Tony Khan hat sich kurz vor AEW All In ausführlich zu mehreren Themen geäußert, die weit über das bevorstehende Großereignis im Wembley-Stadion hinausgehen. Dabei ging es unter anderem um eine verpasste Möglichkeit zwischen AEW und WWE sowie um die Frage, welche Namen künftig noch im ohnehin prominent besetzten AEW-Roster auftauchen könnten.
Im Gespräch mit „Metro“ nahm der AEW-Präsident zu Aussagen Stellung, die zuletzt für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Zugleich ließ Khan erkennen, dass sich hinter den Kulissen offenbar weiterhin zahlreiche Wrestler für einen Wechsel zu seinem Unternehmen interessieren.
Tony Khan äußert sich zu Adam Copeland und John Cena
Adam Copeland hatte zuletzt im Gespräch mit Ariel Helwani darüber gesprochen, dass es während John Cenas Abschiedstour zu keinem gemeinsamen Moment der beiden langjährigen Rivalen kam. Für viele Fans wäre ein letztes Aufeinandertreffen besonders reizvoll gewesen, schließlich gehörte die Rivalität zwischen Cena und dem damaligen Edge zu den prägendsten WWE-Storylines der 2000er-Jahre.
Copeland erklärte allerdings, dass er eine mögliche Rückkehr zu WWE für einen solchen Auftritt nie aktiv verfolgt habe. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen mit dem Unternehmen sei er davon ausgegangen, dass ein Auftritt eines vertraglich gebundenen AEW-Wrestlers ohnehin kaum realistisch gewesen wäre.
Interessant war dabei Copelands Einschätzung zu seinem aktuellen Arbeitgeber. Er ging davon aus, dass Tony Khan einer entsprechenden Anfrage vermutlich nicht im Weg gestanden hätte. Nun hat sich Khan selbst zu dieser Vermutung geäußert.
WWE stellte offenbar niemals eine Anfrage
Khan bestätigte gegenüber „Metro“, dass weder er noch nach seinem Kenntnisstand Copeland wegen einer möglichen Beteiligung an Cenas Abschiedstour kontaktiert worden seien. Deshalb habe es nie konkrete Gespräche über Termine, Bedingungen oder einen möglichen Auftritt gegeben.
Gleichzeitig machte der AEW-Präsident deutlich, dass er grundsätzlich bereit gewesen wäre, sich mit einer entsprechenden Anfrage auseinanderzusetzen. Hätte WWE einen konkreten Plan vorgelegt und wären die notwendigen Termine sowie weiteren Einzelheiten bekannt gewesen, hätte Khan einen solchen Auftritt unterstützt. Damit bestätigte er im Wesentlichen jene Einschätzung, die Copeland zuvor bei Helwani geäußert hatte.
Khan verwies außerdem darauf, dass er in der Vergangenheit bereit gewesen sei, mit anderen Wrestling-Unternehmen zusammenzuarbeiten. Sollte zwischen mehreren Seiten eine Vereinbarung möglich sein, wolle er eine solche Zusammenarbeit nicht grundsätzlich verhindern. Im Fall von Copeland und Cena kam es allerdings nie zu diesem Punkt. Laut Khan erreichte AEW schlicht keine entsprechende Anfrage.
Copeland hatte einen letzten Cena-Moment bereits abgeschrieben
Copeland selbst hatte erklärt, dass ein gemeinsamer Moment etwas gewesen wäre, das sowohl er als auch Cena vermutlich interessant gefunden hätten. Dennoch habe er die Idee nicht weiterverfolgt. Seine Einschätzung beruhte vor allem auf seinem Wissen darüber, wie WWE traditionell mit solchen Situationen umgeht. Deshalb habe er bereits früh angenommen, dass ein Auftritt während Cenas Abschiedstour nicht zustande kommen würde.
Tony Khan spricht über großes Interesse an AEW
Im selben Interview wurde Khan zudem mit einer anderen Frage konfrontiert. Das AEW-Roster zählt bereits zu den umfangreichsten im Wrestling, dennoch werden regelmäßig weitere prominente Namen mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht. Khan sieht darin offenbar kein grundsätzliches Problem. Er verwies darauf, dass zahlreiche der aus seiner Sicht besten Wrestler der Welt bereits für AEW antreten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass auch außerhalb des Unternehmens großes Interesse an einem Wechsel bestehe.
Nach Khans Darstellung versuchen zahlreiche hochklassige Wrestler, einen Platz bei AEW zu bekommen. Konkrete Namen nannte er in diesem Zusammenhang allerdings nicht. Gerade deshalb ist eine klare Trennung zwischen Khans tatsächlichen Aussagen und derzeit kursierenden Berichten wichtig.
Ilja Dragunov bleibt ein besonders interessanter Name
Zu den Wrestlern, die zuletzt verstärkt mit AEW in Verbindung gebracht wurden, gehört Ilja Dragunov. Nach dem Ende seiner WWE-Zeit entstanden schnell Spekulationen darüber, ob AEW seine nächste große Station werden könnte. Tony Khan hat diese Gerüchte bislang nicht bestätigt. Auffällig ist jedoch, dass er sich innerhalb kurzer Zeit mehrfach ausgesprochen positiv über Dragunov geäußert hat.
Khan bezeichnete ihn als außergewöhnlichen Wrestler und starken Athleten, für dessen Leistungen er großen Respekt habe. Zudem machte er deutlich, dass er aufmerksam verfolgen werde, wie es mit Dragunovs Karriere weitergeht. Auch gegenüber „Metro“ vermied Khan konkrete Aussagen über mögliche Vertragsgespräche oder ein Angebot. Seine wiederholt positive Bewertung des ehemaligen WWE-Stars dürfte die Spekulationen über ein mögliches AEW-Engagement dennoch weiter anheizen.
Bislang gibt es jedoch keine Bestätigung dafür, dass Dragunov bereits einen Vertrag unterschrieben oder ein offizielles Angebot erhalten hat.
Auch Kofi Kingston und Austin Creed werden mit AEW in Verbindung gebracht
Ein ähnliches Interesse besteht rund um Kofi Kingston und Austin Creed, der bei WWE unter dem Namen Xavier Woods bekannt wurde. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen wurden beide ebenfalls schnell mit AEW in Verbindung gebracht. Berichte aus dem AEW-Umfeld deuteten zuletzt darauf hin, dass innerhalb des Unternehmens mit einem möglichen Engagement der beiden gerechnet werde. Eine Vertragsunterzeichnung wurde allerdings bislang nicht bestätigt.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Thema dadurch, dass Kingston und Creed inzwischen für Chris Jerichos „Rock ’N’ Wrestling Rager at Sea“ im November angekündigt wurden. Ihre WWE-Wettbewerbsverbote sind mittlerweile ebenfalls ausgelaufen. Auch hier gilt jedoch: Khan selbst nannte weder Kingston noch Creed, als er über Wrestler sprach, die zu AEW wechseln möchten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar