Ric Flair hat sich erneut auf X zu Wort gemeldet und diesmal direkt seine Kritiker im Internet herausgefordert. Außerdem hat WWE laut Fightful Select intern neue Regeln für Ring-Outfits eingeführt.
Ric Flair geht erneut gegen Internet-Kritiker vor
Ric Flair veröffentlichte einen weiteren Beitrag auf X und richtete sich dabei direkt an anonyme Accounts und Trolle, die ihn online kritisieren. Flair erklärte, dass er kein Problem mit Meinungsverschiedenheiten habe. Allerdings sollten Menschen, die ihn angreifen, auch bereit sein, ihren echten Namen und ihre Identität öffentlich zu zeigen. Kritik unter einem Pseudonym bezeichnete Flair als traurig.
Er forderte seine Kritiker offen dazu auf, sich direkt bei ihm zu melden, anstatt sich hinter anonymen Accounts zu verstecken. Außerdem machte Flair deutlich, dass ihn die ständigen Angriffe in sozialen Medien zunehmend nerven würden. Besonders auffällig war dabei auch eine Aussage, mit der Flair seine Kritiker provozierte: Er habe mehr Geld als Zeit. Damit wollte er klarstellen, dass ihn die Diskussionen im Internet nicht ernsthaft belasten würden.
Flairs neuer Beitrag fällt vor allem deshalb auf, weil er bereits in den vergangenen Tagen mehrfach selbst im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen stand.
What’s Sad Is All The People That Hate Under An Alias. Let’s Have Your Real Names And Identity. I’ll Talk To You All Individually. We Can Explain Our Differences In Opinion. Dial 1-800-Ric Flair Famous. Get Back To Me. I’ve Got More Money Than I Have Time! I’m Tired Of All The… pic.twitter.com/iEqRibAequ
— Ric Flair® (@RicFlairNatrBoy) June 4, 2026
Hinter Ric Flair liegt eine turbulente Social-Media-Woche
In den vergangenen Tagen sorgte Ric Flair mit mehreren emotionalen Beiträgen auf X für Schlagzeilen. Unter anderem kam es zu einem öffentlichen Streit mit seinem Sohn David Flair. Dabei ging es um die Nutzung des Namens „Flair“. Ric Flair drohte zwischenzeitlich sogar mit rechtlichen Schritten, ruderte später allerdings wieder zurück. Zusätzlich löste ein Beitrag aus dem Umfeld einer Notaufnahme Diskussionen um seinen Gesundheitszustand aus – wir berichteten.
Nach diesen Ereignissen veröffentlichte Flair außerdem einen weiteren emotionalen Post über seine Karriere. Darin erinnerte er seine Kritiker an sein Wrestling-Erbe und sprach darüber, wie viele Jahre er praktisch nonstop unterwegs gewesen sei. Flair erklärte, dass er über einen langen Zeitraum rund 300 Shows pro Jahr bestritten habe und teilweise jede Nacht bis zu einer Stunde im Ring gestanden habe. Diese Leistungen könnten seiner Meinung nach von den meisten Menschen nicht nachvollzogen oder wiederholt werden. Außerdem erklärte er provokant, dass man ihn künftig nicht mehr einfach Ric nennen solle, sondern „Legende“.
WWE führt neue Regeln für Ring-Outfits ein
Weniger emotional, aber dennoch interessant ist ein weiteres Thema aus dem WWE-Backstagebereich. Wie Sean Ross Sapp im Rahmen einer Fightful-Fragerunde erklärte, hat WWE intern offenbar neue Regeln für Ring-Outfits eingeführt.
Künftig sollen Outfits vor ihrem Einsatz in Matches oder TV-Shows offiziell genehmigt werden müssen. Hintergrund der Diskussion war eine Fanfrage zu möglichen Verletzungsrisiken durch bestimmte Outfit-Elemente. Als Beispiele wurden unter anderem frühere Ring-Outfits von Rhea Ripley mit Ketten oder metallische Elemente bei Jade Cargills Gear genannt.
Sapp erklärte, dass es zwar schon immer gewisse Einschränkungen gegeben habe, WWE zuletzt aber einen deutlich formelleren Genehmigungsprozess eingeführt habe. Die Entscheidung kommt daher nicht völlig überraschend.
Gerade in den vergangenen Jahren wurde die Präsentation der Wrestler immer wichtiger – sowohl für TV-Shows als auch für Merchandise, Marketing und die allgemeine Darstellung der Charaktere. Gleichzeitig können Metallteile, harte Materialien oder auffällige Accessoires im Ring ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Nach der neuen WWE-Regelung bleibt ein wichtiger Punkt ungeklärt
Sean Ross Sapp erklärte allerdings auch, dass derzeit noch nicht genau bekannt sei, wie streng WWE diese neuen Vorgaben tatsächlich umsetzen werde. Offen bleibt unter anderem die Frage, ob große Topstars möglicherweise mehr Freiheiten erhalten als andere Talente. Denn zwischen offiziellen Regeln und deren konsequenter Umsetzung gebe es bei WWE durchaus Unterschiede.
Trotzdem zeigt die Einführung dieses neuen Genehmigungsprozesses, dass WWE künftig offenbar mehr Kontrolle über die gesamte Präsentation der Wrestler haben möchte. Für die Talente selbst dürfte das bedeuten, dass neue Ring-Outfits künftig stärker abgestimmt und geprüft werden müssen, bevor sie erstmals im Fernsehen zu sehen sind. Langfristig könnte WWE dadurch allerdings auch ein einheitlicheres Gesamtbild der Shows erreichen.

„Dial 1-800-Ric Flair Famous“ – Ok, der war nicht schlecht 😄 Mir tuts einfach leid, dass er keinen Frieden empfindet und so viel Stress mit Leuten hat (oder sich darauf einlässt). Der Mann hat mich lange gut unterhalten und die paar senilen Abwandlungen verzeihe ich ihm dafür gerne.