Nach heftiger Kritik am Raw-Konzert: Joe Hendry spricht offen über die Reaktionen
Das gemeinsame Konzert von Joe Hendry und Danhausen bei der jüngsten Ausgabe von „Monday Night Raw“ entwickelte sich anders, als es sich die Beteiligten vermutlich erhofft hatten. Die Szene stieß bei vielen Zuschauern auf deutliche Kritik und soll auch innerhalb der WWE nicht vollständig überzeugt haben.
Wenige Tage nach der Ausstrahlung hat Hendry nun erstmals ausführlicher darüber gesprochen, wie er die negativen Reaktionen wahrgenommen hat. Dabei machte der frühere NXT Champion deutlich, dass die Kritik nicht spurlos an ihm vorbeigegangen sei. Gleichzeitig möchte er sich dadurch nicht davon abhalten lassen, auch künftig neue Ideen auszuprobieren.
Joe Hendry nimmt die Kritik am Raw-Segment ernst
Im Gespräch bei „Cheap Heat“ erklärte Hendry, dass ihm seine Arbeit und die Reaktion des Publikums sehr wichtig seien. Seit seiner festen Verpflichtung durch die WWE habe er sich vollständig darauf konzentriert, sich als Performer weiterzuentwickeln.
Dazu hat auch die Entscheidung gehört, nach Orlando umzuziehen und regelmäßig am Training im WWE Performance Center teilzunehmen. Hendry wolle möglichst viel Wissen aufnehmen und zudem bei so vielen NXT-Live-Events wie möglich zum Einsatz kommen. Diese Einstellung bringe er grundsätzlich in seine gesamte Arbeit für WWE ein.
Sein Ziel besteht darin, den Zuschauern etwas zu bieten, das ihre Zeit und Aufmerksamkeit wert ist. Deshalb beschäftigt ihn eine Situation besonders, wenn eine Idee nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Hendry räumte ein, dass Kritik schmerzhaft sein könne, wenn er das Gefühl habe, die Erwartungen des Publikums nicht erfüllt zu haben.
Nicht jede Idee könne beim Publikum funktionieren
Gleichzeitig zeigte sich der 38-Jährige realistisch. Wer unterschiedliche Dinge ausprobiere und kreative Risiken eingehe, müsse damit rechnen, dass nicht jedes Konzept beim Publikum ankomme. Einige Ideen würden funktionieren, während andere ihr Ziel verfehlten.
Für Hendry sei entscheidend, wie ein Wrestler mit einem solchen Rückschlag umgehe. Er wolle die Reaktionen nicht ignorieren oder so tun, als hätte es die Kritik nicht gegeben. Stattdessen müsse er daraus lernen und überlegen, wie er sich beim nächsten Auftritt verbessern könne.
An seiner grundsätzlichen Herangehensweise soll sich jedoch nichts ändern. Hendry möchte weiterhin alles in seine Auftritte investieren und auch künftig bereit sein, ungewöhnliche Ideen umzusetzen. Die enttäuschende Reaktion auf das Konzert bedeute für ihn demnach nicht, dass er fortan jedes Risiko vermeiden werde.
Unterstützung der Fans machte Hendrys WWE-Aufstieg möglich
Warum ihn die Reaktion besonders beschäftigte, begründete Hendry mit seinem bisherigen Weg bei WWE. Seine Entwicklung sei wesentlich durch die Unterstützung der Zuschauer ermöglicht worden.
Hendry verwies unter anderem auf seine Teilnahme am Royal Rumble und seinen späteren Auftritt bei WrestleMania. Diese Möglichkeiten habe er nach eigener Einschätzung erhalten, weil die Fans zuvor so stark auf seine Auftritte und seinen Charakter reagiert hätten.
Gerade deshalb könne er es nicht einfach beiseiteschieben, wenn ein Teil des Publikums mit einer seiner Darbietungen unzufrieden sei. Hendry betrachte die Unterstützung der Zuschauer nicht als selbstverständlich und wolle ihnen bei jedem Auftritt die bestmögliche Leistung bieten. Eine negative Resonanz treffe ihn daher stärker, als es möglicherweise von außen den Anschein habe.
Das Konzert mit Danhausen erhielt kaum Unterstützung
Bei der Raw-Ausgabe vom 27. Juli 2026 traten Hendry und Danhausen gemeinsam im Intuit Dome in Los Angeles auf. Während des Konzerts versuchten sie wiederholt, das Publikum zum Mitsingen zu bewegen. Die erhoffte Beteiligung blieb jedoch weitgehend aus, wodurch die Szene bereits während der Live-Ausstrahlung einen schwierigen Eindruck hinterließ.
Unterstützt wurden Hendry und Danhausen von mehreren als „Minihausens“ verkleideten Darstellern sowie einer Tanzgruppe. Später erschien Boxer Ryan Garcia, der Hendry mit einer Gitarre attackierte. The Judgment Day nutzte die Situation für einen weiteren Angriff auf Hendry und Danhausen.
In den sozialen Medien und in mehreren englischsprachigen Wrestling-Medien wurde das Segment daraufhin scharf kritisiert. Der frühere WWE-Kommentator Jonathan Coachman bezeichnete es sogar als das schlechteste Segment, das er während seiner langjährigen Beschäftigung mit dem Unternehmen gesehen habe.
Auch hinter den Kulissen soll die Szene nicht die erhoffte Wirkung erzielt haben. Vor allem Garcias Beteiligung wurde Berichten zufolge als wenig hilfreich bewertet. Über die interne Kritik und den dadurch entstandenen zusätzlichen Druck auf Teile des WWE-Kreativteams hatten wir bereits hier ausführlich berichtet.

Wundert das irgendjemanden? The Rock war ein Star als er Quatsch mit der Gitarre machte. Da kann man sowas mal brintgen. Aber sicher nicht mit zwei Undercard-Leuten, von denen mindestens einer eher Maskottchen-Status hat.
Doch, es wundert schon etwas, wenn man sich nämlich die Reaktionen auf die jeweiligen Solo-Auftritte der beiden ansieht.
Man könnte meinen, Vince wäre wieder da. Schade, dass Triple H oder TKO mittlerweile auch so sind. Das war eines der schlechtesten Segmente ever. Merken die langsam mal, dass Danhausen ein Flop ist? Was kann der denn außer Comedy und Merchandise? Wenn, dann sollen sie ihn als ernsten Wrestler einsetzen. Aber ich denke, das würde wahrscheinlich nicht klappen.