JBL äußert sich zu TKO, Kofi Kingston & Xavier Woods, AEW und stellt sich hinter Road Dogg

JBL steht mit einem Mikrofon im WWE Ring
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WWE Hall of Famer JBL hat in der aktuellen Ausgabe des Podcasts „Something To Wrestle“ mit Conrad Thompson über verschiedene Themen aus der Wrestling-Welt gesprochen. Dabei ging es um den wirtschaftlichen Erfolg von TKO, die aktuelle Entwicklung von Kofi Kingston und Xavier Woods, die Bedeutung von Individualität im Wrestling sowie um die zuletzt diskutierte Arbeit von Road Dogg in der WWE-Kreativabteilung.

JBL sieht TKO als wirtschaftliche Erfolgsgeschichte

JBL zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung der WWE unter dem Dach von TKO. Aus seiner Sicht hat sich das Unternehmen zu einer globalen Unterhaltungsmarke entwickelt, die heute Umsätze erzielt, die sich viele Wrestler seiner Generation früher nicht hätten vorstellen können.

Er bezeichnete die aktuelle Situation als außergewöhnlich für die gesamte Wrestling-Branche. Die geschäftliche Seite des Wrestlings habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert, und TKO sei ein Beispiel dafür, wie erfolgreich Sport-Entertainment auf weltweiter Ebene vermarktet werden könne.

Dabei erinnerte JBL auch daran, wie stark sich die WWE seit seiner aktiven Karriere verändert habe. In diesem Zusammenhang sprach er über Vince McMahon, der das Unternehmen einst von seinem Vater übernommen und Jahrzehnte später für Milliarden verkauft habe.

JBL verwies darauf, dass McMahon die Firma einst für rund eine Million Dollar gekauft und später für mehr als neun Milliarden Dollar verkauft habe, während er gleichzeitig weiterhin erheblichen Einfluss behalten konnte. Dies bezeichnete JBL scherzhaft als „Game of Thrones-Zeug“.

Kofi Kingston und Xavier Woods stehen laut JBL vor einem Neuanfang

Ein weiteres Thema war die aktuelle Entwicklung von Kofi Kingston und Xavier Woods. JBL sieht in ihrer derzeitigen Ausrichtung einen echten Neuanfang und glaubt, dass eine bewusste Veränderung ihrer Charaktere und Präsentation ihrer Karriere neue Impulse geben kann.

Er erklärte, dass gerade erfahrene Wrestler von einer Neuerfindung profitieren könnten, wenn diese konsequent umgesetzt werde. Gleichzeitig nutzte JBL das Beispiel, um auf einen grundsätzlichen Aspekt des Wrestling-Geschäfts einzugehen.

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Seiner Meinung nach sei Individualität heute wichtiger denn je. Wrestler müssten sich von anderen unterscheiden und eine eigene Identität entwickeln, anstatt wie alle anderen aufzutreten. Nur einzigartige Persönlichkeiten würden langfristig die Aufmerksamkeit des Publikums gewinnen und sich dauerhaft von einem immer größer werdenden Roster abheben können.

JBL vermisst die besondere Atmosphäre früherer House Shows

Während des Gesprächs blickte JBL auch auf frühere Zeiten im Wrestling zurück. Er erinnerte sich an eine Ära, in der nicht nur Premium Live Events, sondern auch House Shows regelmäßig für besondere und unvergessliche Momente sorgten. Aus seiner Sicht habe sich dieses Erlebnis für Fans im Laufe der Jahre verändert. Dennoch betonte er, dass Überraschungen nach wie vor zu den wichtigsten Elementen des Wrestlings gehören.

Für JBL lebt das Wrestling von unerwarteten Momenten. Genau diese Augenblicke würden dafür sorgen, dass Fans langfristig an Geschichten und Charaktere gebunden werden. Entscheidend seien dabei vor allem gutes Timing, konsequente Geheimhaltung und eine überzeugende Umsetzung. Erst die Kombination dieser Faktoren könne aus einem guten Moment einen wirklich unvergesslichen machen.

JBL verteidigt Road Dogg gegen seine Kritiker

Besonders deutlich wurde JBL, als das Gespräch auf Road Dogg und dessen Arbeit als Co-Lead-Writer von SmackDown kam. Road Dogg hatte die WWE im März 2026 verlassen und war in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel von Kritik geworden. JBL sprach dabei auch einen Ausschnitt aus der Serie „WWE Unreal“ an, in dem Road Dogg während eines kreativen Meetings nach Lösungen suchte und auf einige Zuschauer unsicher wirkte.

JBL widersprach dieser Interpretation entschieden. Er erklärte, dass kreative Menschen häufig laut denken würden. Genau das sei in dem gezeigten Moment zu sehen gewesen. Für ihn sei dies kein Zeichen von Unsicherheit oder Schwäche, sondern ein normaler Teil eines kreativen Arbeitsprozesses.

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An die Kritiker von Road Dogg richtete JBL deutliche Worte. Er verwies darauf, dass die WWE weltweit Arenen fülle und wirtschaftlich erfolgreicher sei als jemals zuvor. Road Dogg habe nach seiner Ansicht einen wichtigen Anteil an diesem Erfolg gehabt.

Außerdem erinnerte JBL daran, dass die WWE jede Woche live sendet und das ohne Unterbrechung über das gesamte Jahr hinweg. Anders als bei vorproduzierten Fernsehserien gebe es keine Möglichkeit, Folgen nachträglich umfangreich zu überarbeiten. Fehler seien in einem solchen Umfeld unvermeidbar.

JBL widerspricht Road Dogg bei der Einschätzung zu AEW

Zum Abschluss ging JBL auch auf eine Aussage von Road Dogg ein, wonach die WWE AEW in den Anfangsjahren nicht ernst genommen habe. Dieser Einschätzung widersprach JBL.

Seiner Meinung nach zeige allein das Verhalten der WWE, dass man AEW sehr wohl als Konkurrenz wahrgenommen habe. Immer wieder habe die WWE eigene Veranstaltungen oder größere Programmpunkte zeitgleich zu wichtigen AEW-Events angesetzt.

Für JBL spreche dieses Vorgehen eher dafür, dass die WWE die Entwicklung von AEW genau beobachtet und ernst genommen habe, als dass man die Konkurrenz unterschätzt hätte.

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