Samantha Irvins Abschied von WWE liegt beinahe zwei Jahre zurück, doch ein Wechsel zu einer anderen Wrestling-Promotion soll ihr seitdem vertraglich versperrt gewesen sein. Kurz vor dem Ende dieser ungewöhnlich langen Wartezeit liefern neue Informationen nun zusätzliche Einblicke in die Bedingungen, unter denen Irvin WWE verlassen hatte.
Samantha Irvins zweijährige WWE-Sperrfrist soll im Oktober enden
Laut dem Wrestling Observer Newsletter läuft die vertragliche Beschränkung, die Samantha Irvin bisher an einem Engagement bei einer anderen Wrestling-Promotion gehindert hat, im kommenden Monat aus. Irvin hatte ihren Abschied von WWE am 21. Oktober 2024 öffentlich gemacht. Aus der berichteten Laufzeit von insgesamt 24 Monaten ergibt sich damit ein mögliches Ende der Frist im Oktober 2026.
Bereits im Oktober 2025 hatte Irvin selbst auf X erklärt, dass sie ein Jahr ihrer zweijährigen Wartezeit hinter sich habe und noch ein weiteres vor ihr liege. Auch sie bezeichnete die Regelung dabei als „Non-Compete“. Zugleich machte sie deutlich, dass sie ihre Erinnerungen an WWE positiv bewahre und ihre Fans während der verbleibenden Zeit mit ihrer Musik erreichen wolle. Einen konkreten Plan für die Zeit danach nannte sie damals nicht.
Fightful bestätigt: Irvin erhielt während der zwei Jahre kein WWE-Gehalt
Neue Informationen von Fightful Select verschärfen nun das Bild der ungewöhnlichen Vereinbarung. Dem Bericht zufolge erhielt Irvin während der nahezu zweijährigen Wettbewerbssperre kein Gehalt von WWE. Damit bestätigt eine weitere Quelle ausdrücklich, dass sie während dieser Zeit nicht für eine andere Wrestling-Promotion arbeiten durfte, ohne weiterhin von ihrem früheren Arbeitgeber bezahlt zu werden.
Damit unterscheidet sich ihr Fall deutlich von den häufig als „Non-Compete“ bezeichneten 30- oder 90-Tage-Zeiträumen nach der Freistellung aktiver WWE-Wrestler. Während dieser Phasen laufen die jeweiligen Verträge normalerweise noch weiter und die Talente werden weiterhin bezahlt. Bei Irvin soll die Beschäftigung dagegen beendet gewesen sein, während die Einschränkung anschließend bestehen blieb.
Besondere Klausel in Irvins WWE-Vertrag
Irvins Situation soll auf einen Angestelltenvertrag zurückgehen, der sich von den üblichen Talentverträgen aktiver Wrestler unterschied. Laut Wrestling Observer hatte die Vereinbarung eine Laufzeit von drei Jahren und erlaubte Irvin, mit einer Frist von zwei Wochen selbst zu kündigen. Für den Fall eines vorzeitigen Ausscheidens sei jedoch eine Wettbewerbssperre von 24 Monaten vorgesehen gewesen.
Irvin hatte Anfang 2024 einen neuen Vertrag unterschrieben. Fightful berichtete bereits zuvor, dass sie WWE damals mitgeteilt habe, langfristig nicht mehr als Ringsprecherin arbeiten zu wollen. Das Unternehmen soll ihr daraufhin eine deutliche Gehaltserhöhung angeboten haben. Irvin nahm den neuen Vertrag an, der nach den vorliegenden Informationen allerdings auch die weitreichende Wettbewerbsklausel enthielt.
Als sie WWE im Oktober desselben Jahres verließ, soll genau diese Regelung gegriffen haben. Die zweijährige Beschränkung war damit offenbar die direkte Folge ihres freiwilligen Ausscheidens vor dem regulären Ende der Vereinbarung.
Fightful hält die Klausel für juristisch angreifbar
Fightful lieferte nun noch einen weiteren bemerkenswerten Aspekt. Nach Informationen des Portals hätte Irvin die Wettbewerbssperre sehr wahrscheinlich juristisch anfechten und möglicherweise außer Kraft setzen lassen können. Offenbar entschied sie sich jedoch dagegen, die Vereinbarung auf diesem Weg überprüfen zu lassen.
Warum Samantha Irvin ihre Rolle als Ringsprecherin aufgeben wollte
Irvin kam 2021 zu WWE und entwickelte sich mit ihren markanten Ankündigungen schnell zu einer der bekanntesten Stimmen der Shows. Nach ihrem Abschied machte sie mehrfach deutlich, dass es nie ihr langfristiges Ziel gewesen sei, ausschließlich als Ringsprecherin zu arbeiten.
Sie hätte sich stattdessen eine größere Rolle vor der Kamera vorstellen können, beispielsweise als Managerin oder General Managerin einer WWE Show. Für eine solche Entwicklung habe WWE nach ihren Angaben jedoch keinen passenden Weg gesehen. Die häufig verbreitete Darstellung, sie habe das Unternehmen für eine Musikkarriere verlassen, wies Irvin ebenfalls zurück. Musik sei schon während ihrer WWE-Zeit ein fester Bestandteil ihres Lebens gewesen.
WWE-Rückkehr ausgeschlossen, AEW bleibt Spekulation
Für die Zeit nach Ablauf der Sperrfrist ist bislang nichts bestätigt. Irvin stellte allerdings Anfang 2026 ausdrücklich klar, dass sie nicht zu WWE zurückkehren werde. Gleichzeitig hatte sie zuvor bereits angedeutet, dass ihre Zeit im Wrestling keineswegs grundsätzlich beendet sei.
Dadurch richtet sich der Blick zwangsläufig auch auf andere Promotions. Besonders häufig wird AEW genannt, da Irvins Ehemann Ricochet dort unter Vertrag steht. Bereits 2025 hatte Sean Ross Sapp die Möglichkeit angesprochen, dass Irvin ihn eines Tages als Managerin begleiten könnte. Dabei handelte es sich allerdings lediglich um eine denkbare Option und nicht um einen Bericht über konkrete Pläne oder Verhandlungen.

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