Orange Cassidy kritisiert frühere AEW-Titelentscheidung und blickt auf einen prägenden Rivalen zurück

Orange Cassidy präsentiert sich mit Sonnenbrille und erhobenem Daumen während eines Auftritts in einer Wrestling-Show
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Orange Cassidy gehört seit Jahren zu den ungewöhnlichsten und zugleich bekanntesten Persönlichkeiten bei AEW. Hinter seinem bewusst lässigen Auftreten steckt jedoch weit mehr, als sein Charakter zunächst vermuten lässt.

In einem aktuellen Interview mit Adrian Hernandez sprach Cassidy über eine Championship mit besonderer Bedeutung, einen möglichen Rivalen für die Geschichtsbücher sowie zwei Weggefährtinnen, zu denen er eine enge Verbindung aufgebaut hat.

Orange Cassidy blickt auf seine Zeit als International Champion zurück

Cassidy erinnerte daran, dass die heutige AEW International Championship ursprünglich als All-Atlantic Championship eingeführt wurde. Erster Titelträger war PAC, der die Championship in einem Four-Way Match gewann und sich anschließend zu einem besonders wichtigen Gegner für Cassidy entwickelte. Rückblickend habe er sogar das Gefühl, dass PAC eines Tages als der prägende Rivale seiner gesamten Karriere angesehen werden könnte.

Genau von PAC gewann Cassidy schließlich die damalige All-Atlantic Championship. Damit begann eine Titelregentschaft, die seine Wahrnehmung innerhalb von AEW deutlich verändern sollte. Cassidy war zuvor häufig als Comedy-Wrestler oder außergewöhnlicher Charakter betrachtet worden, wollte mit der Championship jedoch dafür sorgen, dass der Titel eine klare eigene Identität erhielt.

Cassidy wollte der Championship eine eigene Bedeutung geben

Für Cassidy war diese Aufgabe besonders wichtig, weil AEW bereits über mehrere Championships verfügte. Nach seinem Titelgewinn habe er deshalb versucht, die International Championship nicht einfach nur als weiteren Gürtel erscheinen zu lassen. Stattdessen sollte sie durch seine Matches, seine Gegner und seine Art der Darstellung einen eigenen Stellenwert bekommen.

Während seiner ersten Regentschaft verteidigte Cassidy die Championship außergewöhnlich häufig und trat dabei gegen zahlreiche unterschiedliche Gegner an. Insgesamt brachte er es auf 31 erfolgreiche Titelverteidigungen gegen 41 verschiedene Wrestler, während seine erste Regentschaft 326 Tage dauerte. In diesem Zeitraum wurde der damalige All-Atlantic Title zur International Championship umbenannt.

Cassidy entwickelte sich dabei zunehmend von einem Wrestler, der von manchen Fans nicht vollständig ernst genommen wurde, zu einem regelmäßig eingesetzten Champion. Der Höhepunkt dieser Entwicklung war sein Match gegen Jon Moxley bei AEW All Out 2023. Dort verteidigte er die International Championship im Main Event des Pay-per-Views.

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Vom vermeintlichen „Maskottchen“ zum Pay-per-View-Main-Event

Cassidy erinnerte daran, dass er zu Beginn seiner AEW-Zeit teilweise als Witz oder sogar als eine Art Maskottchen wahrgenommen worden sei. Umso bedeutender sei es für ihn gewesen, die International Championship schließlich bis in den Main Event eines großen Pay-per-Views zu bringen. Auch wenn er den Titel bei All Out 2023 an Jon Moxley verlor, stellte das Match einen wichtigen Meilenstein sowohl für seinen eigenen Status als auch für die Bedeutung der Championship dar.

Genau deshalb störte ihn später eine Entscheidung von AEW besonders. Cassidy hatte das Gefühl, erheblich dazu beigetragen zu haben, dass die International Championship als eigenständiger Titel wahrgenommen wurde, dem Wrestler auch abseits der AEW World Championship nachjagen konnten.

