Rund um Pat McAfee spitzt sich die Diskussion kurz vor WrestleMania 42 gleich auf zwei Ebenen zu. Sein öffentlich ausgerufener Ticket-Rabatt für die Samstags-Show bescherte der WWE einen klaren Verkaufsschub, konnte den Sonntag jedoch nicht überflügeln. Parallel bleibt die kontroverse Einbindung des Moderators in die Storyline um Cody Rhodes und Randy Orton das dominierende Gesprächsthema, zumal die WWE ihren Talenten offenbar freie Hand lässt, sich dazu zu äußern.
Rabatt sorgt für sofortigen Nachfrageschub
Bei SmackDown kündigte McAfee eine „riesige Überraschung” an, die sich im Nachhinein als breit angelegte Rabattaktion entpuppte. Plötzlich standen 25 Prozent Nachlass auf die WrestleMania-Tickets für den Samstagabend im Raum, flankiert von einer intensiven Werbekampagne im TV. McAfee ging in seiner Rolle als Zugpferd sogar so weit, die Fans offen zu bitten, den Sonntag zu überspringen und stattdessen in die Samstagabend-Show zu investieren. Der Effekt ließ nicht lange auf sich warten.
Dave Meltzer lieferte im Wrestling Observer Radio konkrete Daten dazu, die bereits kurz nach Ende der SmackDown-Sendung messbar waren. Nach seinen Angaben sei die Wirkung unmittelbar spürbar gewesen, da seit dem Freitagabend rund 1.200 Tickets mit dem neuen Rabatt für den Samstag abgesetzt worden seien. Er betonte dabei zugleich, dass dieser Schub trotz der zahlreichen Storyline-Entwicklungen rund um den zweiten Abend erzielt wurde. Durch diesen kurzfristigen Verkaufssprung rückte die Gesamtzahl der verkauften Tickets für Nacht eins oberhalb der 40.000er-Marke, was den unmittelbaren Erfolg der Maßnahme zusätzlich unterstreicht.
Sonntag dominiert trotz fehlender Rabattaktion
Die eigentliche Pointe zeigte sich allerdings im zweiten Teil des WrestleMania-Wochenendes. Obwohl die WWE für den Sonntag bewusst auf einen vergleichbaren Rabatt verzichtete, zog der zweite Abend im direkten Zeitvergleich sogar am Samstag vorbei.
Laut Meltzer wurden im gleichen Zeitraum rund 1.400 Tickets für den Sonntag verkauft – und das, obwohl McAfee die Fans zuvor ausdrücklich gebeten hatte, den Sonntag zu meiden und ihr Geld lieber in den ersten Abend zu investieren. Damit zeichnet sich ein klares Bild ab: Die eigentliche Zugkraft des Wochenendes geht weiterhin von der zweiten WrestleMania-Night am Sonntag aus.
Meltzer selbst ordnete das Ergebnis unmissverständlich ein und verwies auf das Flaggschiff-Match des gesamten Events. Aus seiner Sicht sei den Fans längst bewusst, dass der Sonntag die eigentliche Main Show darstellt, allen voran getragen von der Megapaarung zwischen Roman Reigns und CM Punk.
Verkaufszahlen weiter unter Vorjahr
Trotz des spürbaren Nachfrageschubs liegen die Gesamtzahlen rund 19 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Um die Dynamik im Vorfeld des Events aufrechtzuerhalten, reagiert die WWE mit weiteren Rabatten und zusätzlichen Promo-Codes. WrestleMania 42 findet am 18. und 19. April 2026 im Allegiant Stadium in Las Vegas statt.
Kontroverse um McAfees Storyline hält an
Während die Zahlen die eine Seite der McAfee-Geschichte prägen, sorgt die andere weiterhin für Wirbel. Seine Einbindung in der Storyline um Cody Rhodes und Randy Orton polarisiert Fans und Wrestler gleichermaßen. Besonders deutlich wurde das, als Damian Priest die Entwicklungen im Gabby AF-Podcast offen thematisierte – wir berichteten: Damian Priest übt scharfe Kritik an Pat McAfee-Story
WWE verzichtet auf Maulkorb
Diese Vermutung ließ sich allerdings nicht bestätigen. Wie Sean Ross Sapp im Fightful Select Q&A schilderte, habe er nach dem Priest-Auftritt gezielt im Unternehmen nachgehakt und klare Rückmeldungen erhalten. Offenbar denkt die WWE aktuell nicht darüber nach, ihren Stars den Mund rund um die McAfee-Einbindung zu verbieten.
Sapp führte aus, dass er nach dem Interview von Damian Priest im Gabby AF-Podcast, das er selbst als starkes Gespräch bewertete, intern nachgefragt habe. Die Antwort sei eindeutig ausgefallen und habe ergeben, dass den Wrestlern keinerlei Beschränkungen auferlegt würden, über das Thema zu sprechen. Er hatte den Eindruck, dass die WWE die entstehende Aufmerksamkeit aus taktischen Gründen bewusst laufen lasse und derzeit eher vom erzeugten Hype profitiere.
Zur Einordnung griff Sapp zudem auf ein früheres Beispiel zurück. Bereits im Vorjahr habe er sich nach der politischen Debatte rund um einige Talente erkundigt und die Auskunft erhalten, dass es durchaus Stars gegeben habe, die sich offen als Trump-Wähler positioniert hätten. Dennoch habe die WWE weder diesen Personen noch Wortführern wie CM Punk, die ebenfalls klare Meinungen geäußert hätten, eine Redeverbotsunterlassung auferlegen wollen.
Mich interessieren an WM tatsächlich nur 3 Dinge.
Gunther vs Rollins
Endlich wieder das passende Auftreten für ihn. Allerdings muss er deswegen eigentlich schon gewinnen, wobei ich glaube, dass Breaker eingreifen wird.
2. Balor vs Mysterio
Ich sehe in dem Match relativ großes Potenzial.
3. Danhausen
Tatsächlich fehlen mir persönlich Kit Wilson oder Mit auf der Matchcard. Bei Chad Gable und Kaiser haben sie es ja noch gut geregelt. Mich stört auch, dass kein TT-Titel verteidigt wird