Jim Ross hat in der jüngsten Folge seines Podcasts Grilling JR mit Conrad Thompson eine deutliche Botschaft an alle übermittelt, die Brock Lesnars Karriere nach WrestleMania 42 endgültig abschreiben. Beim zweiten Abend des Großevents am 19. April unterlag Lesnar zum Auftakt überraschend Oba Femi, ließ anschließend Stiefel und Handschuhe im Ring zurück und schickte mit dieser Geste alle in einen kollektiven Interpretationsmarathon. Für den WWE Hall of Famer Ross ist die Sache jedoch eindeutig: Lesnar ist nicht fertig.
Ross reflektierte zunächst über den Moment, an dem er Lesnar einst unter Vertrag nahm, und betonte, dass er sofort etwas Außergewöhnliches an ihm erkannt habe. Lesnar habe sich von Anfang an wie ein Champion bewegt, eine einschüchternde Erscheinung gehabt und Ross habe ihm seinerzeit mehr Geld gezahlt als jedem anderen Rookie zuvor. Lesnar habe schlicht nicht sein Leben lang Kühe melken wollen.
Klare Ansage zur Zukunft
Auf die zentrale Frage, ob die WWE Lesnar zum letzten Mal gesehen habe, reagierte Ross mit einem deutlichen „Auf keinen Fall, niemals.“ Als regelmäßig wiederkehrenden TV-Charakter werde man Lesnar vermutlich nicht mehr erleben, für ausgewählte Großveranstaltungen aber sehr wohl. Ross verwies darauf, dass die WWE jemanden in petto habe, etwa für die kommende WrestleMania, und brachte sogar ein Rematch gegen Oba Femi ins Spiel.
Dass die beiden bereits bei WrestleMania 42 aufeinandergetroffen waren, bedeute aus seiner Sicht nichts. Wer in seinem Beruf gut sei, müsse das auch öfter als einmal beweisen können. Ross zeigte sich überzeugt, dass beide Akteure dazu in der Lage seien.
Lesnar gegen Gunther: ein WrestleMania-Match
Im selben Atemzug ging Ross auf einen der größten noch ausstehenden Traummatches der vergangenen Jahre ein. Brock Lesnar gegen Gunther sei ein Match, das fest gebucht werden müsse, allerdings ausschließlich auf der größtmöglichen Bühne. Für SummerSlam oder Royal Rumble sei dieses Duell zu groß. Es sei ein klares WrestleMania-Match.
Ross machte deutlich, dass die Story bereits halbwegs aufgebaut sei und es nur noch Feinschliff brauche, ähnlich wie bei einer Festung, deren Fundament längst stehe. Ein solches Match wäre laut Ross ein Eckpfeiler einer kommenden WrestleMania und würde sich blendend verkaufen, gerade in Minneapolis, wo Lesnar zu Hause ist.
WrestleMania 43: Ross tippt Oba Femi als Headliner
An diese Einschätzung knüpft eine zweite, bemerkenswerte Prognose nahtlos an. Auf die Frage, wer von Oba Femi, Logan Paul und Bron Breakker als erster World Champion werde und WrestleMania 43 headlinen könne, setzt Ross Femi ganz oben an. Femi habe das Monster Brock Lesnar besiegt und bringe einen einzigartigen Look sowie eine starke Präsenz mit. Wie schnell er tatsächlich zum Hauptakt aufsteige, hänge davon ab, wie schnell die WWE volles Vertrauen in seine Fähigkeiten aufbauen könne.
Ross schränkte gleichzeitig ein, dass Femi noch nicht reif sei und an Konstanz arbeiten müsse. Trotzdem sieht er ihn klar als knappen Favoriten. Aktuell könne er niemanden im Roster nennen, der eine deutlich bessere Chance habe, beim nächsten WrestleMania den Titel zu tragen. Die WWE habe mit dem Sieg über Lesnar bereits ein erstes klares Statement abgegeben.
Lob für Logan Paul, Respekt für Bron Breakker
Im Vergleich der drei jungen Top-Stars überraschte Ross mit einer markanten Einordnung. Seiner Meinung nach ist Logan Paul der beste reine In-Ring-Worker der Gruppe. Paul sei eines der besten Talente und beim Aufbau eines Matches herausragend. Er werde fälschlicherweise oft als eindimensional eingestuft, dabei sei er fundamental sehr solide.
Bron Breakker bekommt als „One A“ hinter Femi ebenfalls eine deutliche Empfehlung. Ross schwärmt davon, dass Breakker als Sohn von Rick Steiner buchstäblich Wrestling-DNA in den Adern habe und ein legitimer, harter Athlet sei. Wer auf den Steiner-Spross verzichte, mache laut Ross einen Fehler.

Und Gunther soll Lesnar dann GLAUBHAFT besiegen 🤣🤣🤣🤣
Warum nicht?
Also ein Rematch gegen Oba Femi macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn. Entweder wird Lesnar ein zweites Mal erniedrigt, oder man nimmt Oba Femi jedes Momentum.
Ein Match gegen Gunther könnte man evtl. machen, wenn man es so aufbaut, das Gunther Lesnar so lange provoziert, bis dieser zurückkommt. Nur was dann? Gunther gewinnt und schickt Lesnar endgültig in den Ruhestand? Okay, aber dann geht Lesnar mit zwei Niederlagen in den Ruhestand. Warum sollte er das machen?
Gewinnt Lesnar gegen Gunther, ist Gunther geschwächt und die Story um den Karrierekiller auch den Bach runter.
Für mich war es nach dem Match gegen Oba Femi ein perfekter Abschied und ich würde mir wünschen, man würde es dabei belassen.