WWE-Kreativteam gerät nach Raw unter Druck – danach wird eine brisante Brock Lesnar-Szene verändert

Blick auf das kreative Team der WWE mit Triple H
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Die jüngste Ausgabe von „Monday Night Raw” sollte für die WWE unmittelbar vor dem „SummerSlam” eigentlich noch einmal ein starkes Signal setzen. Hinter den Kulissen sorgte die Show vom 27. Juli allerdings für deutlich mehr Gesprächsstoff als geplant.

Ausgerechnet an diesem Abend, an dem mehrere Verantwortliche von Netflix vor Ort waren, kam es zu technischen Problemen und Segmenten, die intern offenbar nicht die erhoffte Wirkung erzielten.

WWE-Kreativteam nach Raw offenbar unter zusätzlichem Druck

Nach Angaben von „WrestleVotes Radio“ bei „Fightful Select“ stehen mehrere Personen aus dem kreativen Bereich der WWE nach der „Raw“-Ausgabe unter erhöhtem Druck. Die Show im Intuit Dome in Los Angeles hatte demnach eine besondere Bedeutung, da mehrere Führungskräfte von Netflix anwesend waren.

Das Eröffnungssegment mit Brock Lesnar und Oba Femi soll besonders kritisch bewertet worden sein. Während des geplanten Wiegeaktes vor ihrem „Hell in a Cell“-Match beim „SummerSlam“ kam es zunächst zu Problemen mit einem Mikrofon. Zudem verlief ein geplanter „Fall from Grace”-Moment von Femi nicht sauber – siehe hier. Dies soll intern als ungünstiger Eindruck bei einer besonders wichtigen Ausgabe wahrgenommen worden sein.

Auch das spätere Musiksegment mit Joe Hendry und Danhausen soll backstage nicht vollständig überzeugt haben. Vor allem die Einbindung des Boxers Ryan Garcia wurde dem Bericht zufolge kritisch gesehen. Sein Auftritt habe wenig zur Szene beigetragen, während zugleich hinterfragt worden sei, weshalb WWE angesichts seiner kontroversen Vergangenheit überhaupt auf ihn gesetzt habe.

WWE selbst hat die angebliche interne Kritik bislang nicht öffentlich kommentiert. Dass mehrere Netflix-Verantwortliche die Ausgabe vor Ort verfolgten, soll die Wahrnehmung der Probleme jedoch zusätzlich verschärft haben.

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Ausgerechnet das kritisierte Eröffnungssegment wurde später verändert

Nur wenige Tage nach der Live-Ausstrahlung sorgt nun ausgerechnet die Konfrontation zwischen Lesnar und Femi erneut für Aufmerksamkeit. Die auf Netflix abrufbare Wiederholung unterscheidet sich an einer markanten Stelle von der ursprünglichen Live-Version.

Nachdem Lesnar Femi während des Weigh-ins im Hell in a Cell Käfig eingeschlossen hatte, standen sich beide Rivalen mit Abstand gegenüber. Die Situation eskalierte schließlich verbal, woraufhin Lesnar seinem SummerSlam-Gegner den Mittelfinger zeigte. Femi erwiderte die Geste unmittelbar.

Wer Raw live verfolgte, konnte diesen Moment vollständig sehen. In der inzwischen auf Netflix verfügbaren Wiederholung fehlt die Szene hingegen. Kurz bevor Lesnar die Geste zeigt, wechselt die Übertragung zu einer anderen Kameraeinstellung. Als anschließend zurückgeschaltet wird, ist der betreffende Moment bereits vorbei. Die Szene wurde also nicht verpixelt oder teilweise verdeckt, sondern vollständig aus der sichtbaren Handlung entfernt.

Es ist nicht die erste nachträgliche Änderung bei Brock Lesnar

Der Vorgang reiht sich in mehrere vergleichbare Fälle der vergangenen Wochen ein. Bereits bei der Raw-Ausgabe vom 13. Juli wurde Lesnars Kleidung für die Netflix-Wiederholung nachträglich bearbeitet – wir berichteten.

Der frühere WWE Champion trug während der Live-Ausstrahlung ein Shirt mit dem bereits teilweise entschärften Schriftzug „Talk Sh*t, Get Hit“. In der Replay-Version wurde das betreffende Wort jedoch vollständig digital verdeckt. Zusätzlich kamen teilweise andere Kameraeinstellungen zum Einsatz, wodurch Lesnar während Oba Femis Promo seltener zu sehen war.

Die Veränderungen fielen zuvor bei Night of Champions noch umfangreicher aus. Während des Steel-Cage-Matches zwischen Seth Rollins und Bron Breakker begann Breakker, sichtbar zu bluten. In der späteren Netflix-Fassung wurde sein blutiges Gesicht teilweise unscharf gemacht. Zudem wurden alternative Einstellungen verwendet oder auf das Publikum geschnitten, um die Verletzung weniger deutlich zu zeigen.

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Auch beim Ton gab es Veränderungen. Ein expliziter Zuschauerchant aus der Live-Übertragung wurde in der Wiederholung durch einen harmlosen Chant ersetzt.

Live-Ausstrahlung und Netflix-Replay können sich deutlich unterscheiden

Damit zeichnet sich inzwischen ein klares Muster ab. Blut, anstößige Sprache auf Kleidung, explizite Zuschauerreaktionen und nun auch obszöne Gesten können nach der Live-Ausstrahlung für die Netflix-Version verändert werden.

Bei den Änderungen rund um Night of Champions berichtete PWInsider, dass WWE die technischen Bearbeitungen selbst vorgenommen habe. Daraus lässt sich allerdings nicht automatisch ableiten, wer die Entscheidung zur jeweiligen Zensur getroffen hat.

Für Lesnar und Femi wird sich durch die Änderung der Storyline nichts ändern. Beide treffen am Samstag, dem 1. August, beim SummerSlam in Minneapolis in einem „Hell in a Cell”-Match aufeinander.

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3 Kommentare

  1. Wie dumm ist das alles denn?!?

    1. Es dürfen um G*ttesw*llen weder Blut noch – alltäglich zigfach verwendete – Sch*mpfw*rter wie „Sh*t“ oder „F*ck“ gesagt oder gezeigt werden. Weil’s die jugendlichen Zuschauer verderben könnte, die sich per Internet längst Zugang zu ganz anderen Schw**ner**en zu verschaffen weiß? Oder was?!?

    2. Da verschließt Lesnar den Käfig von außen, macht sich minutenlang über Oba Femi lustig – und im Ring stehen „General Manager“ Adam Pearce und sein Chef Paul Levesque und keiner kommt auf die Idee, den Käfig wieder in die Höhe ziehen zu lassen. Naheliegender Gedanke: What can go down, can go up again.

    3. Und dann auch noch das Segment „WWE sucht den Superstar“ mit Hendry-Hausen! Da liegt die Vermutung nahe, dass der Geist von Vince McMahon doch noch in den Köpfen der sog. Kreativen spukt. Das wäre jedenfalls der peinlichste Wrestling-Moment der Woche geworden, hätte es nicht den bellenden Mick Foley bei AEW „Redemption“ gegeben.

    Wie es besser geht, haben Gunther, Aldis und Pearce im Eröffnungs-Segment bei Smackdown gezeigt – und direkt im Anschluss daran der großartige Sami Zayn! Das war, um Hänschen Rosenthal zu zitieren: „Spitze!“ Alles Weitere sind Geschichten, die genau betrachtet schon längst auserzählt sind.

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