Kurz vor AEW All In London rückt das mit Spannung erwartete World Championship Match zwischen Kenny Omega und Will Ospreay noch einmal besonders in den Mittelpunkt. Die Rivalität der beiden ehemaligen Weggefährten hat in den vergangenen Wochen eine deutlich persönlichere Richtung eingeschlagen und unterscheidet sich inzwischen spürbar von ihren früheren Aufeinandertreffen.
Neue Backstage-Informationen liefern nun einen interessanten Einblick in die Überlegungen hinter dieser Entwicklung. Gleichzeitig gibt es einen Bericht über die langfristigen Pläne für das Match im Wembley Stadium, der möglicherweise bereits einen entscheidenden Hinweis auf den Ausgang enthält.
Kenny Omega soll seine Heel-Rolle bewusst verstärkt haben
Kenny Omegas zunehmend aggressive Darstellung vor AEW All In London war offenbar eine bewusste Entscheidung. Dave Meltzer berichtet im Wrestling Observer Newsletter, dass Omega im Verlauf des Aufbaus immer stärker in Richtung Heel tendiert habe, weil er diese Rollenverteilung für das Match gegen Will Ospreay als die richtige Wahl angesehen habe.
Dabei soll es vor allem darum gehen, Ospreay einen möglichst starken Gegenpol zu geben. Ein klarer Bösewicht auf der anderen Seite könne dazu beitragen, einen möglichen großen Moment für den Engländer vor seinem heimischen Publikum noch emotionaler wirken zu lassen.
Die Entwicklung dazu begann nicht erst unmittelbar vor All In. Bereits bei AEW Redemption im Juli kam es zu einer überraschenden Wendung, nachdem Ospreay Omega gegen die Death Riders unterstützt hatte. Omega reagierte darauf mit einem One-Winged Angel gegen seinen späteren Herausforderer. Zu diesem Zeitpunkt blieb noch offen, ob es sich bereits um einen vollständigen Heel Turn handeln sollte, doch Iin den folgenden Wochen wurde die Richtung allerdings immer eindeutiger.
„The Cleaner“ kehrt im Aufbau auf All In zurück
Bei Dynamite am 19. August verschärfte Omega die Situation erheblich. Nachdem es zwischen ihm und Ospreay zu einer immer persönlicheren Konfrontation gekommen war, nutzte Omega schließlich die Gelegenheit, als Security seinen Herausforderer festhielt. Er traf Ospreay mit dem V-Trigger und beförderte ihn anschließend mit dem One-Winged Angel durch einen Tisch. Auch Omegas Auftreten und seine Promos erinnerten zunehmend an seine frühere „Cleaner“-Persönlichkeit.
Laut Meltzer soll Omega selbst davon überzeugt sein, dass diese Rollenverteilung dem Match zugutekommt. Ziel sei es, nicht nur ein weiteres technisch herausragendes Duell zwischen zwei der besten Wrestler ihrer Generation zu präsentieren, sondern eine Geschichte zu erzählen, die langfristig in Erinnerung bleibt. Die Erwartungen sind also entsprechend hoch.
Omega und Ospreay standen bereits mehrfach in großen Matches gegeneinander im Ring und erhielten dafür außergewöhnlich viel Lob. Dieses Mal kommt jedoch die AEW World Championship als zusätzlicher Faktor hinzu.
Will Ospreay sieht das Match als möglichen Generationswechsel
Auch Ospreay selbst misst dem Duell eine besondere Bedeutung bei. In einem aktuellen Interview mit der „New York Post“ bezeichnete er das Match als möglichen „Passing of the Torch“-Moment zwischen ihm und Omega. Für Ospreay ist der Kampf ein bedeutender persönlicher Meilenstein. Nach seiner schweren Nackenverletzung und der anschließenden Operation war unklar, ob und in welcher Form er überhaupt wieder in den Ring zurückkehren könnte. Nun steht er im Wembley Stadium vor der Chance auf die wichtigste Championship von All Elite Wrestling.
Gegenüber TV Insider bestätigte Ospreay zudem, dass AEW zeitweise verschiedene kreative Möglichkeiten für All In diskutiert habe. Aus seiner Sicht sei Omega gegen Ospreay jedoch die natürliche Paarung für dieses große Event. Auch der Druck beschäftigt ihn.
Ospreay erklärte zuletzt gegenüber Ariel Helwani, dass ihn das bevorstehende Match ungewöhnlich nervös mache. Dabei gehe es nicht allein um einen möglichen Titelgewinn. Vielmehr spüre er die enorme Erwartungshaltung und wolle die Zuschauer in seiner Heimat keinesfalls enttäuschen.
