Jake Hager schließt mit AEW ab: Das steckt hinter seinem Bruch mit Tony Khan

Jake Hager blickt auf Tony Khan
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Jake Hager hat deutlich gemacht, dass eine Rückkehr zu AEW für ihn derzeit kaum vorstellbar ist. Der frühere WWE World Heavyweight Champion blickt zwar positiv auf Teile seiner Zeit bei der Company zurück, übt jedoch scharfe Kritik an Tony Khan, den internen politischen Strukturen und der kurzfristigen Planung der wöchentlichen TV-Shows.

Hager ist weiterhin stolz auf den Inner Circle

Im Podcast „Off the Rails“ mit Jasmine St. Claire betonte Hager zunächst, dass seine Zeit bei AEW keineswegs ausschließlich negativ gewesen sei. Besonders gern erinnere er sich an seine Zusammenarbeit mit Chris Jericho und dem Inner Circle zurück.

Die Gruppierung wurde 2021 als „Faction of the Year“ ausgezeichnet. Diese Anerkennung habe Hager viel bedeutet, da er während seiner Wrestlingkarriere nach eigener Einschätzung nur selten die verdiente Wertschätzung von den Fans erhalten habe. Die entsprechende Auszeichnung bewahre er bis heute bei sich zu Hause auf.

Auch seine Rolle innerhalb des Inner Circle habe ihm gefallen. Hager fungierte zwar überwiegend als körperlich starker Beschützer der Gruppe, konnte zugleich aber eine humorvollere Seite seiner Persönlichkeit zeigen. Dadurch sei es ihm möglich gewesen, seine ernste Rolle mit unterhaltsamen Segmenten zu verbinden.

Eine Rückkehr zu AEW erscheint ausgeschlossen

Trotz dieser positiven Erinnerungen sieht Hager derzeit keine realistische Grundlage für eine erneute Zusammenarbeit mit AEW. Im Wrestling solle man zwar niemals etwas endgültig ausschließen, die Tür zur Company habe er nach seinem Abschied jedoch weitgehend zugeschlagen.

Verantwortlich dafür sei vor allem seine persönliche Erfahrung mit Tony Khan. Hager erklärte, er habe nie das Gefühl gehabt, den AEW-Präsidenten wirklich kennenzulernen. Durch Khans späteren Umgang mit ihm und seine damalige Situation habe er schließlich eine andere Seite des Unternehmers erlebt.

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Auf Grundlage seiner eigenen Erfahrungen könne er Khan deshalb nicht als anständigen Menschen bezeichnen. Konkrete Einzelheiten zu dem Vorfall oder der Situation, durch die das Verhältnis endgültig beschädigt worden sein soll, nannte Hager allerdings nicht.

Sein AEW-Vertrag war 2024 ausgelaufen. Zunächst hatte Hager seinen Abschied unter anderem damit begründet, mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und sich anderen geschäftlichen Projekten widmen zu wollen. Seine neuen Aussagen zeigen jedoch, dass hinter den Kulissen offenbar auch erhebliche persönliche Differenzen bestanden.

Kritik an Backstagepolitik und kurzfristiger Planung

Den AEW-Locker-Room bewertete Hager dagegen überwiegend positiv. Das Roster sei jünger gewesen und habe eine moderne sowie offenere Kultur gepflegt. Er habe sich mit vielen der Wrestler gut verstanden und seine Zeit mit ihnen grundsätzlich genossen.

Deutlich kritischer äußerte er sich über die politischen Strukturen innerhalb der Company. Hinter den Kulissen habe es Situationen gegeben, bei denen er sich gefragt habe, welchen Plan die Verantwortlichen eigentlich verfolgten. Die Probleme seien für ihn unmittelbar mit der Führung von AEW verbunden gewesen.

Besonders unzufrieden zeigte sich Hager mit der Planung von „Dynamite“. In der Anfangszeit von AEW hätten die Wrestler teilweise bis zu vier Wochen im Voraus gewusst, welche Storylines und Aufgaben für sie vorgesehen waren. Diese Vorbereitung habe es ihnen ermöglicht, ihre Auftritte genauer zu planen und bessere Leistungen zu zeigen.

Im weiteren Verlauf sei diese langfristige Organisation jedoch zunehmend verschwunden. Laut Hager kam es vor, dass die endgültige Fassung der Show erst am Mittwoch um 18 Uhr Ortszeit vorlag, obwohl „Dynamite“ bereits zwei Stunden später live auf Sendung ging.

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Für Hager sei es unverständlich gewesen, weshalb eine wöchentliche TV-Show erst unmittelbar vor der Ausstrahlung fertiggestellt wurde. Eine derart kurzfristige Arbeitsweise habe die Vorbereitung der Wrestler unnötig erschwert und sei für eine große Wrestling-Promotion inakzeptabel.

Frühere Aussagen wurden teilweise bestritten

Hager hatte bereits 2025 ähnliche Kritik an Tony Khan und den kreativen Abläufen bei AEW geäußert. Dabei behauptete er unter anderem, dass die Organisation der Shows nach dem Abschied von Cody Rhodes deutlich nachgelassen habe.

Eine seiner damaligen Schilderungen über ein internes Talentmeeting wurde allerdings von Dax Harwood und Cash Wheeler bestritten. Die beiden FTR-Mitglieder widersprachen Hagers Darstellung, Tony Khan habe das Treffen unterbrochen und ihnen mangelnde Kooperationsbereitschaft vorgeworfen.

Hager räumte anschließend ein, nicht sicher gewusst zu haben, ob sich Khans angebliche Kritik bei dem beschriebenen Vorfall tatsächlich gegen FTR gerichtet hatte. Auch seine neuesten Vorwürfe spiegeln daher zunächst seine persönliche Wahrnehmung der damaligen Abläufe wider. Unabhängig davon lässt Hager keinen Zweifel daran, dass sein Verhältnis zu Tony Khan nachhaltig beschädigt ist.

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