaltung steckt.

Gleichzeitig äußerte sich der AEW-Präsident deutlich zur Entscheidung von WWE, im September eine eigene Show am selben Tag und im selben Großraum wie AEW All Out zu veranstalten.

Redemption soll die unterschiedlichen Wege des AEW-Rosters widerspiegeln

Im Battleground Podcast erklärte Khan, dass der Name Redemption nicht lediglich gewählt worden sei, weil AEW einen weiteren Pay-per-View in den Kalender aufnehmen wollte. Stattdessen solle das Motto die unterschiedlichen Situationen widerspiegeln, in denen sich die Wrestler der Promotion derzeit befinden.

Einige Talente versuchten, ihre Position an der Spitze zu verteidigen und ihre Erfolge fortzusetzen. Andere wollten sich nach Niederlagen oder Rückschlägen erneut für die größten Matches und Titel empfehlen. Hinzu kämen aufstrebende Namen, die erstmals den Durchbruch in die oberste Ebene der Promotion anstrebten.

Aus Khans Sicht verbindet all diese Geschichten der Gedanke, eine neue Gelegenheit zu erhalten oder sich etwas zurückzuholen. Deshalb passe Redemption besser zu der Veranstaltung als ein Name, der sich ausschließlich auf ein einzelnes Match oder eine bestimmte Championship beziehe.

Auch AEW selbst soll vor einer wichtigen Phase stehen

Khan bezog das Redemption-Thema nicht ausschließlich auf die Wrestler. Auch AEW befinde sich seiner Einschätzung nach auf einem positiven Weg und stehe vor einem der wichtigsten Abschnitte des Jahres. Der neue Pay-per-View solle dabei einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zu All In im Londoner Wembley Stadium darstellen.

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Ob der Name Redemption langfristig einen festen Platz im AEW-Kalender erhält, ist bislang nicht bekannt. Khan machte jedoch deutlich, dass die Premiere mehr darstellen soll als lediglich einen zusätzlichen Pay-per-View.

AEW Redemption findet am Sonntag, dem 26. Juli 2026, im Bell Centre in Montreal statt. Für Khan bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mehrere laufende Entwicklungen vor dem weiteren Aufbau in Richtung London voranzutreiben. All In wird am 30. August 2026 erneut im Wembley Stadium ausgetragen.

Der AEW-Präsident erwartet, dass die Londoner Großveranstaltung mit deutlichem Abstand die höchste Zuschauerzahl der Promotion in diesem Jahr erreichen wird. Darüber hinaus rechnet er mit dem größten AEW-Publikum seit mehreren Jahren. Offizielle Verkaufszahlen, die diese Prognose bereits bestätigen, liegen bislang jedoch nicht vor.

WWE und AEW veranstalten am selben Tag im Großraum Chicago

Neben Redemption wurde Khan auch auf die Konkurrenzsituation rund um AEW All Out angesprochen. Der Pay-per-View findet am Samstag, dem 26. September 2026, in der NOW Arena in Chicago statt. Am selben Tag veranstalten WWE und AAA eine weitere Ausgabe von Worlds Collide in der nur wenige Kilometer entfernten Allstate Arena.

Da All Out um 18 Uhr Ortszeit beginnen soll und WWE/AAA Worlds Collide für 19:30 Uhr angekündigt wurde, werden sich beide Veranstaltungen zeitlich überschneiden. Die Fans in der Region müssen sich somit nicht nur zwischen zwei Shows im selben Markt, sondern auch zwischen zwei weitgehend parallel stattfindenden Events entscheiden.

Khan bezeichnete diese Form der Terminplanung als gezielt aggressiv. Für ihn gehört die Situation zwar zur gegenwärtigen Realität des Wrestlinggeschäfts, dennoch sieht er darin einen bewussten Versuch, AEW das Leben schwerer zu machen.

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Khan wertet die Konkurrenz zugleich als Anerkennung

Trotz seiner Kritik betrachtet Khan die Entscheidung nicht ausschließlich negativ. Dass WWE mit einem eigenen Event auf denselben Tag und denselben Markt gehe, zeige seiner Ansicht nach zugleich, dass AEW und All Out als ernst zu nehmende Konkurrenz wahrgenommen würden.

Der AEW-Präsident hatte ähnliche Situationen in der Vergangenheit noch als eine Art Anerkennung bezeichnet und dabei auf Jim Crockett Promotions verwiesen. Damals seien konkurrierende Veranstaltungen ebenfalls gezielt gegen bedeutende Shows angesetzt worden. Seine aktuellen Aussagen fallen allerdings schärfer aus, da er nun ausdrücklich den aus seiner Sicht aggressiven Charakter der Terminstrategie hervorhebt.

Grundsätzlich wolle Khan dem direkten Wettbewerb dennoch nicht aus dem Weg gehen. AEW hat sich daran gewöhnt, dass andere Wrestlingveranstaltungen parallel zu den eigenen Shows angesetzt werden. Khan wolle sich daher weiterhin auf das eigene Programm und die kommenden Großveranstaltungen konzentrieren.

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