Möglicher Spoiler zum AEW World Championship Match
Der folgende Abschnitt enthält einen möglichen Spoiler zum geplanten Ausgang des AEW World Championship Matches zwischen Kenny Omega und Will Ospreay bei AEW All In London. Wer sich das mögliche Ergebnis nicht vorwegnehmen lassen möchte, sollte nicht weiterlesen.
Wer das Match für sich entscheiden soll
Laut einem Bericht von Fightful Select wird aktuell erwartet, dass Will Ospreay Kenny Omega bei All In London besiegt und erstmals die AEW World Championship gewinnt. Dabei soll es sich keineswegs um eine kurzfristige Entscheidung handeln.
Dem Bericht zufolge wurde innerhalb von AEW bereits über weite Strecken des Jahres darüber gesprochen, Ospreay die Championship gewinnen zu lassen. Entsprechende Überlegungen sollen sogar schon bestanden haben, bevor er nach seiner Nackenoperation wieder aktiv in den Ring zurückkehrte.
Auch das Match gegen Omega soll langfristig geplant worden sein. AEW-Quellen hatten bereits zuvor angegeben, dass Omega gegen Ospreay ungefähr seit Februar als eines der zentralen Matches für All In vorgesehen gewesen sei. Zwischenzeitliche Spekulationen über eine mögliche Erweiterung des Matches um MJF wurden von diesen Quellen zurückgewiesen. MJF sei stattdessen für das Casino Gauntlet Match eingeplant gewesen.
Trotz des aktuellen Fightful-Berichts gilt wie immer bei solchen Backstage-Informationen: Pläne können sich bis zum Beginn einer Show verändern. Ein Sieg Ospreays ist deshalb nicht offiziell bestätigt.
Alex Windsor scherzt bereits über einen möglichen doppelten Titelgewinn
Sollte Ospreay tatsächlich gewinnen, könnte er nicht das einzige Mitglied seines Haushalts sein, das London mit Championship-Gold verlässt. Seine Ehefrau Alex Windsor tritt gemeinsam mit Jamie Hayter als The Brawling Birds gegen die AEW Women’s World Tag Team Champions Megan Bayne und Lena Kross von Divine Dominion an.
Im Gespräch mit The Wrestling Classic wurde Windsor gefragt, wie das Paar feiern würde, falls beide ihre jeweiligen Titelmatches gewinnen sollten. Windsor erklärte scherzhaft, dass sie die Championships vermutlich zu Hause tragen und möglicherweise sogar in den Kühlschrank legen würden.
Damit spielte sie auf das bekannte Foto von CM Punk an, der nach seinem WWE Championship Sieg gegen John Cena bei Money in the Bank 2011 seinen Titel in einem Kühlschrank fotografierte.

Also das mit dem „Heel-Omega“ ist doch nun wirklich nicht offensichtlicher zu machen und zu erklären…
NATÜRLICH soll Ospreay als der absolute Liebling zu All-In… es ist Wembley. Und NATÜRLICH kommt das noch mal besser rüber wenn sein Gegenerüber zu mindest halbwegs die Heel-Rolle einnimmt. Das Ospreay der „Liebling“ sein würde ist aufgrund der Lokalität natürlich sowieso klar gewesen, aber so verstärkt man es eben noch und sorgt auch für eine entsprechende geschichte und dynamik im kommenden Match.
Und eine klassiche Rollenverteilung funktioniert einfach am besten… ist einfach so, und das weiß auch ein Omega…
Man würde sich wünschen das diese klassische Rollenverteilung aber auch mal logisch und konstant durchgezogen wird. Leider wechseln bei AEW die Wrestler ihre „Rolle“ wie manche die Unterhosen. Heute so, Morgen so und das meist ohne jeden Sinn… am besten kann man das an Hangman Page oder MJF immer mal wieder sehen, die haben ihre Rollen schon sehr oft gewechselt, und zwar einfach so. Da gabs nichtmal einen „Turn-Move“ oder so… das wirkte wirklich seltsam…
Immerhin Omega hat sich in die Heel-Rolle hineinentwickelt während der Fehde mit Ospreay, das war gut gemacht und auch glaubwürdig.
Hat nicht funktioniert. Kenny wurde vorm Hilton Hotel stark von den Fans gefeiert.
Selbstverständlich, das hat aber nix mit der dann stattfindenden Show zu tun… die Crowd in Wembley wird absolut sicher eher auf Ospreays Seite stehen, und das wird noch verstärkt durch die klassische Rollenverteilung… und das ist auch der Grund warum Omega Heel-Tendenzen an den Tag legt.
Wobei er nicht „komplett“ einen Heelturn vollzog, das sollte man auch sagen.