AEW World Champion Maxwell Jacob Friedman hat sich im Podcast von LNG Productions umfassend zu seiner Sicht auf die Wrestling-Geschichte geäußert. Dabei verteidigte er Triple H, sprach über seine eigene Rolle im Business und nannte die fünf Legenden, die er dauerhaft verfolgen würde.
MJF verteidigt Triple H trotz Kritik im AEW-Umfeld
Gleich zu Beginn sorgte MJF mit einer Aussage für Aufmerksamkeit, die in seinem eigenen Umfeld offenbar nicht gut ankommt. Er erklärte offen, dass es innerhalb der AEW-Umkleide als ungewöhnlich gilt, ein Fan von Triple H zu sein: „Ich bin auch ein großer Triple-H-Fan, was in meinem Umkleideraum wie ein Sakrileg ist, weil, na ja …“
Anschließend sprach er eine der häufigsten Kritiken an, die immer wieder im Zusammenhang mit Triple H genannt werden.
MJF widersprach dieser Darstellung klar und betonte die Leistungen von Triple H. Er hob hervor, dass Triple H bereits erfolgreiche Stars noch größer gemacht habe. Gleichzeitig habe er es verstanden, gezielt unsympathisch zu wirken, ohne dabei auf einfache oder billige Mittel zurückzugreifen. In diesem Zusammenhang zog er auch einen Vergleich zu Shane Douglas. Douglas war vor allem für seine provokanten Auftritte und direkten Aussagen bekannt, insbesondere in der ECW, wo er häufig mit bewusst überspitzten und teils plakativen Mitteln arbeitete, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
MJF machte deutlich, dass er hier einen Unterschied sieht. Während Douglas eher auf offensichtliche Provokation setzte, habe Triple H seine Rolle deutlich subtiler und wirkungsvoller ausgefüllt und dadurch langfristig mehr Einfluss auf das Wrestling gehabt.
Selbstbild: MJF sieht sich an der Spitze der Branche
Im weiteren Verlauf des Interviews sprach MJF auch über seine eigene Rolle im Wrestling und machte dabei deutlich, wie er sich selbst sieht. Er erklärte, dass er fest davon überzeugt sei, aktuell der vielseitigste Profi-Wrestler der Welt zu sein. Damit unterstrich er seinen Anspruch, sowohl im Ring als auch am Mikrofon zur absoluten Spitze zu gehören.
Solche Aussagen passen zu seinem bekannten Auftreten. MJF präsentiert sich bewusst sehr selbstbewusst und provokant, was regelmäßig für Aufmerksamkeit sorgt und sowohl Zustimmung als auch Diskussionen innerhalb der Fan-Community auslöst.
Attitude-Ära als Wunschzeit: MJF sieht sich auf Augenhöhe mit Legenden
Ein zentrales Thema war auch die Frage, in welcher Wrestling-Ära er am liebsten aktiv gewesen wäre. MJF entschied sich klar für die Attitude-Ära, die von Persönlichkeiten wie Steve Austin, The Rock und Mick Foley geprägt wurde.
Er wurde auch gefragt, welche Wrestling-Ära am besten zu ihm passen würde, und hatte darauf eine klare Antwort. MJF erklärte, dass für ihn die Attitude-Ära die richtige Wahl sei. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass er unabhängig von der jeweiligen Zeit immer erfolgreich gewesen wäre und sich in jeder Ära an der Spitze hätte behaupten können.
Den besonderen Reiz dieser Phase sieht er vor allem in den starken Promos und dem hohen Niveau am Mikrofon, das diese Zeit geprägt hat.
Auswahl der größten Legenden: Diese fünf Namen nennt MJF
Im weiteren Gespräch wurde MJF vor die Aufgabe gestellt, sich auf fünf Wrestler festzulegen, die er für den Rest seines Lebens verfolgen würde. Diese Entscheidung fiel ihm sichtlich schwer, da er mehrere Namen gegeneinander abwägen musste.
Er begann mit CM Punk, obwohl er gleichzeitig betonte, dass er ihn persönlich nicht ausstehen könne. Dennoch räumte er ein, dass es zahlreiche herausragende Matches gebe, auch aus seiner eigenen gemeinsamen Geschichte mit Punk. Rückblickend erklärte er zudem, dass er sich heute als deutlich weiterentwickelt sieht und als Performer reifer geworden ist.
Anschließend nannte er Steve Austin als seine zweite Wahl, The Rock als dritte und Roddy Piper als vierte. Den fünften Platz belegte Shawn Michaels, den er für seine Leistungen im Ring besonders hervorhob und als außergewöhnlich charismatisch beschrieb.
Gleichzeitig machte MJF noch einmal deutlich, wie schwer ihm die Auswahl gefallen sei. Er hätte gerne auch Eddie Guerrero berücksichtigt, doch aufgrund der Begrenzung auf fünf Namen musste er ihn leider außen vor lassen.
