Tony Khan spricht über große MyAEW-Pläne und hält sich bei All In 2027 bedeckt

Tony Khan sitzt vor einem AEW Mikrofon
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Während der Pressekonferenz nach AEW Double or Nothing kommentierte Tony Khan nicht nur die Ereignisse des Pay-per-View-Events. Der AEW-Präsident gewährte einen seltenen Einblick in die mittelfristige Strategie seines Unternehmens und skizzierte dabei ehrgeizige Pläne für die kommenden Jahre.

MyAEW soll globaler Hub für Wrestling werden

Khan nahm wie bereits hier berichtet die kürzliche Aufnahme der Indie-Promotion 1FW in das Angebot von MyAEW zum Anlass für ein umfassenderes Statement. Die Integration von 1FW sei ein logischer erster Schritt gewesen, da die Promotion von QT Marshall geführt werde, der bei AEW sowohl als Wrestler als auch als Vice President tätig sei. Aber das sei erst der Anfang, betonte Khan. Man plane, weitere Promotions in das Angebot aufzunehmen und MyAEW zu einem zentralen Anlaufpunkt für Wrestling-Inhalte aus aller Welt zu machen.

Besonders im internationalen Markt spiele der Dienst bereits eine wichtige Rolle. In den USA bleibe die enge Zusammenarbeit mit Warner Bros. Discovery und HBO Max das Fundament, aber auch dort gebe es großartige Promotions, die man über MyAEW verfügbar machen wolle.

Wie MyAEW aktuell aufgestellt ist

MyAEW wurde im März 2026 gestartet, nachdem sich AEW von TrillerTV getrennt hatte. Außerhalb der USA und Kanadas dient der Dienst als Abonnement-Plattform für wöchentliche Shows und Pay-per-Views. In Nordamerika wird MyAEW hingegen als kostenloser FAST-Channel betrieben, der klassische AEW-Inhalte als Livestream ausstrahlt. Daneben stehen ausgewählte Inhalte on demand bereit, darunter auch die Shows von 1FW, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen.

Langfristig will AEW MyAEW noch weiter ausbauen. Unter anderem sei ein eigenes Podcast-Netzwerk als Teil des Angebots geplant. Mit diesen Schritten deutet sich an, dass AEW nicht mehr nur als Promotion, sondern zunehmend auch als Plattform und Verteiler für die gesamte Wrestling-Szene auftreten möchte.

All In 2027: Wembley-Zukunft bleibt offen

Auf die Frage, ob „All In“ 2027 erneut im Wembley-Stadion in London stattfinden werde, gab Khan keine Bestätigung. Er habe noch keine Entscheidung getroffen, was 2027 geschehen werde, erklärte er. Sein Fokus liege derzeit vollständig auf „All In 2026″, die Show werde großartig werden. Er wisse aber, dass 2027 ein weiteres sehr wichtiges Jahr für AEW sein werde und er vorhabe, große Risiken einzugehen.

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Damit lässt Khan offen, ob das Wembley-Stadion erneut Austragungsort sein wird oder AEW in die USA zurückkehrt. Die bisherigen Wembley-Ausgaben lockten 72.000 Fans im Jahr 2023 und rund 46.000 Zuschauer im Jahr 2024 an. Die Ausgabe von 2025 fand erstmals in den USA statt, und zwar im Globe Life Field in Arlington, Texas.

WrestleMania-Woche 2027 als Chance für AEW

Einen wichtigen Hintergrund liefert dabei die Ankündigung der WWE, WrestleMania 43 im Jahr 2027 in Saudi-Arabien auszurichten. Damit findet das größte Wrestling-Event erstmals außerhalb Nordamerikas statt. Für AEW könnte sich daraus eine besondere Chance ergeben: Das traditionelle WrestleMania-Wochenende in den USA, bei dem zuletzt zahlreiche Promotions rund um den Austragungsort eigene Veranstaltungen ausgetragen hatten, würde in dieser Form wegfallen.

Tony Khan erklärte, es sei „potenziell realisierbar“ und „sehr interessant“, das WrestleMania-Wochenende mit einem eigenen AEW-Event in den USA zu besetzen. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass dies von der weiteren globalen Entwicklung abhänge.

AEW konzentriert sich auf sich selbst

Ebenfalls angesprochen wurde Khan auf die zunehmenden Überschneidungen mit WWE. In den kommenden Wochen werden beide Promotions mehrfach zeitnah in denselben Städten auftreten, etwa Ende Juni in Detroit, Michigan, wo beide Unternehmen innerhalb von neun Tagen Liveshows veranstalten.

Khan zeigte sich unbeeindruckt. Sein Fokus liege darauf, die bestmöglichen Shows zu produzieren, so Khan. Das Zusammengehörigkeitsgefühl hinter den Kulissen sei so stark wie seit der frühen Pandemiephase nicht mehr. Auch die Verbindung zwischen dem Unternehmen und seinen Fans fühle sich so gut an wie vielleicht noch nie.

Sowohl im TV als auch bei den Pay-per-View-Shows hat das Unternehmen im laufenden Jahr eine starke Leistung gezeigt. Was andere Promotions tun, interessiert AEW kaum, außer wenn es um Partner geht. Events wie „Forbidden Door” und „Grand Slam Mexico”, die Unterstützung von „Wrestle Kingdom” und „Wrestle Dynasty” sowie die Zusammenarbeit mit der „Arena Mexico” und unabhängigen Promotions über „MyAEW” sind die Dinge, auf die er seinen Fokus richtet.

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