MJF sieht sich als Gesicht der Wrestling-Ära und rechnet mit der modernen Wrestler-Generation ab

MJF teilt den Fans etwas über sein Mikrofon mit
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MJF hat im aktuellen Interview mit Shakiel Mahjouri für SHAK Wrestling zentrale Wrestling-Themen seines eigenen Karriere-Verständnisses und der Branchen-Entwicklung der vergangenen Jahre aufgegriffen. Der ehemalige AEW World Champion stellt sich dabei auf eine Stufe mit den größten Promo-Talenten der Wrestling-Geschichte und macht gleichzeitig deutlich, was ihn an einem Großteil der heutigen Wrestler-Generation aktiv stört.

Das Selbstbild als Gesicht der 2020er Jahre

Kurz vor AEW Double or Nothing präsentiert sich MJF in einer betont selbstbewussten Phase. Im Gespräch mit Shakiel Mahjouri stellt er sich auf eine Stufe mit den größten Promo-Legenden der Wrestling-Geschichte. Seine zentrale These dabei: Viele großartige Promo-Talente konnten ihre Worte im Ring nicht gleichermaßen untermauern. MJF hingegen sei in beiden Bereichen auf Elite-Niveau, also sowohl am Mikrofon als auch beim Wrestling-Handwerk im Ring.

Diese seltene Doppel-Fähigkeit habe ihn in eine Liga mit Ric Flair, Steve Austin, The Rock und John Cena gehoben, behauptet MJF: „Ich bin der Mittelpunkt dieser Ära.“ Wenn man später über die 2020er Jahre des Wrestlings spreche, werde man zwangsläufig über MJF sprechen, ergänzte der AEW-Star.

Der Dreifache-World Champion Anspruch zum 30. Geburtstag

Die selbstbewusste Positionierung verbindet MJF direkt mit seinem Karriere-Plan für Double or Nothing am Sonntag, dem 24. Mai 2026. Der AEW-Star will dort mit 30 Jahren zum dritten Mal AEW World Champion werden. Der ehemalige Top-Star kämpft im Title vs. Hair-Match gegen den amtierenden AEW World Champion Darby Allin. Sollte er verlieren, müsste er sich seine charakteristischen langen Haare abrasieren lassen. MJF macht allerdings deutlich, dass er kein Szenario sehe, in dem das eintreten könnte. Mit der dritten Welt-Titelregentschaft zu seinem 30. Geburtstag wolle er Geschichte schreiben.

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Die Social-Media-Strategie und die jüngeren Nachahmer

Im weiteren Verlauf des Interviews sprach MJF über seine Social-Media-Strategie. Er ist überzeugt, die Art und Weise, wie moderne Wrestler ihre Online-Profile nutzen, verändert zu haben. Konkret hat er sich darauf festgelegt, online zu 100 Prozent seiner Charakterrolle treu zu bleiben und keine fanfreundliche Selbstdemaskierung zuzulassen. Diese Strategie habe ihm ursprünglich den Durchbruch gebracht.

Inzwischen beobachtet MJF allerdings jüngere Wrestler, die dieselbe Strategie zu kopieren versuchten. Diese Nachahmer profitierten von einer Linie, die ihm anfangs erheblichen Heat in der Branche eingebracht habe. Andere Wrestler hätten damals nicht mit ihm Umkleideräume teilen wollen und ihn auch im Ring gemieden.

Die Kritik am Charakterbruch in den sozialen Medien

Der zentrale Konfliktpunkt des SHAK-Gesprächs war MJFs Kritik an Wrestlern, die im Fernsehen Hass-Beziehungen aufbauen und online sofort ihre Gegner loben. Diese Art des Charakterbruchs zerstöre den Realismus, den professionelles Wrestling eigentlich vermitteln solle. Wenn er auf X lesen müsse, dass Wrestler nach einer Storyline sofort öffentlich Komplimente für ihren Storyline-Gegner verteilten, werde ihm schlecht.

Diese Art sei nicht der Grund, warum er ins Wrestling-Geschäft eingestiegen sei. Wrestling sei für ihn ein Geschäft des Konflikts, der Provokation, der Gewalt und der finanziellen Belohnung, nicht des öffentlichen Schulterklopfens.

Der Authentizitäts-Anspruch und die Selbst-Definition

MJF betonte zudem, dass er sich selbst nicht als Darsteller einer Rolle verstehe. Viele Wrestling-Fans nutzten Begriffe wie Charakter oder Kayfabe, ohne die genaue Bedeutung zu kennen. Er selbst sei rund um die Uhr MJF und müsse keine Rolle spielen. Diese Authentizitäts-These geht für MJF Hand in Hand mit dem Vorwurf der gesellschaftlichen Verweichlichung.

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Die heutige Wrestling-Branche sei voll von Wrestlern, die Furcht hätten, andere zu verärgern. Genau diese Furcht-Linie sei das Gegenteil seiner eigenen Branchen-Philosophie. Wenn er Fans beleidige, kauften die Tickets und schalteten ein. Wenn er Konflikte schaffe, drehten sich die Wrestling-Diskussionen um sein Produkt.

Der parallele Nick Khan-Vorwurf im Interview

Anders als in der Sports-Illustrated-Variante nannte MJF Nick Khan dabei mehrfach explizit „Jolly Old Saint Nick“ („den guten alten Nikolaus“), wobei er die persönliche Wertschätzung mit dem strategischen Vorwurf verband. Damit ergibt sich aus den zwei Interview-Quellen ein stimmiges MJF-Bild, in dem WWE und TKO als bewusste Strippenzieher der medialen AEW-Wahrnehmung positioniert werden.

1 Kommentar

  1. MFJ labert auch nur den ganzen Tag. Wenn so manche Wrestler Ihr „Talent“ ins Wrestling investieren würden als den ganzen Tag zu kommentieren, würde es auch wieder Berg auf gehen….

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