Samantha Irvins ungewöhnlich lange Wettbewerbssperre sorgt kurz vor ihrem Ablauf weiter für Diskussionen. Nachdem zuletzt neue Details zu den Vertragsbedingungen bekannt geworden waren (wir berichteten), meldet sich nun ausgerechnet ihr Ehemann Ricochet zu Wort und äußert eine klare Vermutung darüber, warum WWE auf eine derart lange Beschränkung gesetzt haben könnte.
Ricochet wirft WWE vor, Samantha Irvin von AEW fernhalten zu wollen
Ricochet hat sich auf X direkt zur zweijährigen Wettbewerbssperre seiner Ehefrau Samantha Irvin geäußert. Ein Fan wollte wissen, weshalb WWE überhaupt eine derart lange Klausel in ihrem Vertrag vorgesehen hatte. Der AEW-Star lieferte daraufhin seine eigene Erklärung und behauptete, WWE habe gewusst, wie wertvoll Irvin sei, und habe sicherstellen wollen, dass sie nach ihrem Abschied nicht unmittelbar bei AEW auftauche.
Dabei handelt es sich um Ricochets Einschätzung und nicht um eine bestätigte Aussage der WWE zu den tatsächlichen Beweggründen. Die Aussage erhält dennoch zusätzliche Aufmerksamkeit, da Irvins zweijährige Beschränkung im Oktober auslaufen soll. Damit könnte sie erstmals seit ihrem Abschied von der WWE im Oktober 2024 im Oktober 2026 wieder ohne die gemeldete Vertragsklausel für eine andere Wrestling-Promotion tätig werden.
Neue Aussage fällt in eine Phase wachsender AEW-Spekulationen
Ricochets Vorwurf kommt zu einem Zeitpunkt, an dem ein späteres gemeinsames Auftreten des Ehepaars im Wrestling längst mehr als eine reine Fanidee ist. Irvin hatte Anfang dieses Jahres selbst erklärt, dass sie sich künftig eine Tätigkeit als Managerin vorstellen könne. Auf die Vorstellung, eines Tages gemeinsam mit Ricochet aufzutreten, reagierte sie mit der Einschätzung, eine solche Kombination könne „historisch“ werden.
Gleichzeitig schloss sie eine Rückkehr zur WWE ausdrücklich aus. Damit bleiben für eine mögliche Wrestling-Rückkehr andere Promotions im Fokus, wobei AEW allein aufgrund von Ricochets dortigem Engagement als naheliegende Option gilt.
Auch Ricochet sprach im Februar 2026 offen über die Möglichkeit einer gemeinsamen Rolle vor den Kameras. Er betonte damals zwar, dass noch nichts fest vereinbart sei und konkrete Pläne weiterhin offen seien. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt davon, dass ein gemeinsames Programm irgendwann zustande kommen könnte.
Ricochet verwies dabei auch auf Irvins Erfahrung als Schauspielerin und Performerin. Für sie sei es nichts Neues, eine Figur zu verkörpern und Reaktionen beim Publikum hervorzurufen. Er freue sich deshalb darauf, zu sehen, was sie kreativ in einer anderen Wrestling-Rolle leisten könne.
Von „sie kommt nicht zu AEW“ zu einer möglichen gemeinsamen Zukunft
Interessant ist dabei, wie deutlich sich die öffentliche Situation seit Irvins WWE-Abschied verändert hat. Unmittelbar nach ihrem Weggang im Oktober 2024 hatte Ricochet Spekulationen über einen schnellen Wechsel zu AEW noch zurückgewiesen. Damals erklärte er, dass sie nicht einfach zu seiner neuen Promotion wechseln werde und zunächst ihren eigenen Weg gehen wolle.
Spätestens 2025 klang das bereits anders. Im Gespräch mit Ariel Helwani erklärte Ricochet, dass Irvin ein Angebot von AEW wahrscheinlich zumindest in Betracht ziehen würde. Gleichzeitig machte er deutlich, dass ihr WWE-Abschied unabhängig von seinem eigenen Wechsel entstanden war. Irvin hatte bereits Monate vor seinem Weggang darüber nachgedacht, ihre Rolle als Ringsprecherin aufzugeben.
Seitdem wurden die Andeutungen konkreter. Irvin erklärte selbst, dass ihre Wrestling-Karriere noch nicht beendet sei, sie aber nicht mehr als Ringsprecherin arbeiten wolle. Eine Rolle als Managerin entspricht deutlich stärker dem, was sie nach eigenen Angaben ursprünglich im Wrestling erreichen wollte.
Vertragsdetails wurden erst kürzlich genauer bekannt
Wie bereits berichtet, soll Irvin bei WWE nicht unter einem klassischen Talentvertrag, sondern als Angestellte beschäftigt gewesen sein. Der Vertrag erlaubte ihr zwar offenbar eine Kündigung mit zweiwöchiger Frist, sah bei einem vorzeitigen Ausscheiden aus der dreijährigen Vereinbarung jedoch eine anschließende Wettbewerbssperre von 24 Monaten vor.
Fightful bestätigte zudem, dass Irvin während dieser Zeit kein Gehalt von WWE erhielt. Nach Einschätzung der Quelle hätte die Klausel mit hoher Wahrscheinlichkeit juristisch angegriffen werden können. Irvin entschied sich jedoch offenbar dagegen, den Streit vor Gericht auszutragen.
Was passiert nach Oktober?
Ob Irvin nach Ablauf der Sperrfrist tatsächlich bei AEW auftaucht, bleibt weiterhin offen. Weder AEW noch Irvin haben bislang einen Vertrag oder konkrete Verhandlungen bestätigt.

Er hätte immer was dazu sagen können. Aber er tuts jetzt, weil es die strategisch günstigste Zeit ist ihr einen Job zu erjammern.