Cassidy war kein Fan des Unified-Championship-Konzepts

Cassidy erklärte, dass ihm die zeitweise Zusammenführung der International und Continental Championship nicht gefallen habe. AEW führte 2025 das sogenannte Unified-Championship-Konzept ein, bei dem beide Championships unter einem zusätzlichen Unified-Titel zusammengeführt wurden. Die jeweiligen Titelhistorien wurden zwar nicht abgeschafft, doch für Cassidy ging dadurch ein Teil jener Eigenständigkeit verloren, die er der International Championship zuvor hatte geben wollen.

Aus seiner Sicht war viel Arbeit investiert worden, um die International Championship als bedeutende Alternative zur AEW World Championship zu etablieren. Nachdem der Titel schließlich sogar einen Pay-per-View-Main-Event erreicht hatte, empfand er die spätere Verbindung mit der Continental Championship deshalb als enttäuschend. Bemerkenswert ist dabei, dass Cassidy selbst scherzhaft darauf verwies, dass ihm normalerweise viele Dinge egal seien, diese Entscheidung ihn aber tatsächlich beschäftigt habe.

AEW trennte die Championships später wieder

Interessant ist, dass das von Cassidy kritisierte Konzept inzwischen nicht mehr existiert. Die Unified Championship war eingeführt worden, nachdem Kazuchika Okada Kenny Omega bei All In: Texas besiegt und dadurch sowohl die Continental als auch die International Championship gehalten hatte.

Ende 2025 wurde diese Konstruktion jedoch wieder beendet. Bei Worlds End gewann Jon Moxley die Continental Championship, womit International und Continental Championship anschließend wieder getrennt geführt wurden. Heute besitzen beide Titel erneut ihre eigene Identität, sodass sich Cassidys Kritik rückblickend auf eine Phase bezieht, die AEW selbst bereits nach einigen Monaten wieder beendete.

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PAC könnte als Cassidys wichtigster Rivale in Erinnerung bleiben

Neben der Championship sprach Cassidy besonders ausführlich über PAC. Ihre gemeinsame Geschichte begann bereits lange vor Cassidys erstem Titelgewinn, denn PAC gehörte zu den ersten etablierten AEW-Stars, gegen die er in einem großen Singles Match antreten durfte. Später war es wiederum PAC, den Cassidy besiegte, um erstmals die All-Atlantic Championship zu gewinnen.

Genau diese Verbindung macht den Engländer für Cassidy so bedeutend. Er hält es inzwischen für möglich, dass PAC eines Tages als der zentrale Rivale seiner Karriere betrachtet wird. Damit hebt Cassidy ihn sogar über einige andere prominente Gegner, mit denen er während seiner AEW-Zeit große Matches bestritten hat.

Cassidy lobt Willow Nightingale nach ihrem World-Title-Erfolg

Im selben Gespräch äußerte sich Cassidy auch zu Willow Nightingale. Beide sind durch The Conglomeration miteinander verbunden und arbeiten seit längerer Zeit regelmäßig zusammen. Cassidy erklärte, dass er bei Nightingale schon länger das Gefühl gehabt habe, dass sie für einen großen Erfolg bestimmt sei.

Für ihn gehöre Willow zu den Menschen, die besonders authentisch und glaubwürdig wirkten. Deshalb freue er sich darüber, ihre Entwicklung und ihren Aufstieg innerhalb von AEW aus nächster Nähe miterleben zu können. Nightingale gewann inzwischen die AEW Women’s World Championship und gehört aktuell zu den wichtigsten Wrestlerinnen der Promotion.

Orange Cassidy freut sich auch auf Toni Storms Rückkehr

Auch Toni Storm war Thema des Interviews. Cassidy blickte auf ihre gemeinsame Storyline Anfang 2026 zurück und erklärte humorvoll, Storm habe bei ihren gemeinsamen Auftritten häufig die Führung übernommen. Sie habe ihm nicht nur beim Tanzen einige Dinge beigebracht, sondern aus seiner Sicht auch darüber hinaus einen Eindruck hinterlassen. Cassidy machte zugleich deutlich, dass er sich auf Storms Rückkehr freue, nannte jedoch keinen konkreten Zeitpunkt.

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